Nino Niederreiter in der Sportlounge [SRF/Sportlounge, 13.5.2013/20:44]. Einen Spieler besonders herauszuheben aus dem Schweizer Eishockeyteam, welches an der Eishockey-WM in Schweden und Finnland mit sieben Erfolgen aus sieben Spielen Vorrundengruppensieger wurde, ist schwierig. Es ist die Teamleistung, die so überzeugend war. Eine der interessantesten jungen Spieler ist aber sicher Nino Niederreiter, der in der NHL den besten Draftplatz eines Schweizers bisher erreichte, in der NHL aber dann bisher doch nicht Fuss fassen konnte. Ein fester Platz in der NHL bleibt sein Ziel.

Der zwölfte Star-Trek-Film ist da [SRF/Box Office, 5.5.2013/20:44]. Der zwölfte Star-Trek-Film heisst "Into Darkness", und wieder einmal stellt sich die Frage, wie man eine längst vergangene Phantasiewelt weiter am Leben hält. Die Star-Trek-Filme haben nun auch mittlerweilen schon eine Tradition von 1979 bis heute. Im Beitrag geht nebst der Kurzvorstellung des Films um die Lens-Flare-Technik von Regisseur J.J.Abrams, um die Filmmusik von Michael Giacchino sowie um die Trekkies ganz allgemein (wie die verrückten Anhänger der Serie heissen).

Wer die Serie mag und das Gespräch nicht schon in einer DVD-Box gehört hat, interessiert sich vielleicht auch für The Captain's Summit (1/7): die Hauptfiguren der ersten beiden Serien diskutierten im Jahr 2009 mit Gesprächsleiterin Whoopi Goldberg über Star Trek [Youtube, 18.11.2010/10:13].
Die Teppichetagen werden weiblicher [SRF/10vor10, 2.5.2013/03:29]. Langezeit hatten die Frauen in den Teppichetagen der Wirtschaft nicht allzu viel zu sagen, doch dies ist derzeit in Veränderung begriffen. Bei den börsenkotierten Unternehmen ist jeder vierte neue Verwaltungsrat eine Frau, bei den 20 grössten Unternehmen gar jede zweite. In der operativen Führung ist aber noch kein Ausgleich erkennbar. Dieser liegt sicher im Trend dieser Zeit (zu gemischten Teams). Bedenken haben muss man dabei wahrscheinlich höchstens für das Familienbild der Zukunft, denn hier findet kein allzu grosser gesellschaftlicher Wandel statt: ausser dass es immer mehr Doppelverdiener und Doppelgutverdiener gibt. Die Lohndebatte* ist aber ein anderes Thema.

* In der Politik führte der Einzug der Frauen in die Ränge und Ämter nicht zu einer Reduktion der Einkommen, ganz im Gegenteil: diese sind stetig weiter gestiegen.

In diesem Monat ist dagegen aber eine der ersten Frauen mit einer Spitzenposition in der operativen Führung einer grösseren Schweizer Firma abgetreten: Monika Ribar ist als CEO der Firma Panalpina zurückgetreten; hier in einem älteren Beitrag [SRF/ECO, 22.11.2010/08:23].
ABBA-Sängerin Agnetha startet Comeback [ZDF/morgenmagazin, 2.5.2013/02:37]. Es ist sicher die Musiksensation des Jahres: die blonde ABBA-Sängerin Agnetha Fältskog kommt zurück. Bereits nach dem Ende der Gruppe ABBA gab Agnetha (ebenso wie die andere ABBA-Sängerin, Anni-Frid Lyngstad alias Frida) einige Solo-Alben heraus, das letzte 1987. Der Erfolg blieb aber bescheiden. Im Jahr 2004 kam das erste Comeback, bei welchem Agnetha Coverversionen von Songs brachte, die sie in ihrer Jugendzeit beeinflusst haben. Die Beachtung dieses Albums war gering. Die neue Agnetha scheint aber nun bei ihrem erneuten Comeback durchaus ein gutes Hit-Potenzial zu haben.
Il giuramento di Napolitano [Youtube, 22.4.2013/31:04]. Dies ist wahrscheinleich eine der bedeutendsten europäischen Reden der jüngsten Zeit: der wiedergewählte 87-jährige italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano forderte in seiner Vereidigungsrede die italienischen Politiker zu einer raschen Regierungsbildung und zu klaren Entscheidungen auf. Es verging darauf keine Woche und Italien scheint mit dem designierten Ministerpräsidenten des designierten Ministerpräsidenten Enrico Letta endlich eine Regierung gefunden zu haben. Die Rede ist hier auf Italienisch wiedergegeben, ohne Übersetzung: in der Schweiz macht das Sinn (auch einmal etwas auf Italienisch zu hören).
Suárez bites Ivanovic [Youtube, 22.4.2013/02:05]. Der urugayische Nationalspieler Luis Suárez wird immer exzessiver in seinen Ausfälligkeiten: nun hat er sogar vollkommen unmotiviert einen Gegenspieler in den Arm gebissen und dafür eine 10-Spiele-Sperre kassiert. In England allgemein und bei Liverpool ist man entsetzt. Ist dies das Ende von Suárez in der englischen Liga? Ich hielt ihn einmal für den besten Stürmer der Gegenwart, habe dieses Urteil aber bereits revidiert; und nun muss man es noch einmal revidieren. Wirklich schade, für dieses grosse Talent, welches im harten heutigen Fussballgeschäft offenbar nicht die Persönlichkeit eines Topstars besitzt.
Sloterdijk - zerbricht unsere Gesellschaft? [NZZ/Standpunkte, 20.4.2013/50:26]. Der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk ist einer der interessantesten Zeitanalytiker, und vermutlich der begnadedste philosophische Rhetoriker dieser Zeit. Es ist immer wieder interessant, ihm zuzuhören (auch wenn ich nicht ganz überall gleicher Meinung bin: Anregungen sind aber bei ihm immer garantiert). Wenn man Sloterdijk zuhört, hat man manchmal das Gefühl, man höre den letzten echten Philosophen der Weltgeschichte; dieses Gefühl hatte man allerdings schon bei seinem Vorgänger Heidegger, und trotzdem ist es möglich.
Spanische Verhältnisse in der deutschen Liga? [Spiegel online/kicker.tv, 18.4.2013/03:26]. Die Champions League führt offenbar zu noch mehr Zweiklassengesellschaften im europäischen Fussball: wer häufig oben in der Champions League mitspielt, hat durch den finanziellen Zustupf einen ständigen Aufwärtstrend. Nach ein paar Jahren haben sich die Spitzenteams vom Rest deutlich abgesetzt. Deutschland war bisher noch eines von wenigen Beispielen mit einer etwas offeneren Liga, nun aber ziehen die Bayern deutlicher davon als je, und Dortmund ist ebenfalls wieder klar mitvorne.

P.S. Dieser Videobeitrag wurde zwei Tage vor der Steueraffäre mit Hoeness veröffentlicht (und fünf Tage vor dem Götze-Transfer von Dortmund zu Bayern und den beiden Sensationserfolgen der deutschen Vereine im Champions-League-Halbfinal-Hinspiel; und übrigens: gibt es ein Land, in welchem nur eine Mannschaft dominiert: natürlich, die Schweiz mit dem FC Basel).
Sozialhilfe - Schlaraffenland? [SRF/Club, 16.4.2013/1:15:34]. Solche Sendungen sind für mich sehr schwer verdaulich, und nach dem Anschauen der Sendung ging es mir auch richtig schlecht. Trotzdem bringe ich das hier, weil das Sozialwesen ein wichtiges Thema ist. Interessant: dass auch das Schweizer Fernsehen diesem Thema nicht gerecht wird; im Vordergrund stehen auch hier die bekannten und gängigen Vorurteile. Schon der Titel der Sendung ist eine reine Zumutung für Betroffene. Wie man ein solches Thema als reines Plauderthema abhandeln kann, ist mir schleierhaft.
Thema Zwangseinweisung [SRF/Puls, 15.4.2013/33:38]. Notwendiger fürsorgerischer Freiheitsentzug* oder verkappter faschistischer Akt? Die Meinungen gehen weit auseinander. Wahrscheinlich gibt es Fälle, in welchen eine solche Massnahme wirklich sinnvoll ist (jeder Fall ist aber fragwürdig), andererseits gibt es in der Schweiz aber viel zu viele Zwangseinweisungen: rund 12'000 sollen es pro Jahr sein. Die Schweiz nimmt damit weltweit eine Spitzenposition ein (wer hat etwas Anderes erwartet?). Die Pulssendung war quasi der Vorspann zu einem Radiobeitrag von SRF3, mit einer ganzwöchigen Reportage aus einer Klinik.

* So hiess das früher, heute sagt man offenbar: Fürsorgerische Unterbringung FU. Die Psychologie und Psychiatrie sind bekannt dafür, dass sie immer ein bisschen an der Terminologie herumschräubeln, bei Dingen, die aber letztlich immer die selben sind.

Ein weiterer Beitrag zu diesem Thema: Das neue Diagnosehandbuch der (US-amerikanischen) Psychiatrie, das sogenannte DSM5, wirft Fragen auf [SRF/10vor10, 16.5.2013/03:52]. Kritiker warnen vor einer weiteren Psychiatrisierung der Gesellschaft.
Der letzte Treffer von Alex Frei [SRF, 14.4.2013/01:02]. Ein grosser Schweizer Fussballer ist zurückgetreten: in seinem Abschiedsspiel mit dem FC Basel erzielte Alex Frei noch einmal ein traumhaftes Freistosstor: ganz cool, ganz Profi, ganz Frei. Sicher auch eines der schönsten Tore in seiner ganzen Karriere. Mit 42 Toren ist Frei auch der beste Torschütze der Schweizer Nationalmannschaft aller bisherigen Zeiten (er löste dabei Kubilay Türkyilmaz ab, mit 34 Treffern). Und seit er (zusammen mit seinem Basler Sturmkollegen Streller) vorzeitig aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, hat die Schweizer Nati ein kleineres oder grösseres Stürmerproblem...

Hier kann man auch noch einmal die Nationalmannschafts-Highlights von Frei anschauen. [Youtube, 22.3.2012/05:26]
GDI-Zukunftstrends [TVO/Fritsche, 11.4.2013/23:57]. Was macht eigentlich das Gottlieb-Duttweiler-Institut GDI. CEO Dr. David Bosshart gibt Auskunft über die Arbeit des GDI und Zukunftstrends. Das GDI in Rüschlikon ZH ist neben der Migros-Unternehmung das grösste Vermächtnis von Gottlieb Duttweiler, dem Unternehmen des Sozialen Kapitals. Wie wird die Welt von morgen sein? Einerseits schneller (wegen der Technik) aber andererseits auch älter (wegen der Demografie), meint Bosshard. Na, das verspricht ja interessant und spannend zu werden.
Magnus Carlsen on winning the London Candidates' Tournament [Youtube, 4.4.2013/09:08]. Der neue Herausforderer des aktuellen Schachweltmeisters Anand heisst Magnus Carlsen und kommt aus Norwegen. Er ist die aktuelle Welt-Nummer-1 der FIDE-Rangliste, und manche halten ihn bereits für den besten Schachspieler der Welt. Ob er es tatsächlich ist, wird der 22-jährige Youngster im November dieses Jahres zeigen können: beim WM-Duell gegen Anand. Hier ein Interview nach dem Gewinn des Kandidatenturniers. Seltsam..., dass man in den Medien praktisch nichts davon gehört hat.

Wer ist eigentlich dieser Magnus Carlsen, der als 'Mozart des Schachs' bezeichneit wird? Ein kleines Porträt [CBS/60minutes, 19.2.2012/13:00]. (Anmerkung: das Schachspiel wird immer irgendwo zwischen Kunst und Krieg gesehen: dass Carlsen, wie auch der Kommentator notabene, den martialischen Zug des Schachs hier stark überbetont, macht ihn nicht unbedingt sympathischer, liegt aber vielleicht auch etwas im Wesen der heutigen Zeit.)
Der Wunderreis [SRF/DOK, 28.3.2013/50:17]. Golden Rice: ein Schweizer Gentech-Reis, welcher reich an Vitamin A ist, soll ein Ernährungsproblem der Dritten Welt lösen. Auf den Philippinen wird der Reis getestet, der anschliessend den Weltmarkt erobern soll. Was hat es an sich und für sich mit diesem Reis. Sind Gentech-Produkte gefährlich oder nicht? Warum wollen die Produzenten keine Auskunft geben? Und warum wurden die Leute, welche den Reis getestet haben, nicht informiert darüber, um was für ein Produkt es sich handelt. Und wieso überhaupt Gentech-Reis, wenn es auf den Philippinen natürlichen Reis mit demselben Gehalt gibt? Fragen über Fragen in diesem Projekt, welches von Superreichen finanziert wird.
Mörgeli in der Rundschau [SRF/Rundschau, 27.3.2013/10:07]. Im Zuge der Plagiatsaffären in Deutschland werden auch Schweizer Professoren genauer unter die Lupe genommen. Nach der Affäre innerhalb der Universität Zürich geriet Prof. Mörgeli in Verdacht, Doktortitel für reine Abschriften vergeben hat. Die Affäre wirft seither hohe Wellen. Hier das Interview von Mörgeli auf dem heissen Stuhl in der Rundschau. Sicher einer der emotionalsten Beiträge der letzten Jahre im Schweizer Fernsehen. Die Frage, ob dies ein Professorenskandal und/oder ein Rufmord ist, ist aber noch nicht definitiv geklärt. Mehr Licht ins Dunkel der Universitätsbetriebe wäre vielleicht aber auch nicht schlecht.

Dies ist der Beitrag, um welchen in diesem Interview diskutiert wurde. Inzwischen gibt es einen Medienstreit in dieser Sache zwischen der Weltwoche und SRF, und Herr Mörgeli hat eine Beschwerde gegen die Rundschau eingereicht. Entscheidend in dieser Frage dürfte letztlich (oder politisch betrachtet) die Universitätspraxis sein, aber diese ist eben gar nicht so gut bekannt...
Wie gerecht ist die neue Weltordnung? [ARD/Presseclub, 24.3.2013/41:07]. Aus Anlass des 50-jährigen Jubliäums der Sendung 'Weltspiegel' wird im ARD-Presseclub hier sehr interessant die aktuelle Weltlage- und -ordnung diskutiert bzw. die Entwicklung vom Kalten Krieg zum grenzenlosen Kapitalismus. Die Weltlage wird als unübersichtlich bezeichnet (ich meine, es gibt drei bedeutende Weltmächte heute: die USA, China und der Islam [der hier nicht zur Sprache kommt]). Bezüglich Europa fragt sich Deutschland hier, ob es eine führende Rolle übernehmen muss. Interessant ist die Sendung v.a., weil verschiedene Korrespondenten verschiedener Regionen über dieses Thema diskutieren.

P.S. Ich sage schon lange, dass die Überwindung des Ost-West-Konfliktes nur die halbe Miete war, und dass danach ein Süd-Nord-Konflikt offenkundig wird. Das sieht man heute etwa in den Fragen eines grenzenlosen Kapitalismus oder eines militanten Islamismus, oder auch in den Problemen im europäischen Süden heute (u.v.a.). Die Überwindung dieses Konflikts wird sehr viel schwieriger sein und länger dauern: man kann hier nicht einfach nur eine Mauer abbrechen, da es sich um eine unsichtbare Mauer handelt.
Kulturaustausch bei der Tagesschau [SRF/Tagesschau, 21.3.2013/29:51]. Interessanter Kulturaustausch bei der Tagesschau: für einmal machten am 21. März 2013 die Journalisten vom welschen RTS die Deutschschweizer Tagesschau und umgekehrt. Das Resultat liess sich sprachlich wie inhaltlich sehen. Wie wir alle wissen, aber eigentlich im Alltag (je nach Region) gar nicht so recht bemerken, ist die Schweiz drei- bis viersprachig. Solcher Kulturaustausch, gerade im Fernsehen, welches sich dafür hervorragend eignet, ist daher sehr zu begrüssen. (Auf dieser SRF-Seite finden sich beide Kulturaustauschsendungen.)
Das Konklave: wer wird neuer Papst? [ZDF, 12.3.2013/12:19]. Es ist wieder einmal Papstwahlzeit. Das Konklave ist immer die beste Werbung für die Katholiken. Man erwartet eine neue Glaubenshoffnung für die (westliche) Welt. Es wird spekuliert, Kirchenführer werden befragt, und jedes Land fragt sich, ob es wohl auch einen Kandidaten hat. Die Medien fiebern mit mit, und alle warten auf den weissen Rauch. Das Konklave selber sei mehr ein Gottesdienst als eine Wahlveranstaltung wird in diesem Beitrag gesagt, aber im Grunde ist es halt doch eine Wahl; und noch immer eine der bedeutendsten. Aller heutigen Kirchenkritik zum Trotz. Favoriten sind der Italiener Scola und der Brasilianer Scherer.

Gewählt wurde schliesslich bereits am zweiten Konklavetag der 76-jährige argentinische Aussenseiter Jorge Mario Bergoglio [SRF, 13.3.2013/0:41], welcher italienische Wurzeln hat und bei der letzten Papstwahl bereits der grosse (oder kleine) Konkurrent Ratzingers war (wenn man die Sache rein wahltechnisch betrachtet).
Amazing Cabaye Free Kick [Youtube, 11.3.2013/01:21]. Einer der unglaublichsten Fussballfreistösse, die ich bis dato gesehen habe, im englischen Premier Leaguespiel zwischen Newcastle und Stoke City (2:1). Der Treffer von Cabaye alleine ist sehenswert, noch viel interessanter aber das verrückte Störmanöver des englischen Nationalspielers Steven Taylor. Ebenso bemerkenswert: wie Stoke-Goalie Begovic dies ohne zu reklamieren über sich ergehen liess. Hätte er den Ball gehalten, wäre der Gag zu seinen Gunsten gegangen. Vermutlich hätten das nicht alle Schiedsrichter in allen Ligen durchgehen lassen. Referee Marriner war nach der Partie im Gespräch..., weil er ein Foul in einer Spielfeldecke nicht gepfiffen hatte.
Abzockerinitiative in der ARD-Tagesschau [ARD, 4.3.2013/02:24]. Die Abzocker-Initiative Minders und deren Annahme war im Ausland teils ein Topthema: in der deutschen ARD-Tagesschau z.B. kam der Beitrag in der Sonntagabendsendung sogar an erster Stelle. Das ist selten: dass ein Schweizer Thema in Deutschland so hoch bewertet und überhaupt zur Kenntnis genommen wird (offenbar löste das auch in Deutschland sogar eine politische Reaktion bzw. Aktion aus). Aber, meine lieben Deutschen: es war eine Initiative und kein Referendum, und der Betrag, bei dem es bei Herrn Vasella ging, betrug nicht 60 Millionen, sondern 72 Millionen.

Interessant auch: Thomas Minder bei Schawinski [SRF/Schawinski, 18.3.2013/27:19].
Beppe Grillo - der Komiker im italienischen Wahlkampf [Euronews, 21.2.2013/07:49]. Nach den italienischen Wahlen ist klar: der Name des Moments heisst nicht Bersani, nicht Berlusconi und schon gar nicht Monti. Er heisst Grillo. Mit seiner Partei 'MoVimento 5 Stelle' machte er ganze 25,55% Stimmen bei den Parlamentswahlen. Das ist eine erdrutschartige Sensation, bei welcher man nicht so recht weiss, wie man damit umgehen soll. Kann man weiterhin von einem Komiker reden bei einem solch unerwarteten Zuspruch des italienischen Volkes? Wer ist dieser Grillo? Ein Interview mit Grillo im Vorfeld der Wahlen (Schwerpunkt des Interviews ist Grillos Einstellung zu Europa).

P.S. Derzeit stellt sich die Schweiz die Frage, ob ein Grillo auch in der Schweiz möglich wäre. In diesem Stil und mit diesem Erfolg denke ich das kurz- und mittelfristig nicht. Italien ist (politisch betrachtet) etwas speziell. Oder anders gesagt: die Erfindung der Politfigur Grillos kommt eigentlich aus der Schweiz (siehe: Lega dei Ticinesi).
Meteorit in Russland [ZDF, 15.2.2013/02:29]. Nach dem Meteoriteneinschlag zeigt das ZDF hier eine Zusammenstellung von ersten Zeugenvideos auf Youtube. Zu sehen sind der Meteorit am Himmel (viele Russen haben Kameras in ihren Autos) sowie Szenen von Menschen in Panik und das Einschlagloch. Der erste Kanal des russischen Staatsfernsehen zeigte offenbar zuerst ein falsches Video mit einem brennenden Einschlagloch (offenbar ein altes Video eines anderen Ereignisses). Der Meteorit soll über der Stadt Tscheljabinsk explodiert und mit einem acht Meter breiten Einschlagloch in einen zugefrorenen See gestürzt sein. Rund 1000 Menschen sollen verletzt sein, Tote soll es keine gegeben haben.

Interessant dazu auch eine Informationssendung des Schweizer Fernsehens [SRF/10vor10, 15.2.2013/06:35]; und der zweite Teil befasst sich mit dem Asteroiden, der fast zur gleichen Zeit an der Erde vorbeiflog [SRF/10vor10, 15.2.2013/02:52]. Je mit einem sehr interessanten Kommentar eines Weltraumphysikers zu den Ereignissen und zur Gefahr durch herabfallende Himmelskörper allgemein.
Spendensammeln auf Kosten der Mitarbeiter [SRF/Kassensturz, 15.2.2013/15:31]. Die Schweizer Hilfswerke sind nicht zum ersten Mal in der Kritik wegen ihrer Geldbeschaffungsmethoden. Jetzt gingen die Mitarbeiter der Fundraisingfirma, welche für die Hilfswerke Leute auf die Strasse stellt, gar zum Fernsehen, um Auszupacken über die miesen Arbeitsbedingungen. Die Hilfswerke geben sich vollkommen überrascht: man hat nichts gewusst. Greenpeace hat die Zusammenarbeit mit der entsprechenden Firma vor ein paar Jahren gekündigt, Amnesty International Schweiz hat (laut einem Radiobeitrag) offenbar auch gewusst, dass die Bedingungen schlecht sind, hat aber keine Konsequenzen gezogen.

Wie der Kassensturz später berichtete, wollen die Hilfswerke für eine Verbesserung sorgen [SRF/Kassensturz, 14.5.2013].
Skiferien-Preisvergleich Schweiz-Österreich [SRF/Kassensturz, 29.1.2013/21:05]. Ein Wintersport-Beitrag: immer mehr Schweizer machen im benachbarten Österreich Skiferien. Dort soll vieles oder alles ein bisschen günstiger sein. Hochpreisinsel Schweiz und Einkaufstourismus, ein immer bedeutenderes Thema derzeit in der Schweiz, also auch im Tourismusbereich? Der Kassensturz überprüfte dies; und überraschenderweise kam heraus, dass v.a. auch der Service und das Menschliche in Österreich besser seien. Besonders beliebt ist das grenznahe Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis im Tirol, welches in dieser Sendung mit Schweizer Destinationen verglichen wird. (Dies gehört eigentlich auch noch zu diesem Beitrag.)
Obdachlose (EU-) Wanderarbeiter [SRF/10vor10, 18.1.2013/03:33]. In Zürich tauchen immer mehr EU-Wanderarbeiter auf, die aufgrund der Personenfreizügigkeit frei in die Schweiz einwandern können und nachts teils dann auf der Strasse aufgegriffen werden. Der sozialdemokratische Sozialvorsteher der Stadt Zürich, der eine Hilfeleistung als 'nicht ehrlich' bezeichnet (offenbar frei nach Alt-Bundesrat von Steiger im Zweiten Weltkrieg), will sich nicht um diese kümmern, daher haben private Hilfswerke nun eine Notschlafsstelle für diese Leute eingerichtet. Ein Problem, welches natürlich in Zukunft noch grösser werden könnte, wenn die Wirtschaft in der Europäischen Union weiter kriselt.
Alfred Grosser - Deutschland und Frankreich, von Feinden zu Freunden [SRF/NZZ Standpunkte, 13.1.2013/48:30]. Im Januar 2013 wird 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft gefeiert (aufgrund des Elysée-Vertrages vom 22. Januar 1963, deutsch-französischer Freundschaftsvertrag). Der deutsch-französische Politikwissenschaftler Grosser war und ist in beiden Ländern eine bedeutende Persönlichkeit in der Geschichte dieser Beziehung. Grosser sieht zwei Anfangspunkte dieser Beziehung: noch früher am 9. Mai 1950 bei der Schuman-Erklärung bzw. dem Schuman-Plan, aus welchem die Montanunion oder EGKS hervorging (also: der Grundstein der späteren Europäischen Gemeinschaft und Union).

Dieses Gespräch zeigt vielleicht auch, dass die Geschichte Europas beim Zweiten Weltkrieg nicht aufgehört, sondern eigentlich damals erst begonnen hat. Heute betrachten wir einen Teil dieser Nachkriegsgeschichte bereits als Historie, dabei ist gerade über die Entwicklung Europas zu wenig gesprochen worden, da die Nachkriegsgeschichte zuerst im Schatten des Kalten Krieges und dann des Zusammenbruchs des osteuropäischen Kommunismus lag (gleichzeitig kam auch das Internet auf). Es fehlt uns heute noch ein bisschen die Erkenntnis der Grösse dieser Ereignisse rund um die Entwicklung eines friedlichen Europas (bzw. den Versuch dazu).
Spaniens verlorene Generation [SRF/Kulturplatz extra, 2.1.2013/27:53]. Die Reporterin besuchte in Spanien die verlorene Generation der aktuellen Krise. Ein berührender Beitrag, aus einem Land, welches vor ein paar Jahren noch zu den aufstrebendsten Ländern Europas gehörte. Man sah dies v.a. auch im Sport: es waren die Generationen von Indurain, Nadal und der grossartigen Fussball-Nationalmannschaft, u.a., die aus diesem Aufschwungsgefühl Spaniens kamen. Heute herrscht in Spanien eine wachsende Zukunftsangst. Am Schluss fragt sich die Reporterin, ob es mehr Mut brauche, zu gehen oder zu bleiben.

Noch ein interessanter Beitrag über Spanien: Spanien - Die Empörten rebellieren [ORF/Weltjournal, 15.5.2013/33:12]. Der Beitrag ist vom ORF, was vermutlich bedeutet, dass er nur sieben Tage online ist (nach ORF-Gesetz).



-> Ältere Beiträge: auf- und zuklappen.






Über diese Seite: das VIDEOZINE mit aktuellen Topthemen-Videos - Trends, Wissen und Unterhaltung. Videozine = Video-(E-)Zine. Der Begriff E-Zine bezeichnet ein elektronisches Magazin (bzw. ein journalistisches Magazin in den elektronischen Medien). Hier gibt es nach Datum geordnet Videos zu Top-Themen, d.h. zu Themen, die gerade allgemein im Vordergrund stehen oder die mir so interessant erscheinen, dass man sie auch einmal als 'Top-Thema' sehen und bringen kann. Meine Hauptquellen sind das Schweizer Fernsehen und Youtube: ich werde aber auch andere Fernsehsender und Videoplattformen ein bisschen auskundschaften, um an interessante Videos heranzukommen. Natürlich wird mir auch vieles dabei durch die Lappen gehen, ich hoffe aber trotzdem ein paar Rosinen aus dem riesigen Angebot an Videos im Internet herauspicken zu können.

Dieser Beitrag wurde im Dezember 2012 gestartet. Ich werde rückwirkend ein paar Beiträge zum Jahr 2012 bringen (sowie ein paar besonders interessante ältere Beiträge [diese werden ebenfalls laufend ergänzt]). Ideal für langweilige Herbst- oder Winterstunden, aber auch sonst für zwischendurch. Damit die Sache (mit den älteren Beiträgen) nicht ellenlang wird, werde ich immer auch wieder mal ein paar ältere Beiträge herausstreichen. Mit dieser Seite kann ich auch meine journalistische Seite ein bisschen ausleben; ich habe schon an verschiedenen journalistischen Projekten für die Website herumstudiert. Sogar eine echte Online-Zeitung habe ich einmal projektiert, allerdings wäre der Aufwand für einen Einzelnen doch viel zu gross. Daher hier also dieses kleine Video-Magazin: die Beiträge stammen von Anderen (d.h. von Fernseh- und Videokanälen), und ich verweise nur, aber trotzdem.

P.S. Leider ist die Arbeit für ein solches Videozine nicht ohne Tücken. So liest man z.B. bei BBC-Archiv-Beiträgen regelmässig, dass die Sendungen ausserhalb des Sendegebietes nicht angeschaut werden können. Oder der ORF führt ein relativ schmales Archiv; dem bin ich nachgegangen und erhielt zur Antwort, dass gemäss einer EU-Regelung der Europäischen Kommission für Wettbewerb es dem ORF aus rechtlichen Gründen nur gestattet ist, die meisten der online abrufbaren Sendungen für sieben Tage nach der Ausstrahlung zur Verfügung zu stellen: "Lediglich Sendungen mit zeit- und kulturhistorischen Inhalten dürfen wir zeitlich unbegrenzt anbieten." Da sind wir ja in der Schweiz informativ gesegnet quasi, allerdings führen die deutschen Fernsehsender glücklicherweise ein deutlich umfangreicheres Archiv (wie verbindlich und auslegungsbedürftig diese seltsame EU-Regelung ist, das ist also fraglich). Natürlich möchte ich hier gerne alle Sender berücksichtigen, aber eben: das hat so seine Tücken. All diese Beschränkungen der Information im Web sind doch sehr unverständlich (warum will die EU die Information behindern? Das ist ja fast schon ein Skandal, auch im Namen der Demokratie, in welcher die Information ein zentraler Faktor ist [umgehen könnte man eine solch unsinnige Regelung übrigens auch, indem man die interessantesten Beiträge auf Youtube online stellt, aber das ist ja auch nicht der eigentliche Sinn des Zweckes]).









SCREEN-ZOOM. 0.5, 0.75, 0.8, 0.9, 1.0, 1.1, 1.2, 1.25, 1.5, 2.0.


- zur Homepage -