Meine Philosophie (auf den Punkt gebracht).


Einführung. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Vorurteile die Leute gegenüber der Philosophie haben (dabei gibt es sie doch schon seit über 2500 Jahren, und sie war an vielen bedeutenden kulturellen Entwicklungen mitbeteiligt [inkl. Wissenschaft, Demokratie, Völkerbund (UNO), u.v.a.]*). Vielleicht hatte ich früher auch Vorurteile - ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich über die Philosophie dachte, bevor ich mich bedeutender mit ihr beschäftigt habe (vielleicht habe ich auch gar nichts über sie gedacht, weil ich eigentlich gar nichts von ihr gewusst habe [man kann einen Begriff im Gedächtnis haben, ohne irgendetwas Wesentliches darüber zu wissen oder davon zu denken]). Niemand hätte in meiner früheren oder späteren Jugendzeit gedacht, dass ich einmal ein philosophischer Schriftsteller werden würde (meine Vorfahren kommen hauptsächlich vom Wirtschaftlichen [Vater und Mutter] und vom Handwerklichen [beide Grossväter und Grossmütter]) - aber wie das Leben manchmal so spielt: es bringt manchmal spezielle Sprünge und Wendungen. Ich begann in meiner Gymnasiumszeit damit, mich mit Literatur zu beschäftigen und auch selber zu schreiben (zuerst Gedichte und Kurzgeschichten, später auch Theaterstücke und Romanfragmente [dies alles ohne jegliche Ambitionen auf eine Veröffentlichung, notabene] - es war natürlich gerade die grosse Zeit der Schriftsteller in der Schweiz [Frisch, Dürrenmatt, Muschg, Loetscher, Nizon und andere; alles auch irgendwie sehr anregend für mich]). Dabei gab es auch schon erste Kontakte mit der damaligen Populärphilosophie (etwa mit der New-Age-Literatur [Vester, Capra, Sheldrake, Fromm, Jonas] oder der existentialistischen Belletristik [Camus, Sartre]). Für mich war das noch nicht wirklich 'Philosophie', sondern einfach bloss Bestseller- und Populärliteratur. Etwa in der Phase zwischen dem 27. und dem 30. Lebensjahr begann ich mich intensiver mit philosophischer Literatur auseinandersetzen und in der Folge las ich - neben Büchern zur Philosophiegeschichte (womit man immer anfangen sollte, wenn man sich für Philosophie interessiert) - sehr intensiv eine ganze Menge von Klassikern und Philosophen verschiedenster Richtungen (von Platon bis Aristoteles, von Augustinus bis Thomas von Aquino, von Hobbes bis Locke, von Descartes bis Rousseau, von Kant bis Hegel, von Heidegger bis Sartre [u.v.a.]). Ich bin also ein vollkommen autodidaktischer (Bücher-) Philosoph. Im heutigen Internetzeitalter würde solches wohl gar niemandem mehr in den Sinn kommen - ich gehöre aber zur letzten Generation der reinen Bücherphilosophen ebenso wie auch zur ersten Generation der Internetphilosophen. Wie schon bei der Beschäftigung mit der belletristischen Literatur im Gymnasium fing ich auch in der Philosophie rasch an, selber philosophische Texte zu schreiben. Ich schrieb vieles und verwarf auch vieles wieder, bis sich einige Gedanken so verfestigt hatten, dass ich daran dachte, ein eigenes philosophisches Buch zu schreiben, welches ich auch veröffentlichen wollte (das war im Jahr 2003 der Fall). Dabei habe ich schon früh damit angefangen, ein eigenes philosophisches System zu begründen, in welchem der Begriff des (Da-) Seins im Vordergrund steht - offenbar reichten mir die Ideen und Begründungen der aktuellen Philosophie nicht aus. Eine ausführliche Beschäftigung mit der Philosophiegeschichte und mein eigenes philosophisches Weltsystem bilden das Fundament meiner Philosophie. Eigentlich wollte ich nur ein einziges Buch zur Philosophie schreiben, doch die Beschäftigung mit diesem Thema ging weiter und weiter - und mittlerweilen sind vier Bücher daraus geworden (derzeit arbeite ich am fünften).

* In der letzten Zeit ist die Philosophie zugegebenermassen ein bisschen schwieriger bis prekärer geworden, etwa oder v.a. mit der existentialistischen, der kritizistischen, der analytischen und der phänomenologischen Philosophie im 19./20. Jahrhundert. Praktisch alle heutigen grossen Richtungen der 'offiziellen' (universitären) Philosophie gehen auf das 19. Jahrhundert oder die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zurück - personell etwa oder v.a. auf Kierkegaard (Existentialismus), Nietzsche (Kritizismus), Frege (Analytik) und Husserl (Phänomenologie). Der Existentialismus, den ich immer noch für sehr relevant halte für unser Zeitalter (bis hin zu einem ökologischen Existentialismus), spielt heute in der Kunst eigentlich die bedeutendere Rolle als in der Philosophie - seit Schriftstellern wie Sartre oder Camus, aber auch etwa Frisch und Dürrenmatt (u.v.a.) - ist aber in der populären Kunst übertrumpft worden von Themen wie Science Fiction und (Dark) Fantasy. Daneben sieht man in der heutigen Philosophie kleinere Richtungen, die in der heutigen Spätmoderne meist ebenso rasch wieder vergehen, wie sie gekommen waren (erstaunlich gering ist auch etwa oder sogar der Einfluss der Ökophilosophie geblieben [dies sollte doch heute eines der Hauptthemen in der Philosophie sein (!)]). Im 20. Jahrhundert übernahm die US-Philosophie die führende Rolle von der europäischen Philosophie - sie beruht aber wesentlich auf dem Impuls von deutschsprachigen Einwanderern (daneben auch auf britischen sowie transzendentalistischen und pragmatistischen Wurzeln innerhalb der US-Philosophie [der Pragmatismus ist die eigentliche, immer wieder durchschlagende Hauptrichtung der US-Philosophie geblieben]). Die Philosophie hat allgemein an gesellschaftlicher Relevanz verloren - auch oder selbst unter den Intellektuellen und an den Universitäten - gegenüber den anderen Disziplinen. Früher war sie ein bedeutender oder sogar der bedeutendste Motor der Kulturentwicklung, heute hat sie teils Mühe, überhaupt noch ihre Existenzberechtigung zu erklären**, in einem Zeitalter, welches sehr klar von der Wissenschaft dominiert wird. Man kann vermutlich auch sagen, dass ein grosser Teil der heutigen Philosophie, insbesondere der analytische Teil (mit der Analytischen Philosophie der Sprache, des Geistes und des Bewusstseins) versucht, die Philosophie als reine Wissenschaft zu betrachten, was meiner Meinung eine ambivalente Sache ist: die Philosophie ist zwar eine Wissenschaft, und sollte daher auch möglichst wissenschaftlich sein, andererseits stellt sie aber doch neben der Religion und der Wissenschaft auch einen eigenen Weltzugang dar, worauf sie sich ebenfalls berufen soll. Die Philosophie befindet sich also v.a. in einer ambivalenten Situation (zwischen der Religion und der Wissenschaft, oder auch: zwischen der moralischen Kultur und dem gesicherten Wissen).

** Worin besteht für mich überhaupt die heutige Existenzberechtigung der Philosophie? Sie besteht meiner Meinung nach - nebst den (frühen) Grundlagen (in fast allen Wissenschaften) - im Überblick und in den Zusammenhängen, wo die Philosophie interessanter und kompetenter sein kann als die fachspezifischen Wissenschaften. Daneben ist die Philosophie ein gutes Mittel, um die bzw. unsere heutige Kultur und Zeit besser kennenzulernen und zu verstehen. Für mich ist sie auch bedeutend als Ideengeschichte, d.h. als Fachgebiet, in welchem die bedeutenden Ideen der menschlichen Kultur hergeleitet sind (oder kommentiert - im Fall der Religion, welche zeitlich früher angesiedelt wird als die Philosophie [Glauben und (Nach-) Denken hat es in der Menschheitsgeschichte aber eigentlich je wohl immer schon gegeben]). Die Philosophie kann verschiedene Weltbilder (und Ideen) erwägen, während jenes einer bestimmten Religion oder auch der technizistischen Wissenschaft doch relativ fix vorgegeben ist (oder zumindest in der entsprechenden Tradition so erscheint).



Anmerkung: Die folgenden, im weiteren Text hochgestellten Zahlen beziehen sich auf die Ersterwähnung des entsprechenden Gedankens in meinen Büchern: eine Zusammenstellung davon findet sich weiter unten im Text.



System und Ausrichtung. Braucht der Mensch überhaupt ein Weltbild - oder nicht? Das ist heute durchaus eine strittige Frage - wenn es das nicht schon immer war. Das Faktum dazu ist wohl dieses, dass es immer irgendwelche Weltbilder gibt, und dass sowohl die Religion, wie auch die Philosophie und die Wissenschaft ihre je spezifischen Interessen dafür haben, ein adäquates Weltbild zu präsentieren. Es gibt in der Philosophie auch die rein kritizistische Richtung (und diese war gerade im 20. Jahrhundert sehr stark), aber dies führt uns philosophisch letztlich wohl kaum weiter (der philosophische Skeptizismus ist aber immer ein Ausweg für Menschen, die sich mit der Frage nach den Weltbildern lieber nicht auseinandersetzen wollen [etwa im Sinn von: es gibt verschiedene Meinungen und jede hat ihre Berechtigung (das meine ich übrigens durchaus auch, und trotzdem möchte ich mich auch und besonders mit der Frage nach den Weltbildern auseinandersetzen - dies hat bei mir in einer Lebenskrise in jüngeren Jahren angefangen)]). Der erste Philosoph, welcher ein philosophisches Weltbild und/oder -system aufstellte, war Empedokles. Für ihn bestand die Welt aus vier Elementen (Erde, Wasser, Luft, Feuer) und zwei Kräften (Liebe, Streit). Das ist ein Weltsystem bzw. das war das erste eigentliche Weltsystem der Philosophie. Heute sollten wir ein bisschen weiter sein, aber sind wir das wirklich? Die Philosophen haben manch anderes erwogen seither. Und die (offizielle oder universitäre) heutige Philosophie kann und/oder will kein eigentliches Weltsystem mehr anbieten. Ein bedeutender Grund dafür besteht vermutlich in den Enttäuschungen mit den grossen politischen Ideologien (sofern man diese je für sich selber betrachtet und behauptet [Christentum bzw. politisches Christentum, Liberalismus/Kapitalismus, Sozialismus/Kommunismus]), aber das waren ja keine Weltsysteme, sondern eben eigentlich nur politische Systeme. Man kann zwar vielleicht sagen, dass wer die Welt verändern will, die Politik verändern muss, aber trotzdem sind politische Systeme keine philosophischen Weltsysteme - sondern: sie sind politisch tendenziös (daher bin ich in der Politik für einen vernünftigen Ausgleich der Tendenzen [wie es in unseren heutigen Demokratien mit den verschiedenen Parteien idealiter der Fall ist]). Die Politik bestimmte das Weltgeschehen im 20. Jahrhundert, v.a. mit der politischen Auseinandersetzung zwischen dem Liberalismus und dem Sozialismus. Auch die Philosophie ist im 20. Jahrhundert politisch(er) geworden (zumindest ein bedeutender Teil der Philosophie, und in diesem Prozess der Politisierung von mehr oder weniger allem stecken wir immer noch drin [wir merken heute ganz deutlich immer wieder, wie hochpolitisch diese Zeit ist: gerade etwa 2019 mit den Ökoprotesten um Greta Thunberg und 2020 mit den Coronaprotesten der Massnahmengegner]). Unser heutiges Weltbild wird natürlich - neben der Politik - v.a. von der Wissenschaft geprägt: wir leben in einem szientifistischen und technizistischen Zeitalter - so bedeutend, dass wir offenbar meinen, dass die Wissenschaft irgendwann einmal schon alles richten wird, und dass wir gar kein (philosophisches) Weltbild mehr benötigen würden (bzw. gar nicht weiter über die Welt nachdenken müssten [!]). Doch wo bleibt der Mensch in diesem technokratischen Weltbild? Ist ein zukünftiges Weltbild alleine geprägt von den Möglichkeiten und Grenzen von Maschinen, Robotern und Cyborgs? Ein philosophisches Weltbild kann die Bereiche von Religion/Esoterik, Philosophie/Politik und Wissenschaft/Wirtschaft sowie Kunst/Spiel und Medien/Recht - für mich so etwas die Grundbereiche der menschlichen Kultur bzw. die bedeutendsten Weltzugänge - ausgleichend betrachten. Im 20. Jahrhundert gab es nur wenige Systemphilosophen, d.h. Philosophen, die bewusst ein philosophisches System in den Vordergrund ihrer Philosophie gestellt haben - ich sehe zwei interessante Namen diesbezüglich: Nicolai Hartmann (Aufbau der realen Welt: Unorganisches, Leben, Seele, Geist) und Jean Gebser (Strukturmodell der Bewusstseinsentwicklung: Archaisches, Magisches, Mythisches, Mentales, Integrales [vgl. Integrale Theorie]). Beide vertraten ein sogenanntes Schichtenmodell bzw. ein System mit verschiedenen Ebenen, wie ich das auch tue (ich schliesse mich also mit meiner Systematik, wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung, philosophiegeschichtlich an diese beiden Philosophen an [wobei die Erhebung von philosophischen Schichtenmodellen historisch eigentlich bis auf Aristoteles zurückgeht]; meine Philosophie hat jedoch verschiedene Wurzeln und Hintergründe - dazu gehört die systematische Philosophie, aber u.a. oder speziell auch etwa die ontologische Philosophie, die politische Philosophie oder die New-Age-Philosophie). Meine Systematik vom (Da-) Sein1 hat fünf verschiedene Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln2 - was dazu unbedingt angefürt werden muss [als gerichtetes bewusstes Tun und bewusstes Nicht-Tun]). In meinem System steht am Anfang, also als Urgrund von allem, das (Da-) Sein - mit der Erklärung von einer Schöpfung vom (reinen) Sein durch Gott und/oder der Natur ins Dasein3 - und am Ende das Handeln, d.h. das bewusste Tun: das (raumzeitliche) Dasein ist sozusagen das erste Wesentliche in der Welt (das reine Sein sagt nur aus, dass überhaupt eine Welt ist, das daseinshafte Wesen sagt aus, wie die Welt ist [grundsätzlich: raumzeitlich]), das Handeln die letzte, bewusst gewählte Tätigkeit des Menschen als Individuum und der Menschen allgemein im Kollektiv. Das ist der Sinn dieser Aufstellung (in der Mitte steht das Glauben, wobei ich hier nicht einen bestimmten religiösen Glauben meine, sondern das Glauben allgemein [jeder Mensch glaubt an irgendetwas, oder an verschiedene Dinge, auch Menschen, die sich als nicht-religiös bezeichnen, glauben an irgendwelche bzw. verschiedene Dinge]). Die bedeutendsten Grundsätze in diesem bewussten Tun, dem Handeln, sind für mich - auf einer allgemein menschlichen Ebene - (nebst der Wirtschaftskraft, notabene) die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit4. Daher vertrete ich eine Neuausrichtung der Wissenschaften: die Naturwissenschaften sollen ökologisch, als Natur-, Technik- und Ökowissenschaften, die Geisteswissenschaften soziologisch, als Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, ausgerichtet werden5. Dies ist für mich die einzige Möglichkeit, wie wir den Problemen der Zukunft adäquat begegnen können.


Weiteres/Diverses. Wie der Name der Rubrik sagt, ist hier Weiteres zu diversen Themen aufgeführt, was einen weiteren Ein- und Überblick zu meiner Philosophie gibt. Die Philosophie habe ich eingeteilt in fünf (Grund-) Gebiete: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik6. In der Metaphysik habe ich die Frage nach dem Urgrund behandelt: der Urgrund ist das (Da-) Sein7 (Gott tritt in der Religion als Schöpfer vom Sein ins Dasein auf8; ebenso können wir aber auch von der Natur sprechen [dieser Unterschied in der Auffassung des Ursprünglichen hat keinen Einfluss auf mein Grundsystem]). In der Logik werde ich in meinem fünften Buch eine operationale Logik begründen (das wird dort besprochen werden). Ebenso habe ich die (regressive) Ursache-Wirkungs-Beziehung von der (intentionalen) Grund-Folge-Beziehung unterschieden9: das sind die beiden unterschiedlichen Grundprinzipien der Natur- und der Geisteswissenschaften (die Naturwissenschaft fragt nach den Ursachen [in der Natur], die Geisteswissenschaft nach den Folgen [des Tuns]). In der Ethik habe ich auf die erstaunliche Übereinkunft in der östlichen und westlichen Philosophie der Antike bezüglich der Tugend, welche auf die Mitte zielt, hingewiesen10 (Konfuzius/Aristoteles - das entspricht für mich auch der christlichen Mediation [in der Bibel ist von einem Gottesreich mitten unter uns die Rede]). Den Satz von Kant (Kategorischer Imperativ - wonach das eigene Handeln immer für ein allgemeines Gesetz herhalten können sollte) halte ich für einen ebenso unübertrefflichen wie auch unerreichbaren höchsten Satz der Ethik (letzteres macht ihn schwierig für die praktische Moral [für diese sind ethische Sätze jedoch bloss Idealvorgaben, weswegen eine gewisse Doppelmoral vermutlich unumgänglich ist (d.h. das Eine gutheissen, das Andere bzw. viel Anderes aber trotzdem zulassen - mehr dazu in meinem nächsten Buch)]). Bedeutend für die Ethik meiner Philosophie sind ferner natürlich auch die oben genannten (Kultur-) Ziele der Sozialgerechtigkeit und der Umweltverträglichkeit - ich würde diese sogar als oberste ethische Grundsätze postulieren (eigentlich sind dies aber die obersten Grundsätze der Politik - Politik ist ja nichts anderes als Ethik [und Recht] auf der Ebene von Gruppen und Gesellschaften [seit dem Beginn der Moderne, in der Zeit der Aufklärung, sind Ethik, Recht und Politik eng miteinander verknüpft (auch etwa im Satz von Kant, sowie auch in der Begründung des Liberalismus und des Sozialismus)]). Das Bewusstsein ist für mich ein zentraler Begriff in allem, was das menschliche Tun und Handeln betrifft - in meinen Erwägungen zum Bewusstseinsbegriff habe ich von drei Faktoren des Ur-Bewusstseins gesprochen: Orientierung, Konzentration, Koordination11. Ich habe mir auch einige Gedanken gemacht in verschiedenen Wissenschaftsgebieten und zu verschiedenen Wissenschaftsthemen. Bezüglich der Raum-Zeit der Physik habe ich den Raum und die Zeit wechselseitig definiert: den Raum als Anordnung in der Zeit, die Zeit als Veränderung im Raum12 (so ähnlich zu finden auch bei Schelling [wobei ich das aber selbstständig erarbeitet und erst später ansatzweise auch bei ihm gefunden habe*]). In der Physik habe ich ferner eine feldtheoretische Grundansicht erwogen, mit den Faktoren der materiell gebundenen Energie ('Materie'), der organisierenden Feld-Energie ([Energie-] 'Feld') und der freien Energie13 ('Energie' - das entspricht [trotz Ansätzen etwa in der Elektrodynamik] hier einer neuen [feldtheoretischen] Grundansicht der Physik [in der Physik spielen zwar feldtheoretische Überlegungen eine bedeutende Rolle, jedoch ist es noch nicht üblich, diese wirklich ins Zentrum der bzw. aller Physik zu stellen (vermutlich deswegen, weil Felder, je komplexer die Phänomene sind, allgemein schwieriger auszurechnen und zu beschreiben sind als 'Materie' und 'Energie')]). Bezüglich des in der heutigen Philosophie oft zitierten Leib-Seele-Problems habe ich darauf hingewiesen, dass dieses Problem längst gelöst ist durch die Vorstellung vom dreigliedrigen Menschen (Körper, Seele, Geist14, wie sie u.a. in der Philosophie von Steiner vorkommt, oder auch etwa: Hand, Herz, Kopf nach Pestalozzi - die Vorstellung soll, so habe ich einmal gelesen, ursprünglich von altägyptischen Wanderpredigern um die Zeit Christi Jesu stammen - jedenfalls aus einer alten Zeit [bedeutend ist die Philosophie der Triade allgemein auch im Neuplatonismus (Plotin, Porphyrios, Proklos) und im frühen Christentum (Marius Victorinus, Augustinus); in der selben Epoche trat sie bedeutend auch in der indischen Bhagavadgita auf (im 2. Jh. v. Chr.)]). In der Religion habe ich das Verhältnis zwischen dem Christus und dem kommenden Gesandten der Weltreligion, von welchem in der Esoterik die Rede ist, zu klären versucht. Diese Figur ('Weltlehrer', 'Maitreya') steht für mich - im Gegensatz zur fast gesamten westlichen Maitreya-Rezeption - nicht höher als der Christus (sondern auf der selben Stufe15; zudem bin ich der Meinung, dass diese Figur auch weiblich sein könnte16 (alle Einzelheiten zu dieser Figur sind offen - bestimmend ist für mich die Rolle der Friedensstiftung zwischen den Religionen und über diese hinaus [ich habe ferner von zwei anderen kommenden Figuren gesprochen (ob dies tatsächlich leibliche Figuren sind oder nur spirituelle Phänomene, das ist ebenfalls ungewiss)]). Ferner habe ich eine neue Himmelsordnung17 erwogen, in sieben verschiedenen Himmeln: vom Himmel des Schlüssels bis zum Himmel des Thrones (dieses Thema wurde seit dem Mittelalter nicht mehr aufgegriffen; ich habe diese Himmelsordnung - im Gegensatz zu früheren Erwägungen zu diesem Thema - direkt aus der Bibel abgeleitet [es handelt sich dabei um eine christliche Interpretation, welche aber auch allgemein gedeutet werden kann (dazu mehr in meinem nächsten Buch); auch dies ist für mich - wie das Maitreya-Thema - ein esoterisches Thema]). In der Politik habe ich ein Buch geschrieben zur Schweizer Politik (immerhin das einzige direktdemokratische Land der Welt, und daher für mich auch von philosophischer Relevanz [! - in diesem Buch habe ich u.a. die Zauberformel18 besprochen, einen EU-Beitritt der Schweiz mit Sonderstatus zum Schutz der direkten Demokratie vorgeschlagen19 sowie die Einführung der Wahlpflicht zur Aufhebung des Problems der Wahlbeteiligung unter 50% seit den späteren 1970-er Jahren20 (ich habe zu diesem Thema - für mich ist eine positive Wahlbeteiligung eine Grundbedingung in einer Demokratie überhaupt** - einen Offenen Brief an den Bundesrat geschrieben)]). In der Wirtschaft habe ich ein (kleines) Modell für die Weltwirtschaft begründet, in welchem die Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital) erweitert werden durch Sozialverträglichkeit und Umweltgerechtigkeit: dies ist mein modellhafter Vorschlag zu einer Verbesserung des Wirtschaftssystems bzw. zu einer bewussteren Weltwirtschaft21 - wir benötigen in Zukunft unbedingt eine sozialgerechtere und umweltverträglichere Wirtschaft; das sind wieder die beiden Faktoren, welche ich schon in meinen ethischen und politischen Erwägungen vorangestellt habe]). Schliesslich habe ich zwei verschiedene Zeit- und Epocheneinteilungen begründet: eine kulturgeschichtliche22 und eine astrologische Zeitrechnung23 (zu diesem Thema gibt es bereits verschiedene Rechnungen, ich habe eine neue Rechnung dazu angeführt [im Zentrum steht dabei die Frage nach dem Wassermannzeitalter (in der New-Age-Philosophie)]). Bedeutend ist ferner auch die Kleine Tafel der Philosophen nach Richtungen24 (was vermutlich der erste Versuch überhaupt ist, die gesamte Philosophie in einer Philosophenliste zu kategorisieren). Neue Themen gibt es teils im kommenden bzw. geplanten Buch (u.a. mit Spielphilosophie und Wissenschaftstheorie).

* Solches kommt in der Philosophie manchmal vor, weil man ja nicht jedes Werk der Philosophie bis in den hintersten Winkel kennen kann (insbesondere ist mir das auch etwa passiert mit dem Begriff der 'Weltreligion', welchen ich glaubte, zu begründen, den ich dann aber später bei Morris gefunden habe).

** Es gibt heute viele Menschen, die politisch verunsichert bis desinteressiert sind. Diesen Menschen möchte ich sagen, dass sie trotzdem mindestens wählen gehen sollten zur Unterstützung der Demokratie, des Parlaments und der (demokratischen) Regierung. Ich schlage für alle, die sich keiner Partei fest verpflichtet fühlen vor, so zu wählen, wie es für das System nötig erscheint (mein Kriterium ist dabei der vernünftige Ausgleich zwischen den Parteien und Kräften - man kann aber situativ oder überhaupt natürlich auch ein anderes politisches Motiv haben).



Bücher:


Postmoderne Ontologie (2003). Dies ist sozusagen mein philosophisches Grundbuch, in welchem meine gesamte, auch spätere Philosophie bereits vorangelegt ist. Die Systematik vom (Da-) Sein - mit den Dimensionen vom (Da-) Sein, vom Leben, vom Glauben, vom Denken und vom Handeln - ist hier ausführlich dargelegt. Sie bildet das Grundgerüst meiner Philosophie. Dazu gibt es in diesem Buch die breiteste Gedankenübersicht zu anderen Themen, wenngleich einiges später noch etwas besser und reifer ausgearbeitet wurde*. Die bearbeiteten Themen umfassen u.a. die Bereiche der Philosophie, Theologie, Psychologie, Physik, Mathematik, Biologie, Soziologie, Ökonomie, Esoterik, Astrologie. [612 Seiten.]

* Meine Philosophie entspricht ja nicht - wie es in der heutigen spezialisierten Philosophie eigentlich üblich ist - einer Bücherreihe zu verschiedenen Spezialthemen, sondern einer fortwährenden Weiterentwicklung einer generalisierten Philosophie (und daher habe ich auch in jedem Buch eine übersichtsmässige Zusammenfassung gegeben vom aktuellen Stand meiner [Gesamt-] Philosophie [so wie ich das auch auf dieser Webseite hier tue]).

Politika 2000+ (2016). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft - evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung - oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]

Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]

Geschichte der Philosophie (2018). In diesem Buch liefere ich eine Darstellung der Philosophiegeschichte - von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideen-geschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine Tafel zu den Philosophen nach Richtungen. [288 Seiten.]




Hier finden sich die entsprechenden Passagen der Kernpunkte meiner Philosophie (siehe: hochgestellte Zahlen im obigen Text) in meinen Büchern. 1 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3-3.6 u. 3.8, S. 71-87 u. 92-101. 2 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.3, S. 33 u. 34. 3 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.2, S. 21-29. 4 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.9, S. 101. 5 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.1, S. 118. 6 Politika 2000+, 5.[0], S. 108; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 5.[0], S. 59. 7 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 65. 8 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 71. 9 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 128. 10 Postmoderne Ontologie, Kap. 2.1 u. 2.2., S. 38 u. 39. 11 Geschichte der Philosophie, Kap. 7.[0], S. 276. 12 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72. 13 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72 u. 73. 14 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.4, S. 76; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.4, S. 55. 15 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 91. 16 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 92. 17 Postmoderne Ontologie, Kap. 12.3, S. 446-459; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.1, S. 85-88. 18 Politika 2000+, Kap. 2.2, S. 35-37. 19 Politika 2000+, Kap. 3.4, S. 68 u. 69. 20 Politika 2000+, Kap. 3.7, S. 71 u. 72. 21 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 139 u. 140. 22 Geschichte der Philosophie, Inhaltsverzeichnis, S. 5-6. 23 Postmoderne Ontologie, Kap. 11.4, S. 404-411; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 93-95. 24 Geschichte der Philosophie, Kap. 6, S. 255-273.

Da ich in meinen Büchern jeweils auch eine aktuelle Zusammenfassung meiner Philosophie gemacht habe, finden sich die Ansätze teils in verschiedenen Büchern - ich habe hier jeweils die Ersterwähnung und/oder die eigentliche oder bedeutendste Erwähnung angegeben (wo mir zwei Erwähnungen gleich relevant erscheinen, habe ich beide angegeben). Die Angaben zu meinem zweiten Buch "Politika 2000+" beziehen sich auf die 2. Auflage - die erste war leider fehlerhaft korrigiert, und ich betrachte diese daher als nicht relevant. Natürlich findet sich in meinen Büchern noch sehr viel mehr, was für den Leser je nach Interesse interessanter oder weniger interessant ist - dies ist eine Auflistung meiner vielleicht bedeutendsten Ideen. Es würde zu weit führen, hier eine ausführlichere Aufstellung zu geben - dies genügt als kleine Übersicht über meine Philosophie. Das Meiste vom Diversen findet sich in meinem ersten Buch. Eine Darstellung der Philosophiegeschichte findet sich in meinem vierten Buch "Geschichte der Philosophie".




[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]






Die Startseite dieser Website.
INTERNE NAVIGATION

Allgemeine Seiten   -   HOMEPAGE   Sitemap   Person   Kontakt   -
Philosophie   -   myphilosophy   Philosophiegeschichte   Philotimeline   -   Anderes   -    Spielemuseum   -
Verlag   -   Verlag   -   Web und Info   -   Links   Internetbegriffe   Web-Publishing   -    Schweiz   -    Daten    Geschichte    Wahlen   -

SCREEN-ZOOM. 0.5, 0.75, 0.8, 0.9, 1.0, 1.1, 1.2, 1.25, 1.5, 2.0.

© Hirt Verlag + Publikation