Das ist das Logo dieser Website.Hallo Besucher/-in. Dies ist meine Website mit philosophischen und anderen Inhalten (Politik, Internet, Spiele).

Mein Spezialgebiet ist die Philosophie. Ich bin ein philosophischer Autor, der ebenso zur letzten Generation der reinen Bücherphilosophen gehört, wie zur ersten Generation der heutigen Webphilosophen. Die grossen alten Schunken der Klassiker der Philosophie habe ich noch selber gelesen und nutze jetzt aber natürlich auch das Internet (inkl. dem Betreiben der eigenen Website* mit einigen Spezialseiten zur Philosophie).

* In den Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram und andere) bin ich (noch) nicht vertreten. Dies ist eine bewusste Entscheidung für die Website - und einige andere Dinge, die ich mache - und nicht gegen die Sozialen Medien.

Philosophie und Internet gehörten denn auch stets zu den bedeutendsten Themen auf dieser Website. Die persönlichen Eckdaten dazu: 1988 Erster PC, 1992 (ff) Beginn meines Interesses für die Philosophie (-> Philorel, Philotimeline), 2000 Internetzugang (-> Links) und Webpublisherkurs (-> Webpublishing, Internetbegriffe), 2001 Website online, 2003 Erstes philosophisches Buch (drei weitere Bücher 2016-2018 -> Verlag, myphilosophie).

Ein neueres Thema ist der Bereich der Brett-, Karten- und Würfelspiele (-> Spielemuseum). Hobbymässig habe ich - in ganz kleinem Stil - schon in meiner Kindheit selber Spiele kreiert. Die Beschäftigung mit Spielen ist für mich v.a. ein guter Ausgleich zu meiner philosophischen Tätigkeit, allerdings haben sich die beiden Themen auch verbunden (im Interesse für die Spielphilosophie).

Die weiteren Seiten thematisieren die politische Schweiz (-> Wahlen, Geschichte, Daten; inkl. einem Offenen Brief an den Bundesrat bezüglich der anhaltend negativen Wahlbeteiligung) - für mich der grundsätzlichste und wichtigste Punkt bezüglich der Schweizer Politik. Ferner gibt es die diversen begleitenden und ergänzenden Seiten (-> Homepage [diese hier], Sitemap, Person, Kontakt).

Warum überhaupt eine so umfangreiche Website? Dies war zur Zeit, als ich ins Internet eingestiegen, so üblich (oder zumindest am Anfang der Webentwicklung nicht unüblich [für das Smartphone ist dies nicht der beste Modus - dessen bin ich mir bewusst, aber der Modus entspricht meiner philosophischen Tätigkeit und Ausrichtung, daher habe ich das bisher nicht umgestellt (d.h. die Website ist besser geeignet für Computer und Notebook/Laptop als für Smartphone)]). Mit der Aufschaltung der Website gehörte ich im Jahr 2001 zu den Webpionieren von selber gestalteten privaten Websites der zweiten Generation. Development Tools, Website Templates und schliesslich Social Media haben dazu geführt, dass es nicht mehr allzu viele selber gemachte bzw. handgestrickte private Websites im alten Stil im Netz gibt. Die meisten Seiten aus jener Zeit sind entweder schon längst aus dem Internet verschwunden oder werden nicht mehr aktualisiert. Am Anfang des Webs gab es den Traum von einem Internet als einem riesigen Wissensnetz von speziellen Themenseiten, welche Nerds mit einem bestimmten Hobby und entsprechendem Spezialwissen zusammengestellt haben (dies war wohl etwa die ursprüngliche Vorstellung vom Internet vor dessen Kommerzialisierung [heute gibt es stattdessen: Wikipedia (2001) und Facebook (2004) - und ähnliche]).

P.S. Die Navigation der Website befindet sich - wie hier auf der Homepage - jeweils unten an der Seite.

Unten (sowie im Aufhänger [rechte Spalte, oben]) gibt es einen längerfristig angelegten Artikel zu einem aktuellen Thema (bzw. zum Hauptthema dieser Zeit).



Aktuell: Die Taliban, oder das, was eigentlich nicht mehr geht.

Niemand weiss derzeit, was in Afghanistan genau abgeht. Aber Frauen beklagten sich in der Stunde der Machtübernahme darüber, dass sich auf den Strassen bärtige Männer breitmachen, welche ihnen mit patriarchalreligiösen Ansichten und Maschinengewehren Angst machen - dies in einem von der UNO geschützten Nationalstaat, notabene!! Das ist ein wichtiger Punkt. Was der IS in Syrien und im Irak gemacht hat, oder auch Boko Haram in Nigeria, mit der Rebellisierung von gewissen Gebieten, werden wir wohl in Zukunft öfter erleben. Die Rebellisierung und Entdemokratisierung ganzer Staaten, wie es derzeit in Afghanistan geschieht, dürfte heute jedoch eigentlich nicht mehr sein. Wir leben im dritten Jahrtausend nach Christi Geburt und Wirken und im 21. Jahrhundert - und so etwas geht eigentlich überhaupt gar nicht mehr. Erstaunlich: dass die westlichen Medien dies nicht entschiedener verkünden: weder von der Politik, noch von den Medien, noch von den Frauen, noch von den Jungen kommt ein klar fassbarer Protest. Wann sehen wir einen Schweizer Bundespräsidenten oder eine Schweizer Bundesprädidentin, welche vor die UNO treten und dort, wo man das sagen muss, sagen, dass solches nicht mehr geht in der heutigen Welt und die Demokratisierung derselben fordert? Können wir tatsächlich nur noch sagen, dass die Demokratie vielleicht halt nicht für alle geeignet sei und müssen wir dann solche Entwicklungen kommentarlos miterleben? Ist das nicht eine Lüge aus unserer Optik heraus? Und hat die Schweiz nicht eine gewisse (oder sogar: heilige) Pflicht zur Verteidigung der Demokratie in der Weltpolitik? Die Instabilität des Staates Afghanistan ist ebenso logisch wie tragisch (und eine solche findet sich offen oder verdeckt weitherum in der ehemaligen Dritten Welt, wo die Staaten historisch nicht so natürlich gewachsen sind wie in der westlichen Welt - das ist nicht nur ein Problem vom Islamismus, sondern ein strukturelles Problem der Weltpolitik überhaupt, und auch bei uns bricht ja die Infragestellung von alten Staatsgebieten vermehrt auf [z.B. zwischen England und Schottland oder Katalonien und Spanien (u.a.) - noch mit weit weniger schlimmen politischen Folgen, als es in der ehemaligen Dritten Welt heute der Fall ist]). Die Verantwortung für die aktuelle Situation in Afghanistan tragen westliche Staaten wie die USA oder Deutschland - ist dies der Grund für das Schweigen der westlichen Medien? Was ist mit den Staaten der Welt los, die bei so etwas einfach nur noch zuschauen? Der Westen droht mit seiner neuen weltpolitischen Unkompetenz seinen letzten Kredit in der Welt zu verspielen. Die neue Weltordnung droht zu einem Chaos zu verkommen, in welchem Staaten zu Spielbällen von weltpolitischen Machtspielen und ideologischen Rebellen werden, die ihre kleine, hirngespinstige Ideologie gegen demokratische und vernünftige Interessen durchsetzen. Diese Gefahr besteht durchaus, wenn wir uns vor Augen führen, dass der ehemalige Weltpolizist (die USA) trotz ständiger Aufrüstung militärisch immer machtloser zu werden scheint, während wir heute Rebellen sehen, die mit einer Ausrüstung daherkommen, wie sie sonst eigentlich die Staaten besitzen (und denen dann auch noch das ganze militärische Gerät und die ordnungspolitischen Strukturen des Staates in die Hände fallen). Woher diese Ausrüstung kommt, ist eine andere Frage, aber sie kommt immer irgendwoher - das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, wie die Staaten (und Völker) untereinander die Weltpolitik organisieren. Wir glauben manchmal, dass solche Fragen heute hinfällig seien, aber wenn wir sehen, was in Afghanistan derzeit geschieht, müssen wir einsehen, dass sie es nicht sind. Die Weltordnung ist und bleibt ein bedeutendes Thema, welches wir nicht dem reinen Chaos überlassen dürfen. Der Mittlere Osten droht derzeit - nach dem ganzen Scheitern der US-Politik in dieser geopolitischen Region - in einem solchen zu versinken. Das ist eine nicht unbedeutende Gefahr für die Welt. Die aktuelle weltpolitische Gleichgültigkeit ist erschreckend und beängstigend. Sie wirft grosse Fragen und apokalyptische Bedenken auf. Das Beispiel von Afghanistan zeigt, wie schwach die Nationalstaaten alleine letztlich sind - sie sind abhängig von den politischen Macht- und Kräfteverhältnissen, welche immer noch (oder sogar immer mehr?) leichter als uns beliebt in die eine oder andere, nicht mehr kontrollierbare Richtung ausschlagen können. Der Nachkriegspolitik des 20. Jahrhunderts ist es weder gelungen, die weltpolitischen, noch die sozialpolitischen Strukturen zu sichern. Die Konzepte der Menschlichkeit geraten weltweit zunehmend unter Druck (teils auch aufgrund von ökologischen Überlegungen - so kann etwa die Idee der Reduzierung der Menschenzahl zur Verharmlosung von Kriegen und Ungerechtigkeiten führen]). Wir sind die Erben dieser schwankenden Politik, deren Fortsetzung im Ungewissen liegt. Die Weltpolitik droht aufgerieben zu werden zwischen multiplen Kräften (USA, China, EU, Islam, Russland), die nicht mehr zusammenfinden, ja: gar nicht mehr zusammenfinden wollen, und kein gemeinsames Konzept mehr haben (in einer Zeit, welche ein solches eigentlich benötigen würde [angesichts der humanen bzw. soziologischen und ökologischen Probleme, welche in der Zukunft auf die Menschheit zukommen; es kann nicht sein, dass die Probleme immer grösser und die Waffen immer stärker werden, die Politik aber immer gleichgültiger und lascher wird, genau dies ist aber die heutige Ausgangslage (und das ist der schwierige Punkt: Weltprobleme hat es immer gegeben, aber nicht eine solch globalistische Problemlage und eine solche Kriegs- und Unterdrückungstechnologie, und daher sind diese Fragen schwieriger und wichtiger, als sie es je bisher gewesen sind)]).

Das Rebellentum wurde früher irgendwie als etwas Positives gesehen. Es war unter anderem verantwortlich für die (Französische) Bürgerrevolution im 18. Jahrhundert und für die Befreiungsbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts, inkl. der Befreiung der ehemaligen Drittweltstaaten von den westlichen Kolonialherrschaften (symbolisch stehen dafür Figuren wie Simón Bolívar und Che Guevara in Südamerika, Patrice Lumumba und Nelson Mandela in Afrika, oder auch Mahatma Gandhi in Indien]). Oder denken wir an die Hippies, die zum Inbegriff des guten bzw. coolen Rebellen wurden (mit der Symbolfigur vom Filmschauspieler James Dean als 'Rebell ohne Grund' [1955]), gegen ein kaltes, abgekartetes und verhocktes Bürgersystem (und auch zum Symbol des Rebellentums in der Kunst*, notabene). Die kommunistische Bewegung hat bereits gewisse Fragezeichen aufgeworfen. Einerseits ist im Westen dadurch eine wichtige sozialpolitische Bewegung entstanden, die auch mitverantwortlich war für die Sicherung des Friedens und des Wohlstandes in diesem Teil der Welt, andererseits sind in manchen ehemaligen Drittweltstaaten fragwürdige Diktaturen damit begründet worden - denken wir etwa daran, dass der schlimmste aller Diktatoren der Welt, ein agrarkommunistischer Rebell, in einem Land wie Kambodscha wirkte - mit dem Ziel, die alte, untergegangene, regionale, agrarische Kultur wieder aufleben zu lassen: Pol Pot, 1975-1989 (einer der vielen schlimmen Diktatoren im 20. Jahrhundert [die meist natürlich nicht Kommunisten waren, sondern Elitaristen und Militaristen - hier (u.a.) aber schon: die Schreckensherrschaft von Pol Pot führte zur Vernichtung etwa eines Viertels der Gesamtbevölkerung Kambodschas]). Das Rebellentum ist in Verruf geraten, und es gerät derzeit noch mehr in Verruf, wenn islamistische Rebellen ganze Staaten umkrempeln und in eine alte, graue Zeit zurückversetzen wollen. Es scheint etwas ganz Anderes zu sein, ob sich ein Rebellentum gegen eine Diktatur oder gegen eine Demokratie bzw. ein freiheitliches System richtet. Auch im Westen haben sich die Inhalte des Rebellentums verschoben, wie etwa die Gilet Jaunes in Frankreich oder die aktuellen Coronamassnahmen- und Impfgegner zeigen. Die Diskussionen diesbezüglich sind schwierig und heikel, aber auch hier regt sich der Widerstand gegen demokratische Regierungen und auch dazu muss man ein Fragezeichen setzen. Natürlich sind Protest und Rebellentum zwei vollkommen verschiedene Dinge: Proteste richten sich gegen einzelne Massnahmen (im Bereich von Corona, Ökologie oder anderen), ein Rebellentum zielt ganz eindeutig auf den Umsturz der Regierung und der Ordnung. Es besteht aber auch eine Verwandtschaft zwischen beidem, indem Protestbewegungen oft auch die entsprechende Regierung verantwortlich machen und impertinieren. Die westlichen Demokratien sind in letzter Zeit u.a. dadurch geschwächt worden, und es fragt sich, wie sich das international auswirkt. Ist diese Schwächung der westlichen Demokratien sogar ein Mitgrund für den Vormarsch von antidemokratischen Kräften in anderen Teilen der Welt? Und was bedeutet dies letztlich für die Weltordnung? Ich spreche immer von der Ambivalenz der heutigen und kommenden Zeit, und auch solche Sachen gehören dazu: der schmale Grat zwischen der Forderung nach mehr Freiheit in (teilweise auch verhockten) freiheitlichen Systemen, wo diese in der westlichen Entwicklung angebracht erscheint, und der Gefahr der Impertinierung und Vernichtung demokratischer Grundwerte und Regierungen weltweit. Im Westen hat man immer gedacht, dass man mit technischen, aber auch sozialen Fortschritten vorbildhaft vorausgeht, und dass die übrige Welt ganz einfach nachziehen wird, weil diese Entwicklung eine logische und notwendige Entwicklung ist. Dann stellten sich plötzlich Fragen bezüglich der Ökoproblematik und der allgemeinen Bürokratisierung etwa. Führt der westliche Weg wirklich nur zu positiven Resultaten? Wir sind diesbezüglich sehr kritisch geworden. Heute aber müssen wir uns die Frage stellen, ob die Verdrängung von westlichen Grundwerten nicht furchtbare Konsequenzen für die Welt haben würde. Wie gesagt: diese Fragen haben heute einen sehr ambivalenten Charakter und fordern daher gründliche, genaue und gute Überlegungen. So leicht, wie man es einmal gedacht hat, ist die Sache aber ganz sicher nicht. In einer kommenden Weltkultur wollen alle Kulturen der Welt ihre wichtigsten Elemente einbringen - dem ist (auch) Rechnung zu tragen (u.v.a.). Es wird eine gemeinsame Weltkultur mit regionalen Unterschieden sein, welche aber gleichwohl auch grundsätzliche Entscheidungen und Übereinkünfte benötigt. Dafür ist oder wäre die Weltpolitik zuständig, von welcher man derzeit in Afghanistan aber leider nicht viel mehr sieht, als dass jeder seine eigenen Interessen verfolgt.

* Dies in der Nachfolge etwa von Romantikern/Dandys (18./19. Jh.) und Alternativen (19./20. Jh. - siehe: Künstlerkommune auf dem Monté Verità). Die Kunst als Werk vom Unkonventionellen und Andersartigen ist wesentlich für den Kunstbegriff der Moderne. Es ist nicht mehr eine Kunst, die für die reine Ästhetik steht, sondern eine Kunst, welche Brücken schlägt zum Anderen (in der französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts [Existentialismus, Poststrukturalismus]: l'autre, le différend). Die Kunst ist gar nicht mehr unbedingt das Werk, sondern die Brücke. Sinnbildlich heisst eine bedeutende Künstlergruppe der expressionistischen Malerei, welche als Wegbereiterin der klassischen Moderne gilt, auch so ('Die Brücke' - gegründet 1905 in Dresden [mit Malern wie Schmidt-Rotluff, welcher diesen Namen vorbrachte, Kirchner oder Nolde (u.a.)]).

P.S. Ich bin eigentlich ein Anhänger der United Nations und daher der Meinung, dass sich der bedeutendste Teil der Weltpolitik in der UNO abspielen sollte - mein Minimalkonsens besteht (abgesehen davon) darin, wie ich es hier geschildert habe - dass 'die Weltpolitik' zuständig und verantwortlich ist dafür, wie die Staaten (und Völker) untereinander die Weltpolitik organisieren.

Wir können heute sagen, dass die UNO ernster genommen werden sollte, weil ein einziger bedeutender Mensch sie so ernst genommen hat, wie sie ernst genommen werden sollte: Haile Selassies Rede vor der UNO 1963 (ganze Rede [sie ist die Grundlage für den War-Song von Bob Marley; Rede vor dem Völkerbund 1936]). Im Jahr 1965 hielt US-Präsident Johnson, offenbar ein bisschen beeinflusst von Selassie, seine grosse State-of-the-Union-Rede zur 'Great Society' (ganze Rede). Grosse Worte von grossen Männern (das war 20. Jahrhundert war voll von grossen Worten). Grosse Worte alleine genügen natürlich nicht - das zeigten auch die Regierungszeiten von Selassie und Johnson: ich möchte nichts verherrlichen. Selassie wurde eine grosse Hungersnot zum Verhängnis, gegen welche er nichts tun konnte, Johnson gelang es nicht, den schrecklichen Vietnamkrieg zu beenden. Ich möchte mir aber nicht eine Menschheit vorstellen, die keine grossen Worte, keine grossen Gedanken und keine grossen Projekte mehr kennt.

Marco Hirt, im September 2021.

'Der Westen' und 'Der Osten' sind letztlich nur (politische) Schlagwörter (aus der Zeit des Kalten Kriegs): auf dem Globus gibt es nur einen Norden und einen Süden (um die Pole), jedoch keinen fixen Westen oder Osten (sondern: das ist abhängig vom Standort auf der Erde). 'Der (Nord-) Westen' steht für eine Kultur, welche auf dem europäischen Kontinent (inkl. Russland, notabene) einige Zeit nach dem Ende der grossen Eiszeit und der Bildung und dem Untergang der frühen Hochkulturen in Afrika, Mesopotamien, Ägypten und Südeuropa - nebst etwa China (dessen alte Hochkultur jenseits des Himalayas und Eurasiens theoretisch erst 1911 mit dem Niedergang des Kaiserreichs zu Ende ging!), Persien oder dem indianischen Amerika - die besseren klimatischen und geopolitischen Bedingungen vorgefunden hat, vor 2000 Jahren die christliche Religion und vor 400 Jahren die neuzeitliche Wissenschaft begründete (bzw. annahm) und ebenso bedeutende Freiheits- und Sozialbewegungen, welche die alte (absolutistische) Gesellschaft in die neue (differenzierte) Zeit geführt hat (inkl. etwa humanistischen Gedanken und Gründung der United Nations). 'Der Osten' will nun teils ebenso radikal das verlorengeglaubte Seine zurückholen - das gilt für China ebenso wie für den Islam. Dies ergibt insgesamt eine immer schwieriger werdende Weltsituation (ungeachtet: dass neben dem Ost-/West- auch noch ein Süd-/Nord-Konflikt besteht, welcher in Zukunft, v.a. aufgrund der Ökoproblematik, sogar bedeutender werden könnte). Der westlichen Kultur - so muss man heute sagen - ist es nur teilweise gelungen, den Rest der Welt in sein (ideologisches) Boot zu holen. Sie hat ein ziemlich rücksichtsloses Fortschrittstempo angeschlagen und damit schwierige Differenzen heraufbeschworen, welche (wie wir heute sehen) ein beträchtliches Ablehnungspotenzial beinhalten (die Frage, ob es überhaupt eine Alternative dazu gegeben hat, als diesen immensen Fortschritt radikal voranzutreiben, ist eine offene Frage). Andererseits sind etwa die moderne Technologie und die demokratische Gesellschaft (ewig) progressive Werte, welche von der Welt nicht verleugnet werden können und dürfen (die Technik muss immer wieder modernisiert, die Gesellschaft immer wieder demokratisiert werden). Wer aber will dies der Welt noch lernen, wenn die westliche Politik immer stärker in Frage gestellt wird? Das 20. Jahrhundert hat eine derart bedeutende Weiterentwicklung v.a. etwa in der Verkehrs- und Transport- sowie in der Informations- und Kommunikationstechnologie gebracht, dass wir heute von einer globalistischen und/oder globalisierten Welt sprechen: Ortsverschiebungen sind um ein Vielfaches leichter geworden, Nachrichten gibt es sofort aus allen Ecken der Welt. Diese Entwicklungen rufen nach einer Weltkultur, die sich nicht nach McDonald's, Coca Cola, Microsoft oder Google ausrichtet, sondern nach den Werten, welche den Weltfrieden herstellen und sichern können (die Forderung nach [Welt-] Frieden ist heute aufgrund der technologischen und globalistischen Ausgangslage bedeutender denn je [die beiden Weltkriege haben schon gezeigt, dass bedeutende Konflikte sich heute sehr rasch zu globalen Kriegen ausweiten können, und der Mensch entwickelt immer schlimmere Waffen, welche immer schlimmere Folgen haben: der (Welt-) Frieden ist nicht mehr nur eine ökonomisch-politische Forderung (siehe: Xenophon bereits in der Antike), sondern auch und immer mehr eine technologisch-politische Forderung]).


Und dies... Listen to Funk Music - beste Funk-Alben ever: Marvin Gaye - What's Going On (1970), Curtis Mayfield - Super Fly (1972), Kool & The Gang - Wild and Peaceful (1973), Albert King - I Wanna Get Funky (1974), The Gap Band - Magicians Holiday (1974), Earth, Wind & Fire - That's the Way of the World (1975), Ohio Players - Honey (1975), Con Funk Shun - Loveshine (1978), Gil Scott-Heron - Reflections (1981), James Brown - In the Jungle Groove (1986). Thank you. Aus dieser Musik hätte eigentlich die heutige Musik entstehen sollen (wie aus dem Blues der Hard Rock kam) - was aber leider irgendwie verpasst wurde (und daher ist die Musik heute nicht besser, als sie ist; vermutlich hängt dies mit der Musikindustrie zusammen [weil der weissen Musikindustrie der Funk vermutlich zu komplex war, ging sie in andere (falsche) Richtungen - und es ist seit den 1990-er Jahren eigentlich nichts mehr wirklich Neues in der Musik entstanden (und die westliche Welt befindet sich im freien Fall, notabene - ob dies im Zusammenhang steht mit der Musik, das sei dahingestellt, ich weiss es nicht, aber es läuft auf jeden Fall parallel: eine gewisse Verseichtung und Absackung der Kunst allgemein, und eine gewisse Verseichtung und Absackung der westlichen Kultur allgemein)]). Thank you for the music, and good-bye.


Und dies... Abstimmungswochenende in der Schweiz - Fazit: alles ist m&oumL;glich, nichts ist sozial. Wer sozial denkt, bleibt in diesem Land ein Zuschauer (die Schweiz ist - neben Liechtenstein - eines von wenigen westlichen Ländern, in welchen die Linken noch überhaupt gar nie die Mehrheit hatten - im Gegenzug dazu sind die Linken in der Schweiz ständig an der Regierung beteiligt, wenn auch eben stets bisher im Minderheitsmodus). Wahlen in Deutschland: fertig mit dem Gemerkel - die neue Lasch(et)heit? Der deutsche Bundespräsident Steinmeier fordert die Deutschen zum Wählen auf. Solche Aufrufe zur aktiven Beteiligung an der Demokratie gibt es in der Schweiz nicht, obwohl ich dem Bundesrat in einem Offenen Brief bereits mitgeteilt habe, dass eine Wahlbeteiligung unter 50%, wie sie in der Schweiz seit den späteren 1970-er Jahren besteht - Deutsche etwa glauben das erst gar nicht - langfristig philodemokratisch nicht geht (Antwort darauf gab es leider von diesem Bundesrat keine, was natürlich einer Aufforderung zum Handeln gleichkommt, denn so etwas geht doppelt nicht [warm anziehen bei den nächsten Wahlen!! (2023), because there will be cold and rain]).

The Melodians - Rivers of Babylon. Jaja.

P.S. Die Zeit, in welcher ich mich politisch zurückgehalten habe, war kurz und ist auch schon wieder vorbei. Auf geht's! Noch ist nicht aller Tage Abend, aber der Morgen ist nah...

Ich habe an diesem Wochenende beschlossen - um der Schweizer Polit- und Rechtsordnung nachzukommen - eine Petition* zu machen (was jeder Mensch in der Schweiz tun kann [auch in anderen Ländern, und selbst in der EU, notabene]), in welcher ich mit sehr klaren und deutlichen Worten auf dieses Problem aufmerksam machen werde. Wenn man sich vorstellt, wie aussichtslos solche Petitionen sind (die fast immer von entsprechenden bzw. zuständigen Kommissionen abgewiesen werden), so müssen die Worte umso klarer, deutlicher und unmissverständlicher sein.

* "Nach Artikel 33 der Bundesverfassung kann jede Person, Petitionen an Behörden richten. Unabhängig davon, ob die Petition schriftlich oder online eingereicht wird, hat sie keinerlei rechtliche Verbindlichkeit. Die Behörde, an die sich die Petition richtet, muss davon Kenntnis nehmen. Sie ist aber nicht verpflichtet, sie zu behandeln oder zu beantworten. Allerdings tun sie das in der Praxis fast immer." (ch.ch - es wird definitiv eine Forderung sein). Es würde mich nicht verwundern, wenn es im nächsten Jahr einen Beschluss des Bundesrates geben würde, wonach Petitionen ausdrücklich nicht (mehr) beantwortet werden müssen. Aber item (will they ever learn?).

Die 'Ehe für alle' - es sind nicht alle, notabene (das ist nur ein polemisches politisches Schlagwort), aber doch viele - zeigt einmal mehr, dass wir in der Zukunft eine Doppelmoral benötigen: d.h. das Eine gutheissen, das Andere zulassen. Das ist der Weg der (liberalen und sozialen) Toleranz. Ich bin ebenso gegen die Ausschliesslichkeit wie auch gegen die Beliebigkeit. Es ist nicht egal, was die Leute tun, aber es soll vieles erlaubt und zugelassen sein. Die Ethik und Moral zugunsten der Toleranz aufzugeben, kommt für mich als Philosoph nicht in Frage. Dass wir mit der Doppelmoral noch immer so grosse Probleme haben heute, zeigt, wie rückständig unser Denken ist: wir sollten schon beim fünffaltigen Denken sein und sind noch nicht einmal beim dreifaltigen Denken angekommen - das Denken der meisten Leute ist noch immer von uralten, archaischen Dualismen geprägt (und ich erwische mich auch selber immer wieder dabei; das hat aber gar keine Zukunft). Die Toleranz ist aber besser als gar nichts: es ist der Anfang zu dem, was werden soll in der Menschheit (Toleranz, Akzeptanz, Assekuranz).



Ältere Beiträge: Februar 2021 - Coronapandemie, Mai 2021 - Schweiz: Quo vadis? (Zum Abbruch der Verhandlungen zum Rahmenabkommen mit der EU).


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Aktuell: Die Taliban, oder das, was eigentlich nicht mehr geht.

Eine weltpolitische Einschätzung der Machtübernahme der Taliban im Staat Afghanistan (hier).



Hier gibt es aktuelle und/oder spezielle Hinweise zu dieser Website.

Auf dem Webportal gibt's jetzt unterhaltsame, lustige Mini Games
(-> Links-Seite [unten an der Seite]).

Ein kleines P.S. zur philosophischen Situation
(-> myphilosophie-Seite [unten an der Seite]).

Meine Philosophie auf den Punkt gebracht (-> myphilosophie-Seite).



Mein aktuelles Buch (zuletzt publiziert):









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