100 Schweizer Persönlichkeiten. Die bedeutendste Umfrage über die grössten Schweizer Persönlichkeiten stammt von der "Sonntagszeitung" (Januar 2009).
1. Albert Einstein, 2. Gottlieb Duttweiler, 3. Roger Federer, 4. Johann Heinrich Pestalozzi, 5. Henri Dunant, 6. Paracelsus, 7. Nicolas Hayek, 8. Claude Nicollier, 9. Alfred Escher, 10. Leonhard Euler, 11. Friedrich Dürrenmatt, 12. Le Corbusier, 13. Jean-Jacques Rousseau, 14. Mani Matter, 15. Henri Guisan, 16. Max Frisch, 17. Willi Ritschard, 18. Huldrych Zwingli, 19. Carla del Ponte, 20. Niklaus von Flüe, 21. Carl Lutz & Gertrud Lutz, 22. Jean Calvin, 23. Hans-Peter Tschudi, 24. Jean Ziegler, 25. Hans Küng, 26. Maria Bernarda Bütler, 27. Jacob Burckhardt, 28. Karl Barth, 29. Johann Caspar Lavater, 30. Christoph Blocher, 31. Auguste Piccard, 32. Guillaume-Henri Dufour, 33. Johanna Spyri, 34. Hermann Hesse, 35. Emil Steinberger, 36. Albert Hofmann, 37. Jeremias Gotthelf, 38. Carl Gustav Jung, 39. Bernhard Russi, 40. Elisabeth Kübler-Ross, 41. Kurt Furgler, 42. Polo Hofer, 43. Louis Chevrolet, 44. Albrecht von Haller, 45. Jo Siffert, 46. Meta von Salis, 47. Jean Tinguely, 48. Gottfried Keller, 49. Johann Rudolf Wettstein, 50. Jean Rudolf von Salis, 51. Rudolf von Habsburg, 52. Gertrud Heinzelmann, 53. Friedrich Traugott Wahlen, 54. Alberto Giacometti, 55. Robert Walser, 56. Ferdy Kübler, 57. Pirmin Zurbriggen, 58. Cäsar Ritz, 59.Theodor Tobler, 60. Elisabeth Kopp, 61. Ferdinand Hodler, 62. Paul Klee, 63. Vreni Schneider, 64. Robert Grimm, 65. Rudolf Minger, 66. DJ Bobo, 67. Erich von Däniken, 68. Sepp Blatter, 69. Abraham Louis Breguet, 70. Jakob Bernoulli, 71. Ursula Andress, 72. Adrian Frutiger, 73. Jacques Herzog & Pierre de Meuron, 74. Meret Oppenheim, 75. Charles Ferdinand Ramuz, 76. Walter Mittelholzer, 77. Jonas Furrer, 78. Francesco Borromini, 79. Maximilian Bircher-Benner, 80. Fritz Leutwiler, 81. Julius Maggi, 82. Werner Arber, 83. Jean Piaget, 84. Ferdinand de Saussure, 85. Niklaus Wirth, 86. Max Bill, 87. Dieter Meier, 88. Conrad Ferdinand Meyer, 89. Adrian Wettach, 90. Othmar Ammann, 91. Robert Maillart, 92. Carl Spitteler, 93. Adolf Wölfli, 94. Martina Hingis, 95. Franz Schnyder, 96. Niklaus Riggenbach, 97. Auguste Forel, 98. Tadeus Reichstein, 99. Arnold Böcklin, 100. Jean-Luc Godard.
Ich habe ebenfalls eine Liste mit 100 Persönlichkeiten gemacht – in 19 Kategorien (à je 5 Personen, wobei die Schriftsteller 10 Plätze hatten) – und habe folgende weitere Persönlichkeiten in meiner Liste gehabt, die unter den 100 der Umfrage nicht dabei waren: Jakob Ammann, Albert Anker, Daniel Bernoulli, Peter Bieri, Ludwig Binswanger, Eugen Bleuler, Mario Botta, François-Louis Cailler, Blaise Cendrars, Francesco Chiesa, Arthur Cohn, Alain de Botton, Jean-Charles-Léonard Simonde de Sismondi, Élie Ducommun, Bruno Ganz, Jeanne Hersch, Franz Hohler, Theodor Kocher, Bernhard Luginbühl, Ludwig Pfyffer, Alfred Rasser, Jost Ribary, Hans Saner, Jörg Schneider, Philipp Albert Stapfer, Teddy Stauffer, Ignaz Paul Vitalis Troxler, Ägidius Tschudi, Adrian von Bubenberg, Hans Waldmann, Ruedi Walter, Dieter Wiesmann, Jean-Claude Wolf (dazu auch die mythologischen Figuren: Walter Fürst, Werner Stauffacher, Wilhelm Tell, Arnold von Melchtal, Arnold Winkelried – der Mythologie habe ich hier eine Kategorie gegeben, da dies in der Schweiz historisch sehr wichtig ist; eine Kategorie habe ich auch der Philosophie gegeben: von meinen fünf Philosophen wurde in der Umfrage keiner genannt [auch irgendwie typisch für die Schweiz], demgegenüber wurden auch verschiedene andere Bereiche gänzlich übergangen, z.B. findet sich kein TV-Moderator oder Medienvertreter in dieser Umfrageliste, oder auch kein Vertreter der Volksmusik, u.a.). Natürlich kommen einem immer noch mehr Persönlichkeiten in den Sinn, die man da vielleicht auch berücksichtigen müsste: gehören nicht ein Adolf Muschg oder ein Hugo Loetscher auch dazu, vielleicht sogar ein Niklaus Meienberg, u.a. (man muss aber auch die Romands und Tessiner berücksichtigen), oder ein Kurt Früh, eine Margrit Rainer und eine Liselotte Pulver, oder ein Hazy Osterwald, ein Toni Vescoli und ein Stress, usw. usf., etc. etc. Interessant ist, dass in der Umfrage nur wenige aktuelle Stars, dafür aber viele frühere bis sogar historische Persönlichkeiten genannt wurden – das ist bzw. war eine relativ verantwortungsvolle Wahl, wie man sie eigentlich so gar nicht unbedingt erwarten würde (in vergleichbaren Umfragen sind oft mehr aktuelle und frühere Show-, TV- und Sport-Stars etwa dabei: wenn das Schweizer Volk bei einer solchen Wahl wirklich so verantwortungsbewusst ist, dann wäre das eine grosse Kulturfreude [und ich hoffe nicht, dass man hier nur Universitätsprofessoren befragt hat, aber ich denke nicht]).
Unter den 100 Persönlichkeiten der Umfrage finden sich auch fünf ausländische Persönlichkeiten: Rudolf von Habsburg ist natürlich kein Schweizer, Klee ist nicht eingebürgert, bei Calvin bin ich mir nicht sicher (er ist in Frankreich geboren), auch Borromini war eigentlich nie ein Schweizer (zu seiner Lebenszeit gehörte das Tessin noch nicht zur Eidgenossenschaft, jedenfalls nicht zum offiziellen Bund), dasselbe gilt auch für Rousseau (geboren im voreidgenössischen Genf). Ich habe bei meiner Liste in Klammern auch je bedeutende ausländische Persönlichkeiten angeführt, die einen bedeutenden Bezug zur Schweiz haben, und ich bin dabei auf folgende Namen gekommen (teils eingebürgert – nur solche, die bis dahin noch nicht genannt wurden): Andersch, Bakunin, Berners-Lee, Brecht, Chaplin, H.B. de Saussure, Dion, Einstein-Maric, Gebser, Hitzfeld, Jaquet-Droz, Lenin, Mann, Marat, Musil, Napoleon, Nestlé, Nietzsche, Pareto, Rappan, Schlachter, Schumacher, Schwab, Sik, Steiner, Sutter, Tumarkin, Tussaud, Walras, Wille. Diese Liste wäre fast beliebig erweiterbar. Die Liste der ausländischen Persönlichkeiten ist für die Schweiz noch einiges beeindruckender als die Liste der inländischen Persönlichkeiten, notabene (wenn man alle dazu nehmen würde: da kommen ja noch Hegel und Herbart etwa dazu, oder Moore und Turner, usw. usf., etc. etc.). Man könnte auch hierzu eine Liste von 100 Persönlichkeiten machen mit hohem internationalem Bekanntheitsgrad, die sehr interessant wäre (vgl. eine umfangreiche Liste dazu). Und mehr als bemerkenswert hier natürlich: dass die Schweizer einen Deutschen, wenn auch eingebürgert, zur grössten Schweizer Persönlichkeit aller Zeiten wählten (oder besser gesagt: einen Weltbürger). Ferner erwähnenswert, dass es von den Rekordbundesräten nach Amtsdauer keiner in die ersten 100 geschafft hat: 1. Karl Schenk (FDP/BE, 1863-1895) 31 Jahre, 2. Adolf Deucher (FDP/TG, 1883-1912), 29, 3. Giuseppe Motta (CVP/TI, 1911-1940) 28, 4. Wilhelm Matthias Naeff (FDP/SG, 1848-1875) 27, 5. Emil Welti (FDP/AG, 1866-1891) und Philipp Etter (CVP/ZG, 1959-1977) je 25, 7. Eduard Müller (FDP/BE, 1895-1919) 24. Das wäre also der All-Time-Bundesrat nach Amtsdauer. Nähme man nach dieser Umfrage die ersten sieben Politiker für einen 'Umfrage-Bundesrat', ergäbe sich folgende (etwas verrückte!) Zusammenstellung: Duttweiler (LdU), Escher (FDP), Matter (JB), Ritschard (SPS), Tschudi (SPS), Ziegler (SPS), Blocher (SVP). Und noch ein etwas spezieller Bundesrat: der erste in der Geschichte der Schweiz (im Bild*, nach der Gründung des Bundesstaates 1848). Oben: Munzinger. Mitte: Ochsenbein, Furrer (Präsident: er schaffte es als einziger Bundesrat des 19. Jahrhunderts in die ersten 100 der Umfrage), Druey. Unten: Franscini, Frey-Herosé, Naeff. Das Bild sagt wahrscheinlich auch einiges aus über den ersten Bundesrat. (Mit diesem Bild möchte ich übrigens nicht irgend eine Verherrlichung der Vergangenheit ausdrücken, auch keine übertriebene Last der Vergangenheit manifestieren, vielleicht eher eine Wertschätzung des Bundesstaates anzeigen, und das ist das Bild, welches einem ganz allgemein zum Thema Bundesrat in den Sinn kommt.)
* Dieses bekannte Bild des ersten Bundesrates hat übrigens ein historisches Vorbild im Gemälde der (sogenannten) Göttinger Sieben des deutschen Malers Carl Rohde, 1837/38 (das waren sieben Göttinger Professoren, welche 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten). Das Bild vom ersten Schweizer Bundesrat stammt, ohne Angabe eines Verfassers, aus der "Chronik der Schweiz" (1987, vom deutschen Chronik-Verlag). Dies nur als kleine Nebenbemerkung zu diesem Bild. Die Schweizer Bundesstaatsgründung stand zeitlich in einem gewissen Zusammenhang mit Nachwehen der Französischen Revolution des 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa, nämlich mit der Julirevolution in Frankreich 1830 und der Deutschen Revolution von 1848/49 (diese steht ebenso für dieses Datum der Schweizer Bundesstaatsgründung wie die Abdankung des [bislang] letzten Königs in Frankreich im selben Jahr 1848: Louis-Philippe I. ['Roi Citoyen']).
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