Rock'n'Roll, World Music & Swing Goldies (u.v.a.).

Old songs we all love, be sure to find something new.
Stöbern wir doch einmal ein bisschen in der alten Plattenkiste.
Zeitrahmen ungefähr: Belle Epoque bis Early Beatles - d.h. ca. 1890-1965.
Man findet hier viele grosse Namen der Musik dieser Zeitperiode und einige Überraschungen.
10 Golden Stars für ein paar spezielle Lieder.
(Und zehn kleine für ein paar weitere spezielle Hörtipps, u.v.a.)
Neu: jetzt auch mit Newies!
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BOB DYLAN (Folk).
Aktivzeit 1959-dato.
Da Dylan praktisch alle Videos im Web entfernen lässt,
gibt es hier keine von ihm.
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Dylan ist bis heute der Inbegriff des (US-amerikanischen) Folk-Sängers.
Andere (Folk USA): Burl Ives ("Ghost Riders In The Sky"), Joan Baez, Pete Seeger, Roscoe Holcomb, Woody Guthrie.
Andere (Folk Irland/England): Joe Cooley, The Chieftains, The Dubliners ("The Rocky Road To Dublin"), The Watersons*, Willie Clancy.
* Eigentlich ist hier nur je ein Song gegeben, damit es nicht allzu viele werden, aber hier muss man doch eine Ausnahme machen:
The Watersons - The Good Old Way. Das ist englischer Folk, was es auch gibt: sehr gesangsbetont.
(Ob dieses Lied wirklich auch in diese Zeit gehört, die ich hier betrachte, weiss ich nicht: Old Style ist es aber auf jeden Fall.)
Obwohl Hollys Karriere nur vier Jahre dauerte (1955-1959), gehört er doch zu den grössten Legenden des Rock'n'Rolls.
Und vielleicht hat er die nachfolgende (Rock- und Pop-) Musik sogar stärker geprägt als jeder andere Interpret des Rock'n'Rolls.
Andere (Rock'n'Roll [white]): Bill Haley ("Rock Around The Clock"), Carl Perkins, Eddie Cochran, Gene Vincent, Jerry Lee Lewis.
Andere (Rockabilly): Andy Starr ("Rockin' Rollin' Stone"), Bill Flagg, Billy Lee Riley, Johnny Burnette, Tommy Spurlin.
Siehe auch: Rock'n'Roll-Balladen sowie Doo Wop.
Elvis Presley und Ricky Nelson finden sich in einer eigenen Kategorie (siehe unten).
Was man für Holly sagen kann, gilt auch für Berry, dessen Einfluss auf die spätere (Rock-) Musik ebenfalls sehr hoch einzuschätzen ist.
Vielleicht ist er auch der erste grosse Gitarrist der Rockgeschichte.
Andere (Rock'n'Roll [black]): Bo Diddley*, Fats Domino ("I'm Walkin'"), Jackie Brenston, Little Richard, Lloyd Price.
* Zu Bo Diddley muss man schon noch etwas sagen, wenn er hier schon kein Song-Beispiel hat.
Er war vermutlich, oder ziemlich sicher sogar, der erste Gitarrenkönig der Rockmusikgeschichte.
Und er gehört damit zu einer ganzen Gilde von bedeutenden schwarzen Gitarristen.
Von Elmore James über Chuck Berry und eben Bo Diddley bis Jimi Hendrix (u.a.).
Richard ist der bekannteste Vertreter der modernen Musik in Europa vor der Zeit der Beatles!
Mehr noch: er soll sogar bis heute die meisten Platten weltweit verkauft haben.
The Shadows sind ein absolutes Monument der modernen europäischen Musik.
* Nur wenige Interpreten wagten die Wiederbelebung des alten Rock'n'Rolls. Hier eines der besten Beispiele davon:
Shakin' Stevens & Bonnie Tyler - A Rockin Good Way (1983).
Auch das ist interessant (leicht countrymässig): Matchbox - Rockabilly Rebell (1979).
Ansonsten kommt einem vielleicht noch das Musical bzw. der Film 'Grease' (1978) in den Sinn.
Dinah Washington ist wahrscheinlich eine der interessantesten schwarzen Frauenstimmen.
Wie kaum eine andere schwarze Sängerin traf sie den Ton zwischen Popularität und wahrer Kunst.
Eine der vielen eher etwas unterschätzten Musikweltstars. (Andere siehe u.a. unter Blues [Women]).
Elvis gilt als King des Rock'n'Roll, eigentlich war er aber auch ein Schlagersänger.
Vielleicht ist Elvis auch der erste absolute Superstar der modernen Musik.
Als solcher wird er jedenfalls oft gesehen, ja fast sogar als unüberwindlicher All-Time-Superstar.
Diese Rolle ist heute vielleicht nur noch schwer verständlich, aus der Zeit heraus aber ist sie verständlich.
Wenn man die Bedeutung des Boogie Woogies sieht für die Entwicklung des frühen Rock'n'Rolls,
und damit die Bedeutung der moderneren Pianomusik, dann kann man die Bedeutung von Waller nicht unterschätzen.
Andere (Boogie Woogie): Albert Ammons ("Shout For Joy"), Big Joe Turner, Champion Jack Dupree, George W. Thomas, Pete Johnson.
Andere (Instrumental [diverse]): Arthur Rubinstein, Boots Randolph ("Yakety Sax"), Django Reinhardt, Yehudi Menuhin.
* Geschrieben (und später auch selber interpretiert) von Paul Anka (siehe unten).
Sinatra ist vermutlich der bekannteste Name unter den Entertainern in der US-Musik.
So nennt man die eigentlichen Schlagersänger in den USA.
Andere (Entertainment): Bing Crosby, Bobby Darin, Matt Monro, Nat King Cole ("L-O-V-E"), Perry Como.
Andere (Entertainment Frauen): Patti Page, Kay Starr (Wheel Of Fortune), Peggy Lee, Rosemary Clooney, Teresa Brewer.
Andere (Hollywood-Filmmusik): Doris Day, Fred Astaire, Gene Kelly ("I'm Singing In The Rain"), Ginger Rogers, Marilyn Monroe.
Miller gilt als Inbegriff der Swing-Zeit, die v.a. während des Zweiten Weltkriegs Hochkonjunktur hatte.
Es war zu jener Zeit auch die Musik, welche über die düsteren Kriegsjahre hinwegtrösten sollte.
Der Swing ist aber auch jener Stil, welcher die (weisse) Musik vom Jazz zur späteren modernen Musik geführt hat.
Andere (Swing): Artie Shaw, Benny Goodman ("Moonglow"), Gene Krupa, Jimmy & Tommy Dorsey, Woody Herman.
Eigentlich gehören der Swing und die frühe Bigbandmusik zusammen, zu Ehren von Lombardo mache ich hier aber eine eigene Kategorie.
Er war in den USA bekannter als in Europa, dort gehörte dieser kanadische Bigband-Leader aber zu den grössten seiner Zunft.
Andere (Bigband USA): Ben Bernie ("Rose Marie Medley"), Count Basie, Duke Ellington, Fletcher Henderson, Jack Teagarden.
Andere (Bigband England): Bert Ambrose, Billy Cotton, Jack Hylton ("Happy Days Are Here Again" ), Jack Payne, Ted Heath.
Hier eine private Website mit einer British Dance Band Encyclopaedia (der 1920-er und 1930-er Jahre). Darin findet sich u.a. auch etwa eine Liste mit Songtiteln bzw. Hörbeispielen. Bei uns ist das alles eigentlich relativ unbekannt geblieben bzw. untergegangen im US-amerikanischen Swing (und im relativen Desinteresse an der modernen Musik wie auch an der Weltmusik im Allgemeinen zuvor, oder anders gesagt: zu jener Zeit war Grossbritannien musikalisch noch recht weit weg vom mitteleuropäischen Festland!). Natürlich spielte die Bigband-Musik auch in der Schweiz die Hauptrolle in der frühen modernen Musik. Bandleader wie Teddy Stauffer oder Hazy Osterwald (oder später auch etwa Pepe Lienhard) haben sich einen internationalen Namen gemacht (siehe unter 'Schweiz'). Allerdings erlangten sie diese Berühmtheit v.a. über das Ausland (in der Schweiz selber hatte die moderne Musik keinen leichten Einstand). In Deutschland herrschten bis etwa zur Zeit Stauffers in Berlin und Hamburg grösstenteils noch die Klassik, der Walzer und der Marsch vor, während in London der Foxtrott, der Charleston und der aufkommende Swing längst Fuss gefasst und in Paris die Folies Bergère eine Hochblüte der Variété-Kunst gebracht hatten. Leider kam er ein bisschen zu spät damit: Deutschland hatte wohl bereits mehr oder weniger beschlossen, wenn auch mit recht eigenwilligen und etwas bizarren Mitteln, Europa und der Welt politisch noch einmal den guten alten Marsch zu blasen, mit verheerenden Folgen, natürlich (während man sich zu Propagandazwecken durchaus auch des Jazz bediente, mit einer eigenen 1940 begründeten Propaganda-Swing-Bigband, die sinnigerweise Charlie and His Orchestra hiess [unter der Leitung von Lutz Templin, welcher zu Studienzwecken die ansonsten in jener Zeit in Deutschland verbotenen Feindsender abhören durfte]). Jedenfalls ist aber sicher die Musik und die Kultur der 1920-er und 1930-er Jahre in Europa ein sehr interessantes Thema. Historisch anzusiedeln ist die Bigband-Musik natürlich in der frühen Geschichte des Jazz; in Dekaden aufgeteilt ergibt sich, sehr grob betrachtet, etwa folgende Entwicklung diesbezüglich: 1890 New Orleans Jazz, 1900 Ragtime, 1910 Dixieland (ab 1913 Foxtrott), 1920 Chicago Jazz & Bigbands (ab 1925 Charleston), 1930 Swing (bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs). In Europa dagegen wuchs die Bigband teils eher aus der klassischen Musik (Europas) heraus (zumindest in Ländern, die sich damals noch stark an der Klassischen Musik orientierten). Nach dem Zweiten Weltkrieg kam langsam aber sicher wiederum eine neue moderne Musik auf: der Rock'n'Roll, während im Jazz, welcher sich ebenfalls veränderte, der Swing abgelöste wurde etwa von Richtungen wie Bebop, Cool Jazz oder Hard Bop. Ganz grob könnte man die Entwicklung der modernen Musik auch beschreiben in der Reihenfolge: I. Klassik/Folk/Country/Jazz/Blues, II. Bigband/Swing, III. Rock/Pop/Disco/Techno (tatsächlich waren die Einflüsse und Richtungen natürlich aber noch sehr viel vielfältiger, interessant aber sicher die mittlere Stellung dieser Bigband- und Swingmusik zwischen den älteren Traditionen und der moderneren Musik; die bekannteren Interpreten von Folk und Country werden übrigens etwas später angesiedelt, die Tradition ist aber natürlich älter, und sie reicht zurück auf alte britische und irische Traditionen, u.a.). Interessant ist die Big-Band-Aera natürlich auch deswegen, weil diese Big Bands dem alten Orchester der Klassischen Musik ähneln; es ist bis dato das einzige bedeutende Phänomen in der spätmodernen Musik, welches solche Orchesterzüge trägt (ansonsten kennen wir die kleineren Bands und Gruppen heute, oder die Solisten).
Ich habe hier einige Daten zusammengetragen von Bandleadern dieser Aera (v.a. Bigbands, aber auch ein paar der berühmtesten frühen Jazzbands [der Übergang von der Jazzband zur Big Band ist teils fliessend]). Die Daten beziehen sich auf die erste Orchester- bzw. Bandleitung:
1912 Kid Ory (USA). 1914 Art Hickman (USA), Marek Weber (DE). 1916 Willi Rosé Petösy (DE). 1917 Ben Selvin (USA), Bert Ambrose (USA/GB), Fate Marable (USA), Nick LaRocca* (USA). 1918 Erskine Tate (USA), Paul Whiteman (USA). 1919 Isham Jones (USA), Joseph Samuels* (USA), Ted Lewis (USA). 1920 Dajos Bela* (DE), Irving Aaronson (USA), Joe King Oliver (USA). 1921 Guy Lombardo (KAN/USA), Syd Roy (GB). 1922 Bennie Moten (USA), Don Bestor (USA), Fletcher Henderson (USA), Hal Kemp (USA), Paul Godwin (DE). 1923 Ben Bernie (USA), Duke Ellington (USA), Efim Schachmeister (DE), Jack Hylton (GB). 1924 Felix Lehmann (aka Fred Bird, DE), Jean Goldkette* (USA), Nathaniel Shilkret (USA). 1925 Alfred Gill (aka Alfredo, GB), Ben Pollack (USA), Billy Cotton (GB), Louis Armstrong (USA), Paolo Mantovani (aka Mantovani, GB). 1926 Chick Webb (USA), Georg Enders (OE/SWE), Jelly Roll Morton (USA), Red Nichols (USA). 1927 Jimmie Lunceford (USA), Jimmy & Tommy Dorsey (USA), Lawrence Welk (USA), Kay Kyser (USA). 1928 Cab Calloway (USA), Earl Hines (USA), Jack Payne* (GB), Ray Starita (USA/GB), Sam Samson (SWE), Teddy Stauffer (CH/DE). 1929 Benny Carter (USA), Rudolf Antonin Dvorsky* (TSCH). 1930 Benny Loban (GB), Charles Redland (SWE), Joe Haymes (USA), Sammy Kaye* (USA). 1931 Don Redman (USA), Gene Kardos (USA). 1932 Lew Stone (GB). 1933 Count Basie (USA), Shep Fields (USA). 1934 Benny Goodman (USA). 1935 Artie Shaw (USA), Glen Gray (USA). 1936 Fred Böhler* (CH), Woody Herman (USA). 1937 Bunny Berigan (USA), Glenn Miller (USA), Kurt Hohenberger (DE), Spud Murphy (USA). 1938 Frankie Carle (USA), Harry James (USA), Jim Davidson* (AUS), Les Brown (USA), Thore Ehrling (SWE). 1939 Gene Krupa (USA), Jack Teagarden (USA), Will Bradley (USA). 1940 Lionel Hampton (USA), Vaughn Monroe (USA). 1941 Eddie Brunner (CH), Stan Kenton (USA). 1945 Dizzy Gillespie (USA), Ted Heath (GB). 1946 Buddy Rich (USA), Tex Beneke* (USA). 1947 Perez Prado (KUB/MEX). 1949 Hazy Osterwald (CH), usw. usf. bzw. und spätere.
Natürlich ist das keine vollständige Liste: nur ein paar wenige Namen. Blütezeit der Bigbands: etwa 1936-1945. Das ist alles sehr ohne Gewähr! Ich habe hier recht rasch ein paar Daten aus verschiedenen (mehr oder weniger verlässlichen) Internetquellen herausgesucht (und insbesondere bei den mit einem Sternchen [*] bezeichneten Artisten, bin ich mir gar nicht sicher, ob das Datum stimmt). Stauffer übrigens leitete wahrscheinlich oder ziemlich sicher die bekannteste Bigband ausserhalb des anglophilen Raumes (zumindest wenn man die Mambo-Bigbands weglässt, wozu etwa Perez Prado zu nennen wäre), womit – wenn auch sehr am Rande – sogar auch die Schweizer Volksmusik einen Eingang in die Weltmusik hatte; Brunner war sein Nachfolger bei dieser Band, spätere Schweizer Bigbands, u.a.: 1966 Hans Moeckel, 1971 George Gruntz, 1980 Pepe Lienhard (auch in Deutschland gab es in der Nachkriegszeit einige bekannte Bigband-Orchester, etwa von Kurt Edelhagen, James Last, Max Greger, Hugo Strasser, Paul Kuhn oder Günter Noris, u.a.). Anmerkung: ein Name, welcher in der früheren europäischen Bigband-Musik auch häufiger auftaucht, ist jener von Eric Harden (und sein Tanz-Orchester, u.ä.), das ist aber nicht wirklich ein Artist, sondern: das ist ein Pseudonym, welches von der schwedischen Schallplattenfirma Carl Lindström AG, zeitweilig die grösste Schallplattenfirma Europas, für verschiedene Interpreten verwendet wurde. Der Swing spielte in Schweden auch eine relativ bedeutende Rolle, gesamteuropäisch betrachtet: England und Schweden waren auch verantwortlich für die nachfolgende musikalische Rock- und Pop-Revolution in Europa, mit den Beatles und den Rolling Stones einerseits sowie ABBA andererseits. Interessant auch, dass insbesondere der britische Swing gegen die wirtschaftliche Depression der damaligen Zeit aufspielte (was man in der historischen Rückbetrachtung auch in einem kritischen Aspekt sehen kann, wenn man will, notabene), und dass sich gerade beim britischen Swing teils sehr interessante Soundmischungen finden, welche Elemente etwa des Jazz, der Klassik, der Belle Epoque und sogar der Volksmusik finden.
* Ich habe das ganze Spektrum der früheren Bigband-Musik erst eigentlich beim Schreiben dieses Beitrags entdeckt (vor ein paar Jahren hatte ich einmal eine kürzere Swing-Phase, in welcher ich die bedeutendsten bzw. bekanntesten US-amerikanischen Swing-Bands etwas näher kennenlernte: das Meiste war aber, u.a., für mich neu hier, und recht interessant).
Swing Goldies. 20 interessante Big-Band- und Swing-Titel (u.v.a., teils auch an anderer Stelle angeführt). Artie Shaw - Begin The Beguine, Ben Bernie - Rose Marie Medley, Ben Selvin - Dardanella*, Benny Goodman - Moonglow, Bert Ambrose - Swing Is In The Air, Count Basie - Green Onions, Duke Ellington - It Don't Mean A Thing, Fate Marable - Frankie and Johnny, Fletcher Henderson - Radio Rhythm, Glen Gray - Blue Moon, Glenn Miller - Moonlight Serenade, Guy Lombardo - Get Out Those Old Records, Jack Hylton - Happy Days Are Here Again, Joe King Oliver - High Society, Marek Weber - Das Lied von der Wunder-Bar, Paul Whiteman - It's Only A Paper Moon, Ray Starita - Together, Teddy Stauffer - Stop, It's Wonderfull, Tommy Dorsey (& Frank Sinatra) - Fools Rush In, Woody Herman - Woodchopper's Ball.
* Dies war der erfolgreichste Titel jener Zeit: dieses 1919 aufgenommene Stück brach 1920 alle bisherigen Verkaufsrekorde und wurde darin erst 1955 von Bill Haley übertroffen, mit dessen Superhit "Rock Around The Clock"!
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Belafonte ist wahrscheinlich einer der grössten heimlichen Superstars der Musikwelt.
Sein Album "Calypso" (1956) war das erste, von welchem über 1 Mio. Exemplare verkauft wurden.
Ebenfalls ist er vermutlich der erste grosse Star des Phänomens der World Music,
obwohl er eigentlich ein US-Amerikaner ist (mit karibischen Wurzeln [Jamaika/Martinique]).
Andere (World Music): Grand Kalle ("Indépendence Cha-Cha"), Miriam Makeba, Perez Prado, Umm Kulthum, Yma Sumac.
World is Music. Ein bisschen etwas zur 'Weltmusik' jener Zeit (obwohl diese damals grösstenteils noch nicht allzu gross wahrgenommen wurde). Die Musik von Nordamerika wurde hier allgemein vorangestellt, weil sie in der Welt eben auch lange in jener Zeit international eine Hauptbeachtung fand.
Afrika und Lateinamerika. In Afrika ist die jazzbeeinflusste Highlife-Musik vielleicht die bedeutendste Stilrichtung der frühen Moderne (ursprünglich in Ghana, später auch in Liberia, Nigeria, Kamerun oder Kongo, u.a.). Als klassische Vertreter gelten etwa E.T. Mensah, Cardinal Rex Jim Lawson , Dr. Victor Olaiya oder Chief Stephen Osita Osadebe. Im frühen afrikanischen Jazz gibt es einige Grössen zu nennen, z.B. Manu Dibango in Kamerun, Grand Kalle (siehe oben) oder Tabu Ley Rochereau im Kongo sowie Hugh Masekela in Südafrika (oder etwas später auch etwa Mulatku Astatke und Tilahoun Gessesse in Äthiopien). Miriam Makeba aus Südafrika ist dagegen die erste grosse afrikanische Berühmtheit in der Weltmusik (vermutlich auch der erste Weltmusikstar, welcher mit einem wirklich originalen Sound Erfolg hatte: die Aufnahmen von frühen TV-Auftritten Makebas mit ihrem grossen Hit "Pata Pata" gehören zu den bedeutendsten musikalischen Dokumenten des 20. Jahrhunderts!). Ebenso legendär heute Solomon Linda und die Originalaufnahme des später oft gecoverten Welthits "Mbube" (mit der Gruppe Evening Birds, aus den späteren 1930-er Jahren [im damals einzigen Tonstudio südlich der Sahara in Johannesburg, eingerichtet vom Italiener Eric Gallo [Gallo Records]: ich weiss nicht, ob dies die allererste Aufnahme ist]). Zu erwähnen ist auch Babatunde Olatunji aus Nigeria: einer der ersten grossen afrikanischen Perkussionisten der Weltmusik. Boubacar Traoré ist ein grosser Vertreter des Mali-Blues, welcher später im Zuge des Aufkommens der Weltmusik grösser bekannt wurde, in Westafrika aber schon in den frühen 1960-er Jahren aufkam (hier einer seiner frühen Hits). Im lateinamerikanischen Raum gilt v.a. Kuba als musikalisch traditionell sehr interessantes Land: von dieser karibischen Insel kommen bekannte Tänze wie Danzon, Rumba, Mambo (dieser allerdings von Emmigranten in den USA begründet) oder Chachacha; berühmte frühe kubanische Musiker sind etwa Perez Prado oder Rita Montaner. Sehr legendär ist auch das Sexteto Habanero (aus den 1920-er Jahren!). Interessant ferner auch etwa im US-Jazz Machito & His Afro Cuban Orchestra. Der kubanische Einfluss spielte nicht nur in den USA eine sehr bedeutende Rolle, sondern auch in Afrika. Sicher erwähnenswert, aus heutiger Sicht, ist auch die alte Folkmusik auf Jamaika (Mento). Von der jamaikanischen Musik (siehe: Ska) kann man nicht sprechen, ohne auch die calypsobasierte Musik von Trinidad zu nennen: der vermutlich wichtigste Name dazu ist Lord Kitchener (hier noch eine seiner bekanntesten Soca-Nummern; man hört gut heraus, dass auch diese karibische Musik jazzbeeinflusst ist [ebenso wie der jamaikanische Ska]). Zu den bekanntesten frühen Samba-Interpreten in Brasilien (auch in den USA) gehört Carmen Miranda; für den Tango in Argentinien kann man Carlos Gardel nennen (ferner in Argentinien vielleicht auch Mercedes Sosa). Einer der bedeutendsten früheren Vertreter einer traditionellen Musik Südamerikas, d.h. dasjenige, was wir heute etwa Andenmusik nennen, ist Alejandro Duran aus Kolumbien (die Aufnahme könnte etwas später sein); aber auch eine Gruppe wie Los Paraguayos war zu jener Zeit schon aktiv. Die in den USA bekannt gewordene Peruanerin Yma Sumac ist ein ein Stimmwunder und musikalisches Phänomen ganz besonderer Güte und Exotik.
Arabien und Asien. Die bedeutendste frühe musikalische Grösse im arabischen Raum ist vermutlich Umm Kulthum aus Ägypten (auch zu nennen ist etwa Abdel Halim Hafez). Eine ähnlich kultische Stellung hat ferner auch etwa Cheikha Rimitti, welche bedeutend ist für die algerische Musik (eine weitere erwähnenswerte frühe Grösse der algerischen Musik ist Hachemi El Guerouabi). Zu einer gewissen frühen internationalen bzw. europäischen Bekanntheit brachte es der in Ägypten geborene und in Monaco lebende libanesische Schlagersänger Bob Azzam (u.a. mit seinem Chanson "ya Mustapha", eine Cover-Version allerdings). Bedeutend zu nennen ist in Arabien das Oud-Instrument, welches ein Vorläufer der europäischen Laute gewesen ist (arab. al-ud, diese wiederum von der Gitarre, zu erwähnen ist diesbezüglich aber auch die indische Sitar; als früher Star der Musik in Saudi-Arabien gilt Talal Maddah. Aus welcher Zeit genau dieses Stück stammt, weiss ich nicht; wie ein grosser Teil der populären Musik Arabiens aus dieser Zeit, ist auch diese an sich traditionelle Musik von der europäischen Klassik beeinflusst (der Komponist der ersten klassischen Oper im muslimischen Raum ist Uzeyir Hajibeyov aus Aserbaidschan). Auch bedeutend nennen bezüglich einer orientalischen Weltmusik kann man den US-amerikanischen Ethno-Jazz-Musiker Yusef Lateef. Für Indien kann man vielleicht Ravi Shankar nennen, einer der ersten weltbekannten indischen Musiker; ebenfalls gab es in Indien bereits frühe Bollywood-Klassiker (Hindi-Film: was zum bedeutendsten Zweig der indischen Musik wurde, hier ein früherer Bollywood-Hit von Mohammed Rafi). Zu nennen sind auch die Sabri Brothers aus Pakistan als frühe grosse Vertreter der spirituellen Qawwali-Sufi-Musik. In Israel gehörten Esther & Abi Ofarim zu den bedeutendsten frühen Musikstars. Die asiatische Musik wurde im Westen noch kaum wahrgenommen, aber es gab auch in Asien bereits moderne Musik. Hier ein Beispiel aus Thailand: Suraphol Sombatcharoen (er gilt zusammen mit Ponsri Woranut als erste bedeutende Grösse der Thai-Musik). Ebenso unbekannt ist wahrscheinlich der erste Superstar der japanischen Musik: Hibari Misora. In China lange Zeit noch die alte traditionelle klassische Musik Chinas. Zu den frühen Grössen der chinesischen Musik gehört Wu Yingyin (sie gehört zu den Sieben Grossen Gesangsstars im früheren und mittleren 20. Jahrhundert in China: Bai Guang, Bai Hong, Gong Qiuxia, Li Xianglan, Wu Yingyin, Yao Lee und Zhou Xuan). Die ältesten Plattenaufnahmen in Asien stammen wahrscheinlich von hawaiianischen Musikern (natürlich), denn für die USA war Hawaii schon immer das (ozeanische) Asien nebenan; hier ein Beispiel aus dem Jahr 1915. Bedeutend zu nennen ist ferner eine gewisse Bekanntheit einer relativ bedeutenden Zahl von gebürtigen indonesischen Musikern in den Niederlanden (früher: Niederländisch-Indien, z.B. Anneke Grönloh, Sandra Reemer oder Andy Tielman). In Australien kann man Vertreter des Rock'n'Rolls nennen wie Johnny O'Keefe oder Col Joye. Ich hatte mich ein bisschen mit der Welt zu beschäftigen, daraus ist u.a. auch ein Interesse für die Weltmusik entstanden.
P.S. Speziell sind die ostasiatischen Gitarrengruppen, wie etwa u.a. The Silverstones aus Singapur, The Saints aus China oder The Apollo Guitar Band aus Hongkong (solche Gitarrengruppen gab es in verschiedenen asiatischen, v.a. britisch beeinflussten Ländern: offenbar zurückgehend auf die englische Gruppe The Shadows, die auch in diesen Regionen einen recht grossen Erfolg hatte [Zeit? vielleicht etwas später: passt aber thematisch auch in diese Zeit]). Auch in Europa gab es interessante Nachahmer dieser Gruppe, z.B. The Jumping Jewels in den Niederlanden, und zu nennen sind auch The Ventures in den USA, die bekannteste US-Gitarrengruppe jener Zeit, welche den Surf Rock, der die Rockmusik revolutionierte, wesentlich mitprägte (und auch einen grossen Erfolg in Japan hatte).
Europa. In Europa wiederum dominierte zu jener Zeit eigentlich noch die Schlagermusik (das änderte sich erst mit Cliff Richard & The Shadows und dann v.a. mit den Beatles, durch diese und die The Rolling Stones wurde England dann aber einige Zeit sogar zum Zentrum der neueren Rock- und Popmusik). Die europäische Schlagermusik ist aus der Operette der Klassischen Musik entstanden; die Operettenzentren im deutschsprachigen Raum waren v.a. Wien und Berlin. Ein Beispiel einer dieser frühen operettenbasierten Schlager: "Berliner Luft" (interpretiert etwa von Zarah Leander oder Lizzi Waldmüller, siehe unten); vielleicht auch eine Art Antwort auf das "Wiener Blut" (der Titel einer Operette von Johann Strauss Sohn). In der späteren Zeit der Belle Epoque, um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert wurde Paris ganz allgemein zum Zentrum der europäischen Kunst, nach dem zweiten Weltkrieg schlüpfte (mit der Rockmusik) England in diese Rolle (typisch für Europa, auch für das Alte Europa: der ständige Wechsel des Zentrums). Interessant ist auch, dass die deutsche Schlagerszene v.a. nach dem Zweiten Weltkrieg langezeit sehr international war: viele der grossen deutschen Schlager (inkl. 1970-er und 1980-er Jahre) kamen von internationalen Schlagerstars: etwa aus Österreich (Alexander, Jürgens, Quinn), aus der Schweiz (Assia, Osterwald, Torriani), aus Italien (Granata, Valente), aus Frankreich (Dalida, Gall, Hardy, Mathieu), aus Grossbritannien (Clark, Cogan, Richard), aus den Niederlanden (Carrell, Heintje, Low), aus Belgien (Adamo), aus Griechenland (Cordalis, Mouskouri, Roussos), aus Jugoslawien (Radenkovic, Robic), aus der Tschechoslowakei (Gott), aus Norwegen (Myhre), aus Schweden (Malmqvist, früher auch Leander), aus Dänemark (Haenning, Jan & Kjeld), ferner auch aus den USA (Backus, Francis, March, Ramsey) oder aus Israel (Ofarim), u.a. Deutschland war eigentlich seit etwa den 1950-er Jahren das musikalische Schlagerzentrum Europas (was auch in den anderen deutschsprachigen Ländern relativ stark zur Kenntnis genommen wurde), in welchem auch bemerkenswert ein erster bedeutenderer Einschlag von Themen zumindest der Weltmusik in Europa zu vermerken ist (auch etwa Dschinghis Khan oder Rebroff gehören zu solchen Interpreten); in England eben kamen dann freilich die Beatles und die Rolling Stones auf, welche die moderne Musik Europas im Rock- und Popbereich revolutionierten. In Frankreich wiederum entwickelte sich aus dem früheren Variété eine sehr beachtliche Liedermacherkultur der Chansons. Auch in der europäischen Schlagermusik kann man einige Stile nennen, die regional besonders bedeutend waren: z.B. der Fado in Portugal oder der Rembetiko in Griechenland, oder auch Tänze wie der Flamenco in Spanien oder die Polka, v.a. im nördlichen oder nordöstlichen Europa.
Zum (internationalen) deutschen Schlager. Hier noch ein paar lustige Titel aus dem deutschen Schlager, die das grosse Potpurri internationaler Stars im deutschen Schlager auch aufzeigen (u.v.a., teils auch aus den 1970-er Jahren): Bruce Low - Das alte Haus von Rocky Docky, Gitte Haenning - Ich will 'nen Cowboy als Mann, Gus Backus - Da sprach der alte Häuptling der Indianer, Hazy Osterwald - Konjunktur-Cha-Cha, Manuela - Schuld war nur der Boss Nova, Petar Radenkovic - Bin i Radi, Peter Alexander - Die kleine Kneipe, Rudi Carrell - Wann wird's mal wieder richtig Sommer, Siw Malmkvist - Danke für die Blumen, Wencke Myhre - Beiss' nicht gleich in jeden Apfel.
Osteuropa. Die ganze Musik Osteuropas wurde während des Kommunismus im Westen kaum wahrgenommen (diese Kultur war ebenso weit weg für die Westler, oder etwas weiter sogar noch wahrscheinlich, als jene auf den anderen Kontinenten bis in die fernsten Ozeane hinaus: das Einzige, was zu jener Zeit über den eisernen Vorhang in den Westen gelangte, das waren die sowjetrussische Wissenschaft und die sportliche Begegnung, das war fast alles – eine seltsame Sache, in einem seltsamen damaligen Europa, muss man aus heutiger Sicht sagen). Den wahrscheinlich bekanntesten russischen Liedermacher und Musiker der Sowjetunion kennt heute kaum jemand im Westen: Wladimir Wyssozki (aus welcher Zeit die Aufnahme stammt, weiss ich nicht; sein Stil erinnert ein bisschen an das französische Chanson, und er sang auch teils sogar auf Französisch); ein anderer grosser russischer Liedermacher jener Zeit war etwa Bulat Okudschawa (regional besonders erwähnenswert ist in der alten Sowjetunion die Musik von Aserbaidschan, etwa mit Rashid Behbudov oder auch dem Komponisten Uzeyir Hajibeyov). In Ungarn, welches im östlichen Kommunismus als westlichstes Land Osteuropas galt, sind Bands zu nennen wie Illés, Metro oder Omega (letztere später mit einer gewissen Weltresonanz und daher vermutlich die bedeutendste frühe Rockgruppe Osteuropas). Osteuropäische Interpreten, welche den westlichen Sound adaptierten, waren zu jener Zeit eine Minderheit, als Beispiel hier auch Karin Stanek aus Polen (auch zu nennen die Gruppe Czerwone Gitary, manchmal 'polnische Beatles' genannt, die aber erst 1965 gegründet wurde). Zu den wenigen Ausnahme-Erscheinungen, die einen Draht zum Westen hatten, gehörte auch der tschechische Schlagersänger Karel Gott (hier sogar mit einem raren, frühen rockigen Song), der schon relativ früh auch Platten in Englisch und Deutsch einspielte, sowie auch in verschiedenen anderen Sprachen, später auch sogar für Österreich am Eurovision Song Contest teilnahm und einer der bekanntesten deutschen Schlagersänger wurde, und dies alles, obwohl er ein Mitglied der kommunistischen Partei war, notabene (oder vielleicht genoss er auch gerade deswegen ein paar Privilegien); der Volksmusiker Slavko Avsenik (aus dem heutigen Slowenien) wiederum verdankte seine Popularität im Westen wahrscheinlich einem innerkulturellen Interesse der Alpenkultur über alle Grenzen hinweg (abgesehen davon, dass er auch innerhalb der alpenländischen Volksmusik ein absolutes Phänomen ist: wahrscheinlich der populärste Vertreter der Volksmusik überhaupt!). Und dann gab es noch ein paar wenige DDR-Künstler, die man auch in Westdeutschland kannte (der bekannteste ist wahrscheinlich der Liedermacher Wolf Biermann). Aber wie gesagt: das waren nur wenige Ausnahme-Erscheinungen (punkto Popularität im Westen). Die Volks- und Folkmusik wurde allgemein in diesen stark zentralistischen und kulturgesteuerten Staaten regionalisiert und marginalisiert (das Selbe gilt es allerdings auch vom Westen zu sagen, wo die traditionelle Musik von der Schwemme der modernen Musik überschwemmt wurde: hier wie dort hat sich die traditionelle Musik aber trotzdem bis heute auch erhalten, und immer wieder gibt es auch Phasen und Zeiten, wo sie etwas stärker und bedeutender in Erscheinung tritt). Zu den interessanten früheren Folkmusikern in Osteuropa gehört sicher der bosnische Folk- und Schlagersänger Safet Isovic (im Westen auch weitgehend unbekannt geblieben; ebenso etwa auch Tefta Tashko-Koço, eine grosse albanische Sängerin, vielleicht die erste osteuropäische Musik-Diva). Seit der Öffnung des Ostens ist die Musikszene in Osteuropa explodiert fast – der Erfolg von östlichen Gruppen beim Eurovision Song Contest in den letzten Jahren liegt nicht nur an der Quantität der Teilnehmer aus dem Osten, sondern auch an der interessanten und innovativen Musik, die von daher derzeit kommt.
Das Phänomen der Weltmusik. Dieser soll hier der grösste Abschnitt gehören. Für mich gehört heute die ganze Musik der Welt zur Weltmusik. Die Musik tönt überall anders, und ist doch auch irgendwie überall verwandt miteinander (das gilt übrigens auch und sogar für die Volksmusik; ein kleiner Test: Link öffnen, Augen schliessen und raten, aus welchem Land dieses Lied kommt; auch das ist interessant, u.a.). Auch wenn es schon früher auch andere Figuren gegeben hat, die für das Phänomen der Weltmusik stehen können, sind doch drei grosse Figuren am Anfang dieses Phänomens hervorzuheben: Harry Belafonte, Miryam Makeba und Bob Marley. Erst in den 1980-er Jahren etwa stiess die afrikanische Musik auf eine grössere Resonanz und sogar erst in den 1990-er Jahren auch die asiatische und arabische Musik. Nicht vergessen darf man, wie schon erwähnt, den bedeutenden und relativ frühen kubanischen Einfluss (ganz abgesehen davon, natürlich, dass die ganze moderne Musik aus weissen und schwarzen Einflüssen entstanden ist): aber der Chachacha und der Mambo etwa wurden früh, früher als andere Einflüsse, in die westliche Musik integriert und adaptiert. Wie auch immer: heute steht das ganze Feld der Weltmusik offen, und die heutige, zeitgemässe und aktuelle Musik ist auch immer mehr inspiriert von der Musik aller Weltgegenden.
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Opel würde vermutlich nur von wenigen als erste Grösse im Ska genannt, u.a. auch weil er aus Barbados stammt (nicht aus Jamaika).
Er ist aber sicher einer der interessantesten Ska-Interpreten, darber hinaus auch bedeutend in einigen anderen Musikstilen.
Andere (Ska): Don Drummond, Lord Tanamo, Prince Buster, Stranger Cole, The Skatalites ("Garden Of Love").
Der Ska gehört eigentlich zum Beitrag der Weltmusik und wurde auch zu jener Zeit noch kaum wahrgenommen; aufgrund der späteren Bedeutung des Reggaes, bekommt er hier aber eine eigene Kategorie. Jackie Opel war ein Interpret, der sich in vielen verschiedenen Richtungen gut zurechtfand: Ska, R&B, Soul, Gospel oder Calypso (auch: Spouge [ein Stil der modernen Musik auf Barbados: ein ähnlicher Mix von Rock, Reggae und lokalen Rhythmen in den 1960/70-er Jahren, wie etwa in den 1980-er Jahren der Rasin auf Haiti]). Vor allem aber hatte er eine interessant rüde bluesige Soul-Stimme. Die hier aufgeführten Titel gehören nicht alle zum Ska, aber die anderen Titel sind auch erwähnenswert. Der spätere Reggaekönig Bob Marley gehörte nicht zu den allerbedeutendsten Ska-Grössen, oder war jedenfalls in jener Zeit nur einer unter vielen, aber er war schon damals dabei, und dies nicht übel ("One Love", zu erwähnen auch etwa der Song "Simmer Down" mit den Skatalites, und das ist auch eine Rarität und/oder Spezialität: "Judge Not", der erste Marley-Song, 1961: vor 1968 gab Marley solo oder mit seiner späteren Gruppe The Wailing Wailers in sieben Jahren nur gerade zwei Singles und eine LP heraus, der allererstaunlichste Song vom frühen Marley ist aber dieser, welcher für mich, rund zwei Jahre vor der Begründung des Reggaes, der erste Reggaesong ist, einzigartig im Sound jener Zeit von 1966: Marley experimentierte mitten in der Ska- und Rocksteady-Zeit mit Reggae-Rhythmen, als Andere noch gar nicht wussten, was das sein soll, trotzdem, und das ist auch erstaunlich, blieb er länger als Andere dem Rocksteady treu, jedenfalls gibt es wenig von ihm, was in die Kategorie vom Early Reggae fällt, und er stieg relativ spät erst wirklich auf den Reggae um, wobei er dann seinerseits wiederum den Roots Reggae begründete – amazing, und das ist ein absolut unglaublicher Song: das ist eigentlich ein skarhythmischer reggae- und soulinspirierter Rocksteadysong). Auch Jimmy Cliff hatte bereits in der Ska-Zeit einen grösseren Hit ("Hurricane Hatty"), kam aber ebenfalls erst in der früheren Reggaezeit dann wirklich gross heraus. Das Gleiche gilt für andere Grössen des früheren Reggaes, z.B. Desmond Dekker oder The Maytals; sehr bemerkenswert u.a. auch dieser Titel: Millie Small - My Boy Lollipop [1964, eine Art Schlager- und/oder Pop-Ska, speziell ausgerichtet auf den englischen Markt, wahrscheinlich sogar der erste und einzige Welthit der früheren Ska-Musik!]). Interessant auch die Entstehung des Skas: jamaikanische Musiker sagen, sie hätten den Rhythm&Blues aus den USA nachspielen wollen, welcher in der Nachkriegszeit auf Jamaika in den sogenannten Soundsystems (Tanzlokale) gespielt wurde, dies sei aber nicht so ganz gelungen, und daraus sei dann eben der Ska entstanden. Dieser scheint sich indessen aber eigentlich vielmehr an den älteren Jazz anzulehnen, daher ist diese Aussage (u.a.!) etwas verwirrlich. Jackie Opels Bedeutung im Ska wächst, wenn man bedenkt, dass der Reggae aus dem Rocksteady entstanden ist, und dass dieser einen bedeutenden Bezug zum Soul (und daher auch zum Blues) hatte: etwa ab 1959 Ska, 1966 Rocksteady, 1968 Reggae und 1973 Roots Reggae. Eine andere interessante (aber relativ wenig bekannte) Figur zwischen Ska und Rocksteady ist etwa Charlie Organaire ("Little Village", ein vergleichsweise langsamer Ska-Song quasi, und damit eine Vorform vom Rocksteady [1964]). Ich habe mich eine Zeit lang relativ intensiv mit Ska-, Rocksteady- und Reggae-Musik beschäftigt, daher weiss ich einiges darüber. Da der Ska im Westen einiges zu kurz gekommen ist zu seiner Zeit, was später auch für den Rocksteady und den Reggae galt, hier noch ein paar (wenige) weitere gute alte Ska-Songs: Don Drummond - Confucious, Keith and Ken feat. Byron Lee & The Dragonaires - I Won't Let You Go, Ken Boothe & Stranger Cole - Artibella. That's Ska.
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Diese Beiden bringe ich hier aus einer Kindheitserinnerung, denn das war meine allererste Musikplatte.
(Und lange auch die einzige, natürlich: "Banjo Boy" [A] und "Mach doch nicht immer soviel Wind" [B]).
Ich glaube, das ist aus der Plattensendung der Eltern in die Kinderstube gekommen.
Ob aktiv oder passiv weiss ich leider nicht mehr (was für eine Erinnerung!).
Andere (Teenie-Stars): Brenda Lee, Frankie Lymon ("Little Bitty Pretty One"), Judy Garland, Tanya Tucker, The Collins Kids.
Andere (Schlager [Deutschland*]): Drafi Deutscher ("Marmor, Stein und Eisen bricht"), Freddy Quinn, Gitte Haenning, Peter Alexander, Udo Jürgens.
Andere (Schlager [Deutschland II]): Heinz Rühmann, Lale Andersen/Marlene Dietrich, Lizzi Waldmüller ("Berliner Luft"), Willy Fritsch, Zarah Leander.
Andere (Chanson Frankreich): Boris Vian, Edith Piaf, Georges Brassens, Gilbert Bécaud ("Nathalie"), Maurice Chevalier.
Andere (Schlager Europa): Domenico Modugno, Georg Malmsten, Grigoris Bithikotsis ("Ti na sou kanei mia kardia" ), Pepe Pinto, Vera Lynn.
Andere (Opernstars): Enrico Caruso ("La Donna e Mobile"), José Carreras, Luciano Pavarotti, Maria Callas, Placido Domingo.
* Siehe auch in der Rubrik 'World Music'.
Wenn man einen grossen Star aus der Countrymusik nennen muss, würden wahrscheinlich viele Cash nennen.
Zurecht, wie ich meine: für mich einer der ganz Grossen der modernen Musik.
Andere (Country): Bill Monroe, Hank Snow, Hank Williams, Jimmie Rodgers, The Carter Family ("Wildwood Flower" )*.
Andere (Country II): Jean Shepard ("Satisfied Mind"), Loretta Lynn, Porter Wagoner, The Dillards, The Stanley Brothers.
Andere (Western): Dean Martin ("My rifle, my pony and me"), Gene Autry, Rex Allen, Roy Rogers, Tex Ritter.
* Dies war der erste Superhit der US-Country-Musik.
Die Single verkaufte sich zwischen 1928 bis 1929 über eine Million mal.
Und sie wurde bis in die 1960-er Jahre gepresst.
Special: Blue Yodeling.
* Rodgers war der erste grosse Star der Countrymusik und auch der Begründer des Blue Yodelings (" Blue Yodel Nr.1").
Dies ist eine Form des alpenländischen (schweizerischen) Jodelns in der US-Countrymusik, die sogar im Mainstream stattfand.
Weitere: Cliff Carlisle, Elton Britt, Kenny Roberts, Wilf Carter, Yodeling Slim Clark (" I Miss My Swiss"**).
Interessant ist auch dies: DeZurik Sisters (" Arizona Yodeler").
** Leider derzeit offenbar nicht mehr verfügbar; vielleicht kommt's mal wieder: ein sehr lustiger Song.
Hier gibt es erst einmal andere Versionen: von Wilf Carter oder Kenny Roberts.
Erstaunlicherweise ist das in der Schweiz kaum bis gar nicht bekannt.
Zumal sich unter den Blue Yodelers auch noch berühmtere Namen befinden,
die zu den absoluten Grössen der US-Country-Musik gehören,
wie etwa Hank Snow oder Gene Autry (u.a.).
Meist wird im Blue Yodeling der echte Jodel ein bisschen verfälscht bzw. vereinfacht.
Es gibt aber auch Beispiele von echten Jodlern in diesen Songs.
Natürlich kann in der Schweiz nicht jeder jodeln, wie hier teils fast behauptet wird, sondern: das ist ein Klischee, aber item.
Der Schweizer Jodel fand auch Eingang etwa in die musikalische Tradition in Kanada, Australien oder Neuseeland.
Verschiedene Formen des Jodelns sind nicht nur in den Alpen bekannt, sondern auf der ganzen Welt.
Das Alpenjodeln ist aber sicher die bekannteste Form.
In der Musik ist immer wieder von Stars und Superstars die Rede: Armstrong war wahrscheinlich der allererste solche.
Ohne den grossen Starkult späterer Musiksterne freilich. Sein Einfluss auf die weitere moderne Musik ist unermesslich.
Andere (Jazz): Charlie Parker, Dave Brubeck ("Take Five" ), Miles Davis, Original Dixieland Jazz Band, Stan Getz.
Andere (Jazz II): Bix Beiderbecke, Coleman Hawkins, Modern Jazz Quartet, Sidney Bechet ("Petite Fleur"), Thelonious Monk.
Lys Assia ging in die Musikgeschichte ein als erste Gewinnerin des Eurovision Song Contest (1956).
Andere (Schweiz): Geschwister Schmid, Hazy Osterwald, Jost Ribary ("Steiner Chilbi"), Teddy Stauffer, Vico Torriani.
Special: frühe moderne Musik und ältere Volksmusik in der Schweiz.
In der Schweiz dominierte langezeit die volkstümliche Musik, mit eher regionalen Grössen, ehe zuerst der Swing-Einfluss aus den USA bedeutend wurde (Geschwister Schmid, Teddy Stauffer, Hazy Osterwald) und dann auch der neuere Schlagereinfluss aus Deutschland und dem übrigen Europa (Lys Assia, Vico Torriani). Die Geschwister Schmid (u.a. mit dem Margritli-Lied) waren in den 1940er- und 1950er-Jahren die ersten (auch international) bekannten Schweizer Gesangsinterpreten der Unterhaltungsmusik; vieles von dem, was wir heute schon fast als ganz alte Oldies betrachten, stammt eigentlich aus einer leicht späteren Zeit, als diejenige, die ich hier hauptsächlich betrachte (inkl. etwa Mani Matters oder Dieter Wiesmanns Chansons, die erfolgreichen Ulk-Lieder des Trio Eugsters, Ruedi Walters Lied aus der Niederdorfoper, Das Frau-Stirnimaa-Lied der Minstrels oder sogar auch Ruedi Rymanns Schacher-Seppli, u.a.). Zu den älteren oder ältesten bzw. 'uralten' Schweizer Hits gehört hingegen das nationalistische Soldatenlied "Gilberte de Courgenay" (1941, komponiert von Hanns In der Gand, eigentlich: Ladislaus Krupski, 1917, gesungen hier vom deutschen Immigranten Erwin Kohlund). Zu nennen ist in der alten Schweizer Musik auch die bedeutende Volksliedersammlung "Im Röseligarte" von Otto von Greyerz (1908). Als bedeutendstes Volkslied der französisch sprachigen Westschweiz gilt "Lyoba - Le Ranz des Vaches" (auch schon mal als inoffizielle Nationalhymne der Romandie bezeichnet [der Komponist und die Entstehungszeit sind unbekannt]). Dies ist vermutlich der bekannteste Kuhreihen auch, was recht bedeutend ist, da der Kuhreihen zu den ältesten Formen von einer bekannten Schweizer Volksmusik gehört (belegt seit 1545, mit dem ältesten bekannten Kuhreihen: "Appenzeller Kureien Lobe lobe"). Aber es benötigte schon die Beatles, um die Schweiz musikalisch ein bisschen zu wecken (und dann vergingen erst noch ein paar Jahre, bis das wirklich geschah, mit Gruppen wie Les Sauterelles* in Zürich oder Span und Rumpelstilz (mit Polo Hofer) im Aufkommen des Berner Mundartrocks, die am Anfang der neueren Musik in der Schweiz stehen). Hier noch eine ältere Aufnahme der Schweizer Volksmusik (Stump/Betschart, zw. 1911-1914 [die Herkunft der Schweizer Volksmusik ist ungeklärt, wozu zu sagen ist, dass die alpenländische Volksmusik nicht ein rein schweizerisches Phänomen ist, sondern ein alpenländisches eben, welches vermutlich oder bestimmt in Verbindung auch steht mit der übrigen früheren Volksmusik Europas; abgesehen davon hat aber die Schweizer Volksmusik natürlich auch ihre Eigenheiten]). P.S. Über das Jodel-Phänomen im US-Country, u.a.: siehe oben.
* Die 1962 gegründete Gruppe Les Sauterelles war die erste erfolgreiche moderne Band der Schweiz. Anfangs orientierte sie sich an The Shadows (hier die erste Single 'Hongkong', die 1965 bereits ein Nummer-1-Hit in der Schweiz war), später an The Beatles (u.a. mit ihrem grössten Hit 'Heavenly Club', 1968 [die Gruppe wurde auch 'Swiss Beatles' genannt]). Eigentlich spielte sie, obwohl man diese Musik in der Schweiz damals noch als Provokation empfand, ziemlich brav die englischen Vorbilder nach; ganz klar: die Briten setzten im damaligen volksmusik- und schlagerbetonten Europa die Akzente (in den anderen Ländern wurde die Musik erst später etwas innovativer, etwa mit und nach der 1968-er Bewegung).
Dass es Schweizer Musiker selbst in der Schweiz nicht leicht haben, zeigt eine Umfrage des Schweizer Fernsehens über die Lieblingsstimmen der Schweizer: 1. Whitney Houston, 2. ABBA, 3. Adele, 4. Céline Dion, 5. Freddy Mercury, 6. Tina Turner, 7. Elvis Presley, 8. Amy Winehouse, 9. Johnny Cash, 10. The Beatles (Sendung: 'Gipfelstürmer', 19.1.2013; in einer anderen Sendung, vom 20.10.2013, wurden die schönsten Schweizer Lieder erkoren, und hier hatten die Oldies gegenüber neueren Sachen keine Chance: 1. Heaven - Gotthard, 2. Ewigi Liebi - Mash, 3. I schänke dir mis Härz - Züri West).
Mahalia Jackson ist natürlich der Inbegriff der Kraft der Gospelmusik.
In der Geschichte der modernen Musik wird dieser Bereich nicht selten vergessen (zu Unrecht, wie ich meine).
Andere: The Fisk Jubilee Singers, The Golden Gate Quartet, The Harmonizing Four, The Pilgrim Jubilees, The Swan Silvertones ("Saviour Pass Me Not").
Wen sollte man im Blues gross herausheben: Waters hat vielleicht den klangvollsten Namen, was aber schwierig zu sagen ist.
Andere Blues-Interpreten erscheinen aber ebenso bedeutend (und mein eigentlicher 'Geheimtipp' wäre Willie Dixon).
Andere (Blues): Charley Patton, Elmore James ("Dust My Broom" ), John Lee Hooker, Robert Johnson, Willie Dixon.
Andere (Blues Women): Bessie Smith, Billie Holiday, Dinah Washington (siehe oben), Ella Fitzgerald, Ethel Waters ("Stormy Weather").
Andere (Rhythm & Blues): Ben E. King, Charles Brown, Lionel Hampton, Louis Jordan, Ray Charles ("What I'd Say").
* Belle Epoque im engeren Sinn: etwa 1884-1914 (musikalisch aber bis in die 20-er und 30-er Jahre).
Kaum zu glauben, dass Reutter über längere Zeit fast ein bisschen vergessen ging.
Er ist wahrscheinlich der bedeutendste Interpret des früheren kabarettistischen Schlagers.
(Und vielleicht auch der grösste in dieser Sparte bis heute.)
Andere (Belle Epoque Europa): Josephine Baker, Lizzi Waldmüller, Tino Rossi, Willy Fritsch, Yvonne Printemps ("Plaisir d'amour").
Andere (Belle Epoque England): George Formby, Harry Champion, Jack Buchanan, Marie Lloyd ("Every Little Movement..."), Vesta Tilley.
Andere (Belle Epoque USA): Al Jolson, Annette Hanshaw ("Happy Days Are Here Again"), Frances Langford, Irene Dunne, Vernon Dalhart.
Andere (Humor [deutschsprachig]): Comedian Harmonists ("Veronika, der Lenz ist da"), Ferdl Weiss, Hermann Leopoldi, Karl Valentin, Theo Lingen.
In der frühen Zeit, vor der grossen Zeit des Radios und der Schallplatten, waren die Komponisten teils fast bekannter als die Interpreten.
Hier eine Liste mit alten Songschreibern und Liedern der USA (teils mit Musikbeispielen).
* Original von Neil Sedaka.
Anka gehört (zu Unrecht) vielleicht nicht zu den allergrössten Namen jener Zeit (wahrscheinlich weil er Kanadier ist und nicht US-Amerikaner).
Tatsächlich stammt Sinatras grosser Welthit "My Way" aus der Feder von Anka (selber interpretiert hat er diesen Titel erst später).
Nun kann man sich darüber streiten, welche Interpretation die bessere ist: irgendwie ist es halt doch der Song von Sinatra.
Andere (Rock'n'Roll-Balladen): Don Gibson, Neil Sedaka, Ritchie Valens, Roy Orbison, The Everly Brothers ("All I Have To Do Is Dream")*.
Andere (Rock'n'Roll Europa): Cliff Richard (siehe oben), Johnny Hallyday, Peter Kraus, Ted Herold, The Allisons ("Are You Sure" ).
* In dieser Kategorie ist mir die Auswahl am Schwersten gefallen, denn die waren ja alle wirklich grossartig.
Daher bekommen sie alle hier ihren Song: Don Gibson - Sea Of Heartbreak, Ritchie Valens - Donna, Roy Orbison - Only The Lonely.
Und einer, der hier auch nicht fehlen darf, ist Bobby Helms, z.B. mit seiner Ballade Hurry Baby, oder mit dem Weihnachtslied Jingle Bell Rock.
Yes indeed, that was rock'n'roll - once upon a time ago. Die Rockballaden spielen eine wichtige Rolle bis heute (Tendenz leider eher abnehmend).
P.S. Diesen Song habe ich früher zuerst einmal auch dieser Kategorie und Zeit zugerechnet: Oh Diane.
Was aber nicht sein konnte, denn der Song stammt von Fleetwood Mac. Eine schöne Hommage an die Rock'n'Roll-Balladen (1982).
Nelson gilt als einer der ersten grossen Teenie-Stars (und er verband den Rock'n'Roll bedeutend mit der Countrymusik).
Erstaunlich, dass Nelson heute zu den eher fast ein bisschen vergessenen Grössen des Rock'n'Rolls zählt (he was really great!).
Wenn einer der alten Rock'n'Roller den Titel eines 'James Dean des Rock'n'Rolls' verdient hätte, dann wäre es Ricky Nelson, ohne Zweifel.
Cooke ist ein Phänomen, v.a. aber ist er vermutlich der grösste Soul-Interpret aller Zeiten.
Gross geworden ist er, was vielleicht die Wenigsten wissen, mit der Gospelgruppe The Soul Stirrers.
Aus dieser Zeit dieses schöne Lied: Must Jesus Bear That Cross Alone.
Andere (Soul): Aretha Franklin, Brook Benton, LaVern Baker, Percy Sledge ("When A Man Loves A Woman"), Solomon Burke.
Mit den Beach Boys und ihrem Surf Rock begann vielleicht eine zweite Phase der Rockmusik (nach dem frühen Rock'n'Roll).
Der Surf Rock (und auch der Doo Wop, siehe unten) waren sehr bedeutend für die ganze spätere Entwicklung der Rock- und Popmusik.
Andere (Surf Rock): Dick Dale, Freddy Cannon*, Jan & Dean ("I Found A Girl"), Ronny & The Daytonas, The Bel-Airs.
* Cannon gehörte zu den ersten Vertretern des Surf Rocks, bereits drei Jahre vor der ersten Single der Beach Boys ("Okefenokee").
Die Freunde der heutigen härteren Rockmusik dürften sich teils nicht sonderlich für den Surf-Beach-Party-Rock der Beach Boys interessieren.
Der Surf-Rock hat aber wesentlich zur Herausbildung des Hardrocks beigetragen; das zeigt dieser Song: Dick Dale - Surf Beat (1963).
Andere Vorläufer des Hardrocks sind etwa (u.v.a.): Link Wray - Rumble (1958) oder James Cotton - Cotton Crop Blues (1954).
Die Schwarzen waren bedeutend mit dem Blues, aber auch etwa mit Chuck Berry oder Bo Diddley und später natürlich Jimi Hendrix.
Vielleicht könnte man sagen, dass Surf Beat und Blues Rock zusammen den Hardrock ergeben haben (eine etwas einfache Formel).
Die Beatles revolutionierten die moderne Musik in Europa, die zuvor stark schlagerbetont war.
Der Beat-Sound war eine Mischung eigentlich aus Schlager- und (Surf-) Rock-Musik.
Bedeutend waren die Beatles in der Folge v.a. auch für die Herausbildung der (europäischen) Pop-Musik.
Andere (Beat): The Animals, The Byrds, The Hollies, The Rolling Stones ("Come On" ), The Tremeloes.
Andere (Garage-Rock & Proto-Punk): The Kinks, The Sonics ("Psycho"), The Troggs, The Who, Them.
Mersey Beat: Gerry & The Pacemakers, The Fourmost, The Merseybeats, The Searchers ("Don't Throw Your Love Away"*), The Swinging Blue Jeans.
* Original von The Orlons.
Ferner:
Die Entstehung der moderneren Rockmusik kann bei der Entstehung der Surf- und Beat-Musik gesehen werden.
Ein sehr bedeutende Zeitpunkt in der Geschichte der (spät-) modernen Musik: 1962/63 ff.
Und es war eben jene Zeit auch, in welcher der Rock'n'Roll aus den USA nach Europa kam.
Hier die drei bedeutendsten Bands, u.a., je mit dem Datum ihrer ersten Platte.
The Beach Boys - Surfin' Safari (1./29.10.1962* - US 32).
The Beatles - Love Me Do (5.10.1962 - UK 17).
The Rolling Stones - Come On (7.6.1963 - UK 21).
* Zuerst Album dann Single.
Der Beat bestimmte die Musik der 1960-er Jahre, und erst wenn man all diese Bands hört,
versteht man die grosse Bedeutung der Beatles und der Stones für die nachfolgende Musik.
Weitere interessante Bands der 1960-er sind etwa: The Monkees, The Seeds, The Stooges, The Yardbirds, The Zombies (u.v.a.).
Die Beat-Musik war in der halben Welt erfolgreich: in der Schweiz übernahmen Les Sauterelles die Rolle der 'Swiss Beatles'.
Interessant z.B. vielleicht auch diese (etwas weniger gross bekannten) Bands: Afterglow, Blue Cheer oder The Open Mind.
(Alle diese Bands mit einem für die späteren 1960-er Jahre typischen Hang ins Psychedelische.)
Interessant ist auch etwas dies: The Castaways - Liar Liar (1965, eigentlich 68-er Sound).
Weitere bedeutende Entwicklungen waren der Hardrock (wichtig dafür etwa The Doors mit "Light My Fire", 1967),
während 1968 die drei bedeutendsten Bands der ersten Hardrockwelle gegründet wurden: Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin,
und in den frühen 1970-er Jahren kam dann der (Euro-) Pop auf, mit ABBA 1972/73, vorher aber bereits mit Middle Of The Road (1971).
Ich habe hier einen Zeitraum betrachtet bis etwa 1965.
The Five Satins sind vielleicht eine der interessantesten Gruppen des Doo Wop.
Dieser Stil zeichnet sich aus durch Gesangsgruppen nach A-Cappella-Art, allerdings hinterlegt durch popige/funkige Musik.
Der Doo Wop war, was heute manchmal vergessen geht, für die Entwicklung der Popmusik ebenso bedeutend wie der Rockmusik.
Andere (Doo Wop [black]): The Del-Vikings ("Come Go With Me"), The Drifters, The Harptones, The Penguins, The Platters.
Andere (Doo Wop [white]): Danny & The Juniors, Dion & The Belmonts, Frankie Valli & The Four Seasons ("Sherry"), The Deltones, The Mello-Kings.
Andere (Early-Pop-Girlgroups): The Chordettes ("Lollipop"), The Crystals, The Marvelettes, The Ronettes, The Supremes.
Andere (Early Pop): Alvin and The Chipmunks, Chubby Checker, Dee Dee Sharp, Gene Chandler ("Duke of Earl"*), Little Eva.
Andere (A-Cappella-Gruppen [diverse]): The Andrew Sisters, The Boswell Sisters, The Brox Sisters, The Mills Brothers ("I Heard" ), The Revelers.
Andere (Chormusik): Don Cossack Choir ('Ich bete an die Macht der Liebe'), Le Mystère des Voix Bulgares, Red Army Choir, Wiener Sängerknaben.
* Bekannter ist wahrscheinlich die Pop-Version der Gruppe Darts (1979).
Kleine musikalische Zeitreise: After The Ball.
The Great Old Song, so wird dieses Lied manchmal bezeichnet: Charles K. Harris - After The Ball. Das war der erste Millionenhit der Schallplattenindustrie (in verschiedenen Versionen: die erste erfolgreiche Version stammt von Irene Dunne), komponiert in der Zeit der Belle Epoque 1891/92 von Charles K. Harris, und also der grosse oder grösste Hit jener Zeit, in welcher sich die (Mainstream-) Musik irgendwo zwischen Operette, Kabarett (im französischen Sinn: Tingeltangel-Cabaret bzw. -Variété) und Schlager bewegte. Erstaunlich, dass dieser Song heute, zumindest in Europa, kaum bekannt ist. Die nachfolgende Welle der moderneren Musik hat dies alles vergessen gemacht.
Der King der Schnulze und der Master des Ragtimes. Auf dieser Website gibt es noch ein paar andere Hörproben von Klavierstücken, die Harris geschrieben hat: 'King Of The Tear Jerker' (dt. König der Schnulze) – sowie auch von einigen anderen in den USA bekannten Liedern aus den 1800-ern bis 1920-er Jahren. Auch das ist legendär: "James P. Johnson - The Charleston" (1925). Dieser Song begründete den gleichnamigen Tanz, der (zusammen mit dem Foxtrott) etwa zwischen dem moderneren Walzer und dem Swing populär war. Die berühmte Sängerin und Tänzerin Josephine Baker führte diesen Tanz auch in Europa ein. Mehr als legendär wahrscheinlich: "Scott Joplin - The Entertainer" (1902 - Ragtime Piano, interessant auch etwa dieses Stück von Joplin: "Pineapple Rag"). So etwas wie Hymnen der Stummfilmzeit auch fast. Und hier noch eines der bekanntesten Stücke aus dem Dixieland-Jazz: "Original Dixieland Jazz Band - Livery Stable Blues" (1917). Zur Jazzmusik muss man sagen, dass sie in ihren Ursprüngen nicht eine pure schwarze Musik ist, wie man vielleicht meinen könnte: ein wichtiger Einfluss kam etwa von der französischen Marschmusik (daher war auch New Orleans das bedeutendste frühe Zentrum der Jazzmusik und gilt noch heute als Jazz-Metropole); diese Musik wurde bei offiziellen Anlässen gespielt, und die Schwarzen haben sie adaptiert und umgeformt für ihre eigenen Anlässe (das ist ein wichtiger Faktor in der Geburtszeit des Jazz). Zur Urzeit des Jazz gehören etwa die sogenannten Marching Bands oder Street Bands. So ist also die klassische Musik Europas, aus welcher die Marschmusik hervorgegangen ist, auch mitverantwortlich für die ganze Entwicklung in der modernen Musik.
Das Jahrhundert der Musik. Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der Autos (even flying cars!), des Films... und der Musik (später natürlich auch noch des Computers und des Internets: ein wahrhaftig sehr bewegtes Jahrhundert!). Zeitlich reicht diese kleine Oldies-Tour also etwa vom moderneren Walzer bis zu den (frühen) Beatles (ich habe unterschieden in ältere und neuere Oldies und widme mich hier den etwas älteren). Für alles hat es nicht Platz, aber das Meiste vom Wichtigen ist hier dabei. Eine Ausnahme bildet vielleicht etwa der Rhythm&Blues. Diese Stilrichtung ist aber auch relativ schwierig zu definieren (sie gilt eigentlich eher als Sammelbezeichnung der späteren schwarzen populären Musik bzw. des Mainstreams der schwarzen Unterhaltungsmusik, mit einer grossen Vielfalt verschiedener Stile und der Kombination derselben [bis etwa der Funk diese Rolle übernahm]). Natürlich ist die Sache ein bisschen US-lastig: die Musik aus den USA war ja auch in der Weltmusik sehr prägend überhaupt im 20. Jahrhundert*, daher erscheint das auch gerechtfertigt (man könnte noch viele Interpreten aus aller Welt anführen, die in ihrem Kulturkreis eine gewisse Berühmtheit hatten, aber ich wollte hier die grössten Welthits und ein paar wenige etwas speziellere Sachen anführen). Und wie gesagt: in der Musik geht es oft um Themen wie Freiheit, Liebe oder Lebenslust (und -schmerz), also Themen, die in der Politik eigentlich nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen – vielleicht hat die Musik gerade deswegen auch eine politische Botschaft. Mehr noch ist die Musik, oder bedeutende Teile von ihr, wie eigentlich bedeutende Teile der ganzen 'Kultur', u.a. auch so etwas wie ein Mittel des Widerstandes gegen die ganze Unbill und Ungerechtigkeit, welche einem diese Menschengesellschaft leider immer noch und immer wieder entgegenbringt; dies gilt gerade und in einem recht hohen Mass für die moderne Musik. Viele Lieder handeln eigentlich von Zuständen, die sich verändern sollten, leider aber nicht verändern, und von Gefühlen, die ansonsten kaum einen bis gar keinen Ausdruck in dieser Gesellschaft finden würden. Musik ist auch deswegen ein gutes Kontrastprogramm zur Politik, weil es das Zuhören fördert: etwas, was man in der (heutigen) Politik weitestgehend vermisst. Der moralisch-politische Philosoph Konfuzius schätzte übrigens die Bedeutung der Musik als sehr hoch ein (sicher hat er dabei nicht an Rock-, Pop- oder Reggaemusik gedacht, aber trotzdem).
* Der Grund dafür ist vielleicht nicht so leicht ersichtlich. Es ist nicht nur die politische und ökonomische Rolle, welche die USA v.a. nach dem Zweiten Weltkrieg spielte, sondern: es ist v.a. die Tatsache, dass der Westen schon viel länger stärker kulturell verbunden war, als dies in anderen Weltgegenden der Fall ist, wo früher und teils bis heute noch ein sehr stark nationales (und eigentlich sogar eher regionales bzw. lokales) Denken vorherrscht (das war auch innerhalb von Grossräumen so, wie etwa dem kommunistischen, dem muslimischen, dem indischen oder dem chinesischen Kulturraum, notabene [nicht unbedeutend in dieser Hinsicht ist natürlich auch die Verkehrs- und Kommunikationstechnologie zu erwähnen]). Der Westen ist dagegen schon länger zu einem gewissen Teil international ausgerichtet. Daher hat sich die westliche Kultur auch derart stark in den Vordergrund gestellt im 20. Jahrhundert (und in derselben vorab die US-Kultur). Heute, wo auch in anderen Weltgegenden vermehrt ein internationales Denken aufkommt, und in Zukunft, dürfte sich dies ändern, und wie wir bereits relativ deutlich erkennen können, ist die (Welt-) Kultur im Allgemeinen heute internationaler und vielschichtiger geworden.
Klassische Komponisten, die in die hier betrachtete Zeit gehören (etwa 1850 bis dato). Robert Schumann (1810-1856), Franz Liszt (1811-1886), Richard Wagner (1813-1883), Giuseppe Verdi (1813-1901), Johann Gottfried Piefke (1815-1884), Jacques Offenbach (1819-1880), Bedrich Smetana (1824-1884), Anton Bruckner (1824-1896), Johann Strauss (Sohn, 1825-1899), Johannes Brahms (1833-1897), Georges Bizet (1838-1875), Modest Mussorgski (1839-1881), Piotr Tschaikowski (1840-1893), Antonin Dvorak (1841-1904), Edvard Grieg (1843-1907), Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908), Giacomo Puccini (1858-1924), Gustav Mahler (1860-1911), Claude Debussy (1862-1918), Richard Strauss (1864-1949), Jean Sibelius (1865-1957), Franz Léhar (1870-1948), Sergei Rachmaninow (1873-1943), Maurice Ravel (1875-1937), Ottorino Respighi (1879-1936), Bela Bartok (1881-1945), Igor Strawinsky (1882-1971), Uzeyir Hajibeyov (1885-1948), Othmar Schoeck (1886-1957), Sergei Prokofiew (1891-1953), Arthur Honegger (1892-1955), Carl Orff (1895-1982), Paul Hindemith (1895-1963), George Gershwin (1898-1937), Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), Leonard Bernstein (1918-1990), Karlheinz Stockhausen (1928-2007). Ich habe auch hierzu ein paar wenige Links gesetzt, die vielleicht interessant sind (u.v.a.). Vielleicht sollte man sich etwas mehr mit der Klassischen Musik beschäftigen (immerhin wäre das auch ein recht interessantes Thema). Dass der Übergang von der klassischen zur modernen Musik fliessend sein kann, zeigt gerade etwa das oben aufgeführte Beispiel von Scott Joplin (1867/68-1917), auch 'King of Ragtime' genannt, der sich offensichtlich mit klassischer Musik beschäftigt hat (wie auch andere moderne Musiker teils, natürlich), und den man in der Liste der Komponisten von klassischer Musik eigentlich auch anführen könnte.
P.S. Auch auf dieser Seite kann es immer mal einen Link geben, der nicht mehr funktioniert: das Internet ist teils ein recht schnellebiges Ding, und gerade die Musikvideos verschwinden halt manchmal wieder, weil der entsprechende Youtube-Nutzer das Video entfernt hat (und ich höre mir all diese Titel natürlich auch nicht jeden Tag an, und überprüfe die Links auch nicht jeden Tag, sondern nur von Zeit zu Zeit). Es ist also hierbei etwas Nachsicht geboten (letzte Linküberprüfung mit dem W3C-Link-Checker am 3.5.2013). Gute Songs zum Anhören hat es ja auf jeden Fall genug auf dieser Seite, so dass einen manchmal fast ein bisschen Nostalgie überkommen könnte. Aber ich kenne ein gutes Rezept dagegen: wenn sich die Nostalgie zu sehr breit macht bei mir, dann stelle ich mir einen Menschen vor, der sich in 100 Jahren vielleicht mit viel Nostalgie an unsere heutige (und überhaupt an die gute alte) Zeit erinnert. Wie absurd! Oder grotesk. Und dann vergeht einem das sofort wieder.
Klingelton für Handy aus Youtube-Video. Es geht ganz einfach online, man benötigt dazu drei Schritte. 1. youtube-mp3.org: mit dieser Website lässt sich ein Youtube-Video in eine mp3-Audiodatei umwandeln, 2. cutmp3.net: mit dieser Website kann man Audiodateien schneiden (den gewünschten Bereich auf der mp3-Datei im Browser für den Klingelton aussuchen [genaues Zeitintervall vormerken]), 3. makeownringtone.com: mit dieser Website kann man mit einigen Zusatzeffekten Klingeltöne machen. Aufs Handy laden und fertig (zuerst aber natürlich noch überprüfen, ob das eigene Handy mp3-Dateien abspielen kann [die meisten Handys können das heute]). Es gibt auch Converter, welche direkt aus Youtube-Videos einen Klingelton machen, für diejenigen, die es ein bisschen rascher haben möchten, ich habe aber bisher noch keinen gefunden, der alle Schritte präzise durchführt und auch gleich viele Effekte bietet dazu (allerdings habe ich auch noch nicht alle ausprobiert, hier ein Beispiel: madringtones.org [mit der 3-Schritt-Methode hat man nebst dem Klingelton auch die ganze Audiodatei gespeichert: das ist hier nicht der Fall; wenn man das ganze File nicht benötigt, kann man auch Schritt 1 und 2 mit diesem Editor machen, und dann mit Schritt 3 noch die Verfeinerung]). Professional: Wer sich noch irgend etwas dazu mixen (oder allenfalls die Qualität etwas verbessern) möchte, kann den Myna-Sound-Mixer dazu verwenden. Natürlich geht das nicht nur mit Musik-Videos, sondern auch mit Text-Videos: von einem Gedicht von Goethe bis zu einer Rede von Obama ist alles möglich.
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Wer Lust hat auf noch mehr Oldies, der kann bei Yamelo noch etwas in der Plattenkiste weiterstöbern (1960-er bis dato, also auch mit älteren Oldies, über die hier betrachtete Zeitspanne hinaus). Ich möchte hier noch kurz die Entwicklung nach 1965 nachvollziehen, in zehn Schritten/Richtungen (die sich natürlich teils auch überschneiden; gerade die aktuelle Musik zeichnet sich immer stärker durch eine Überschneidung verschiedenster Sparten aus). Zu jedem Bereich habe ich zehn Interpreten (u.v.a.) angeführt, damit man die einzelnen Stile ein bisschen einordnen kann (was nicht überall so einfach ist, wie man es vielleicht meinen könnte).
1. Flowerpower/1968-er/Hippie/Woodstock/Psychedelic: dies war die ganze Bewegung rund um das Woodstock-Festival 1969 (obwohl man immer von der 1968-er Generation spricht), das bedeutendste Konzert der modernen Musik überhaupt (es war eine experimentelle Phase die nachfolgende Musik in allen Bereichen stark prägte). Interpreten: Bob Dylan, Canned Heat, Donovan, Jefferson Airplane, Joe Cocker, Pete Seeger, Scott McKenzie, Simon & Garfunkel, The Doors, The Mamas & The Papas.
2. Funk, eigentlich fast ein Sammelbegriff für neuere schwarze US-Musik, jedenfalls beeinflusste der Funk diese bis heute. Als Begründer des Funks gilt James Brown, aber auch Jimi Hendrix (so etwas wie der letzte grosse schwarze Rockmusiker auch*) spielte teils funkige Songs. Interpreten: (Rufus &) Chaka Khan, Curtis Mayfield, Earth Wind & Fire, Herbie Hancock, James Brown, Jimi Hendrix, Kool & The Gang, Prince, Sly & The Family Stone, The Isley Brothers.
* Im Grössenvergleich mit frühen schwarzen Rockstars wie Chuck Berry, Bo Diddley oder Fats Domino im alten Rock'n'Roll, u.v.a. Nicht zuletzt deswegen gehört Hendrix vielleicht auch zu den grössten Legenden der modernen Musik. Im Zusammenhang mit Hendrix ist auch etwa von Funk Rock die Rede; dazu kann man vielleicht später noch einen Interpreten wie Lenny Kravitz nennen.
3. (Hard-) Rock. Wie der schwarze Funk wurde auch der Hardrock in der Flowerpowerzeit begründet, wovon Bands der ersten Hardrockgeneration wie Black Sabbath, Deep Purple oder Led Zeppelin zeugen (später entwickelten sich aus dem Hardrock weitere eigenständige Bereiche, wie etwa der Punk [mit Bands wie Sex Pistols, The Clash oder The Jam] oder der Heavy Metal [mit Bands wie Judas Priest, Iron Maiden oder Dio]). Interpreten*: AC/DC, Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin, Pink Floyd, Rory Gallagher (& The Taste), Queen, Status Quo, The Rolling Stones, Uriah Heep.
* Eigentlich gehören hierzu auch etwa Interpreten wie Bruce Springsteen oder Billy Bragg, denn eigentlich muss man alle nachfolgende Rockmusik fast als Hardrock bezeichnen [im Gegensatz oder Vergleich zum früheren Rock'n'Roll]; auch nennen müsste ich in dieser Sparte als kleine Hommage die Lieblingsband meiner Jugendzeit: das war Big Country (für mich immer noch die beste Rockgruppe aller Zeiten, natürlich, auch wenn die Gruppe nach den ersten zwei Alben bereits in der öffentlichen [Mainstream-] Einschätzung etwas untergetaucht ist).
4. Pop. Die grösste Gruppe des Pops war natürlich ABBA, die erste vermutlich aber, wenn man den Pop als ein eher europäisches und schlagerbetontes Phänomen auffassen will, Middle Of The Road! (diese Band zeigt, dass auch diese Musik aus der Flowerpowerzeit herausgewachsen ist, wie alle moderne Musik nach 1968 eben). So wie die Rolling Stones die nachfolgende Rockmusik entscheidend geprägt haben, waren es vielleicht die Beatles, welche die spätere Popmusik geprägt haben*. Interpreten: ABBA, Bay City Rollers, Britney Spears, Cliff Richard, Elton John, Kylie Minogue, Luv', Middle Of The Road, Sailor, Showaddywaddy.
* Natürlich sind auch die Rock- und die Popmusik nicht immer und überall so klar gegeneinander abgrenzbar, und so gibt es auch viele Bands die sich irgendwo dazwischen bewegten. Interessante Beispiele dafür sind vielleicht ebenfalls kultige Bands wie Slade, Smokie, Suzi Quatro, T-Rex oder The Sweet (u.v.a., auch Queen gehört vielleicht eher in diese Kategorie).
5. Reggae. Die jamaikanische Musik ging ihren eigenen Weg (mit Ska, Rocksteady und Reggae), und langezeit wurden nur ein paar wenige Aushängeschilder beachtet; erst mit dem Internet eigentlich findet die ganze Bandbreite der modernen jamaikanischen Musik ihre gebührende Beachtung. Interpreten: Bob Marley (& The Wailers), Desmond Dekker, Israel Vibration, Jimmy Cliff, Johnny Clarke, Johnny Osbourne, Peter Tosh, Sizzla, The Skatalites (Ska), U-Roy.
6. Disco. Man könnte meinen, die Disco-Musik sei aus dem Pop heraus entstanden, tatsächlich weist aber die eigentliche oder ursprüngliche Disco-Musik eigentlich eher einen funkigen Groove auf (die spezielle Richtung des Italo Discos ist in dessen Anfängen bereits vom New Wave beeinflusst). Interpreten: Baccara, Bee Gees, Boney M., Chic, Donna Summer, Gazebo, Hot Chocolate, Sister Sledge, Tina Turner, Village People.
7. New Wave. New Wave ist ein sehr weiter Begriff eigentlich: vermutlich ist der New Wave aus der experimentellen Rockmusik heraus entstanden (weswegen man auch einige Vertreter dieser Richtung hier aufführen kann), verbunden mit Popelementen; oft gehört auch ein mehr oder weniger schrilles Outfit und eine Art popig-psychedelischer Hintergrund dazu (zu dieser Richtung gehört auch die Neue Deutsche Welle NDW). Interpreten: David Bowie, Depeche Mode, Desireless, Eurythmics, Iggy Pop, Lou Reed, Steve Harley & The Cockney Rebel, Talking Heads, The Stranglers, Ultravox.
8. Techno. Anfänge des Technos finden sich bereits in der experimentellen Rock- und Popmusik, auch etwa im Italo Disco (mit Gruppen wie KOTO, Laserdance oder Hypnosis) oder im US-House und ganz allgemein in der Synthesizer- und Elektro-Musik (lange vor der eigentlichen oder heutigen Technomusik). Interpreten: Age Of Love, Cybotron, Darude, Jam & Spoon, Jean-Michel Jarré, KOTO, Kraftwerk, Man Parrish, Mike Oldfield, Scooter.
9. Hiphop. Als erste Rap- und/oder Hiphop-Gruppe gilt Sugarhill Gang, wenig später: Grandmaster Flash; sowohl der Rap wie auch der heutige Hiphop basieren auf Sprechgesang, heute oft verbunden mit Elementen der Technomusik. Interpreten: Beastie Boys, De la Soul, Eminem, Grandmaster Flash & The Furious Five, MC Eric (feat. Technotronic), OutKast, Public Enemy, Run-D.M.C, Snoop Dogg, Sugarhill Gang.
10. R&B (auch: Contemporary R&B: Rhythm & Beat, früher: Rhythm & Blues). Der R&B ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für langsame, melodiöse und gefühlsbetonte moderne schwarze Musik (im Gegensatz zur eigentlichen Tanzmusik [Funk, Disco]). Der Begriff kam bereits in den 1940-er Jahren auf, erlebte aber etwa mit und nach Michael Jackson eine Renaissance, welche sehr populär geworden ist (und einen grossen Teil des heutigen Mainstreams ausmacht, auch weisse Interpretinnen mit mächtigen Stimmen können hier dazu gezählt werden, exemplarisch etwa Dion oder Carey). Interpreten: Aretha Franklin, Beyoncé, Céline Dion, Luther Vandross, Lionel Ritchie, Mariah Carey, Michael Jackson, Stevie Wonder, Usher, Whitney Houston.
Wie wird die Musik der Zukunft tönen? Man darf gespannt sein. Natürlich ist diese Liste der Stile nicht vollständig: es gibt diverse Neben- und Unterstile, aber auch noch einige andere Stile. Das ist eine sehr überschlagsmässige Betrachtung. Auch das Phänomen der World Music ist hier nicht berücksichtigt, welches einen grossen Teil der heutigen Musik ausmacht, aber eben eher ein Phänomen als eine Stilrichtung ist (und ausser dem Reggae hat es bisher noch keine Stilrichtung der World Music geschafft, eine starke Rolle im Mainstream zu spielen).
Specials. Ich verzichte vorläufig auf weitere Specials, dafür habe ich unten die neue Kategorie 'Newies' begründet.
Newies. Und zum Schluss gibt es hier, als kleines Kontrastprogramm, auch noch ein paar Newies (aus den Hitparaden [nicht die allerneusten Newies vielleicht, aber doch was sich gerade so aktuell etwa in den Hitparaden herumtummelt, rein informationshalber daher hier auch zehn aktuelle Songs]). Armin van Buuren feat. Trevor Guthrie - This Is What It Feels Like, Beatrice Egli - Mein Herz, Daft Punk feat. Farrell Williams - Get Lucky, Demi Lovato - Heart Attack, Florida Georgia Line - Get Your Shine On, Imagine Dragons - Radioactive, Luke Bryan - Crash My Party, Passenger - Let Her Go, P!nk - Just Give Me A Reason ft. Nate Ruess, Rihanna feat. Mikky Ekko - Stay. Der Song von Rihanna ist nicht so schlecht, glaube ich, ansonsten ist das Meiste doch nur gut gemachter Durchschnitt (soll es ja aber wahrscheinlich auch sein, wenn es in die Hitparade will). Die Schlager-Renaissance in Deutschland: die Schweizerin Beatrice Egli stürmt mit ihrem Herz-Schlager aus DSDS die deutschen Charts. Und wieder bringt die Schweiz die Lieder, na ja (leider nicht am ESC, obwohl die Heilsarmee in diesem Jahr alles gegeben hat). Imagine Dragons, eine US-Indie-Band (aus Las Vegas), tönt praktisch wie technotisiertes U2 - nicht sehr originell; der Song ist trotzdem interessant: die USA am Rande der Apokalypse? Mit New Age sind sie aber ein bisschen spät dran... Wann wollen diese Amis nur erwachsen werden? Erwähnenswert ist derzeit ferner auch das Comeback der früheren grossen ABBA-Sängerin Agnetha - When You Really Loved Someone. Nicht unbedingt eine grosse Revolution in der Musikwelt, aber der Song hat doch immerhin einiges Hit-Potenzial.
Vom Dancehall-Reggae gibt es derzeit leider (auch) nicht allzu viel Neues; hier einer der interessanteren neuen Songs, mit leicht orientalem Anhauch, von Cherine - Haffi Come Back (der Reggae will sich heute auch im islamischen Raum verkaufen [und v.a. auch bei den ganzen Auswanderern aus den islamischen Ländern; das hörte man vor einiger Zeit allerdings auch schon etwa von Seeed, in deren Hit "Music Monks" im Jahr 2003]).
Revue - another great song. Was macht eigentlich Sam Phillips? Die letzte Platte von ihr liegt fünf Jahre zurück. Den Titelsong dieser LP - Sam Phillips - Don't Do Anything (2008) - habe ich erst vor kurzem entdeckt. Was für ein Sound! Am 13. August soll ihr neustes Album erscheinen, mit dem Titel 'Push Any Button'. Da bin ich aber gespannt.
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