Daten zur Schweizer Geschichte. Angeführt sind hier einige bedeutende Daten zur Zeit vor der Gründung der Eidgenossenschaft, und ferner, nach Jahrhunderten geordnet, einige bedeutende Daten zur Geschichte der Eidgenossenschaft bis zur heutigen Zeit. Ich habe zu jedem Jahrhundert auch fünf oder zehn Daten der Weltgeschichte angeführt (damit man sieht, in welchem internationalen Kontext die jeweilige Zeit etwa stand).
Spielidee. Wer sich auf spielerische Art ein bisschen weiterbilden möchte über Daten zur Geschichte, dem sei das Spiel TimeLine von Carlit Ravensburger empfohlen. Bei diesem Gesellschaftsspiel geht es darum, mit etwas Wissen und ein bisschen Glück Daten zur Schweizer Geschichte richtig einzuordnen (hier kann man die Spielregeln dieses Spiels einsehen). Ein paar der Daten in meiner Liste habe ich auch von diesem Spiel, das Meiste natürlich aber aus eigenem Wissen* und auch vom Internet natürlich.
* Dieses habe ich mir, da man in der Schule wenig bis gar nichts davon hört – ausser ein kleines bisschen Morgarten und Sempach (jedenfalls war das zu meiner Schulzeit so, und ich glaube, es ist heute nicht wesentlich anders) – v.a. durch ein Studium meines schweizhistorischen Standardwerks angeeignet, welches ich einmal per Zufall in einem Brockenhaus gefunden habe: der alten bzw. älteren 'Chronik der Schweiz' des deutschen Chronik-Verlags. Diese wird leider nicht mehr weitergeführt bzw. aktualisiert, ist aber auch in den alten und vergriffenen Ausgaben noch immer das mit Abstand beste Werk zur Schweizer Geschichte, während die Schweizer Verlage – man muss sie immer wieder rügen, für verschiedene Dinge – offenbar nichts Adäquates zustande bringen. Diese Chronik der Schweiz wurde in einer ganzen Reihe von Chronikbüchern in Zusammenarbeit mit dem Ex Libris Verlag herausgegeben vom Harenberg-Verlag in Dortmund (zu welchem dieser Chronik-Verlag gehörte), der aber 1994 diese Reihe an den Bertelsmann-Konzern weitergegeben hat. Im Internet findet sich nichts Genaues über dieses Buch, aber wahrscheinlich hat es nur eine Ausgabe davon gegeben (1987).
Ich habe versucht, die Daten so gut wie möglich zu recherchieren, aber es ist nicht gesagt, dass es keinerlei Fehler darin hat. Daher: immer alles ohne Gewähr (und das gilt natürlich eigentlich für alle Daten im Internet überhaupt: wenn man etwas ganz genau und sicher wissen will, dann sollte man das mehrfach überprüfen [ich mache das oft, aber immer geht natürlich nicht, abgesehen davon, dass einem auch Flüchtigkeitsfehler und ähnliches unterlaufen können]).
Die Weltgeschichte, die Europageschichte und die Schweiz. Nebst den Eckdaten in der Weltgeschichte in der Hauptliste zur Schweizer Geschichte, habe ich hier auch sämtliche Folgen der viel beachteten Jahrhundert-Dokumentarserie "100 Jahre - Der Countdown" des deutschen TV-Senders Phoenix zum 20. Jahrhundert angeführt. Dazu möchte ich sagen: erstens ist das ein historischer Rückblick von Journalisten, und zweitens ist ein historischer Rückblick von deutschen Journalisten. Das muss man sich bewusst sein, wenn man diese Sendereihe anschaut, die ansonsten aber doch recht interessant gemacht ist. Ein bisschen zu pompös vielleicht, stellenweise, aber das gehört ja bei den heutigen Medien immer ein bisschen dazu. Deutschland war aber auch der bedeutendste Faktor in Europa und stand eigentlich während dieses ganzen 20. Jahrhunderts im Zentrum der europäischen Geschichte, zuerst mit den grossen (Welt-) Kriegen, dann mit der legendären Mauer und schliesslich mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung. Es war (europäisch betrachtet) das Jahrhundert der Deutschen (die Sowjetunion zählte man im Westen nicht mehr zu Europa). Aus Schweizer Sicht ist festzuhalten, dass man in den vergangenen Jahrhunderten die Grösse aller Nachbarn kennengelernt hat – jene Deutschlands eben im 20., jene Österreichs (bzw. Österreich-Ungarns) im 19. und jene Frankreichs im 18. und 17. Jahrhundert (und Italien war sozusagen ein bisschen früher dran und hatte das alles schon längstens und deutlich genug bewiesen [und der erste grosse helvetische Niedergang war auch jener Divicos versus Caesar]). Heute, wo die grossen Nachbarn, weil sie manches etwas übertrieben hatten, ein bisschen durchschnaufen müssen, könnte die Gefahr bestehen, dass die Schweiz ihrerseits ein bisschen an Grössenwahn erkranken könnte. Ich hoffe, dass dies nur eine relativ kurze Phase ist, aber item. "Small is beautiful!", sagte der Schweizer Schriftsteller Meienberg anlässlich der 700-Jahre-Bundesfeier der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1991, wohl weislich ahnend wahrscheinlich, dass die Schweiz nie, oder jedenfalls in absehbarer Zeit nicht die Chance haben würde, irgendwie wirklich über sich selber hinaus zu wachsen (was er nicht als negativ eben, sondern als positiv empfand). Etwas weniger spektakulär, dafür aber etwas humorvoller ist die französisch-japanische Zeichentrickserie "Es war einmal... der Mensch". Auch wenn nicht alle Aussagen zur Weltgeschichte ganz lupenrein darin sind, eignet sich diese Serie hervorragend für Kinder jeden Alters. Beide Serien gibt es natürlich auch auf DVD, was etwas bequemer ist zum Anschauen. Über die Schweiz und deren Geschichte gibt es natürlich nichts Vergleichbares, wie gesagt: grosse Dinge sind im Grunde nicht so sehr das Ding der Schweiz. Daher gibt es zur Schweizer Geschichte hier auch mehr oder weniger nur die nackten Daten und nicht allzu viel Weiteres dazu.
Bild: deutsche Reichsbanknote über 100 Billionen Mark während der Hyperinflation. Preis für 1 kg Roggenbrot in Berlin (in Reichsmark). Januar 1917: 0,34. Januar 1919: 0,54. Dezember 1920: 2,37. Dezember 1921: 3,90. Dezember 1922: 163,15. Januar 1923: 250,00. März 1923: 463,00. Juni 1923: 1'428,00. Juli 1923: 3'465,00. August 1923: 69'000,00. September 1923: 1'512'000,00. Oktober 1923: 1'743'000'000,00. November 1923: 201'000'000'000,00. Nie war bisher eine führende Welt- und Industrienation von einer ähnlich schlimmen Hyperinflation betroffen (The Worst Hyperinflation Situations of All Time). Die schlimmste Hyperinflation aller Zeiten registrierte man bis dato in Ungarn 1946; die höchste dort ausgedruckte Banknote betrug 100 Millionen Bilpengö = 100 Quintillionen Pengö. Vier der fünf schlimmsten Hyperinflationssituationen stammen aus Europa, und: Griechenland und Ungarn, zwei der grössten Problemnationen in der derzeitigen Eurokrise, gehörten schon nach dem Zweiten Weltkrieg zu den schlimmsten Fällen von Hyperinflationen aller bisherigen Zeiten (ein Beispiel wahrscheinlich dafür, dass nicht alle Probleme nach dem Zweiten Weltkrieg adäquat genug gelöst wurden, und in diesem Fall wäre auch das ganze Nachkriegseuropa mitschuldig an der heutigen Krise, und für solche Bilder, u.a.: die Schweiz kann sich, trotz ihrer Neutralität, als [west-] europäische Nation hierbei ganz sicher nicht ausnehmen). Was wir heute sehen in Europa, ist vermutlich nicht der Untergang Europas und/oder des Abendlandes, sondern es ist die Unmöglichkeit eines Wirtschaftswachstums (nach den zwei zerstörerischsten Kriegen in Europa und der Welt aller Zeiten) von 0 auf 100 in rund 50 Jahren. Das war eine schöne, aber nicht unproblematische Illusion. Das heisst: es nichts als logisch, eigentlich, dass die Vernunft heute gewisse Fragen dazu auch stellen muss. Und gefragt ist heute in Europa demnach also ein langfristiger Aufbau, welcher auch solid genug ist für die Zukunft. Dass Europa heute offenbar auf finanzielle Hilfe von China angewiesen ist (und dieses auch sogar anbettelt darum), also von einem Land, welches man vor noch nicht allzu langer Zeit in Europa noch fast der 'Dritten Welt' zurechnete, ist im Grunde mehr als peinlich, und es bedeutet weniger, dass die Einen alles richtig gemacht haben, als vielmehr, dass die Anderen sehr vieles falsch gemacht haben, und weiter falsch machen (Cars from extinct British manufacturers). Eine Kritik an der europäischen Wirtschaft (und Wirtschaftspolitik) der letzten Jahrzehnte ist jedoch nicht zu hören, weder in der Schweiz noch anderswo. Die Wirtschaft ist im Westen eine heilige Kuh. Manchmal frage ich mich, ob man sich der weltpolitischen Dimensionen überhaupt noch bewusst ist. Hier ein paar Zahlen zu den aktuellen Wirtschaftsverhältnissen (Bruttoinlandprodukt BIP in Billionen US-Dollar, 2009 [nach World Economic Outlook Database des Internationalen Währungsfonds IWF]): Welt 57.9, Europäische Union 16.4, USA 14.3, Japan 5.0, China 4.9, Deutschland 3.4, Frankreich 2.7, Grossbritannien 2.1, Italien 2.1 (usw. usf., etc. etc.). Wer so viele Billionen zur Verfügung hat und noch betteln muss, der kann wahrlich nicht alles richtig gemacht haben (oder anders gesagt: der ganz normale Bürger kann so etwas nicht mehr verstehen [und die Wirtschaftsleute wollen es nicht erklären]). Das BIP hat übrigens nichts direkt mit den Staatsverschuldungen zu tun, denn diese sind eine politische Grösse, das BIP aber ist eine ökonomische Grösse (rein theoretisch [und ohne Gewähr, wie gesagt: ich komme da auch nicht so ganz genau draus]). Punkto Staatsverschuldung steht übrigens die Schweiz im ehemaligen 'Westeuropa' noch relativ gut da, falls man sich so ausdrücken darf, nämlich hinter Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen auf Platz 5 (die Länder des ehemaligen 'Osteuropas' haben im Allgemeinen eine deutlich geringere Staatsverschuldung, die deutlich geringste haben Estland und Russland). Aber die Frage heute ist natürlich ganz aktuell eine ganz andere: was passiert eigentlich, wenn ein Staat bankrott geht? Wenn eine Firma bankrott geht, dann wird die Firma aufgelöst, und die Mitarbeiter können den Laden verlassen. Darum sage ich: es ist eine politische Grösse. Wenn Schweizer Politiker und Wirtschaftsvertreter teils heute von einem 'Wirtschaftskrieg' sprechen, so ist das beunruhigend; der deutsche Comedian Georg Schramm sprach indessen schon im Jahr 2010 von einem Wirtschaftskrieg in Europa. Wieder also ist Europa das Zentrum des Krieges, wie schon bei den zwei Weltkriegen und beim Kalten Krieg. Einen wahren Frieden hätte es demnach noch gar nicht gegeben, sondern: man eilt von einem Krieg offenbar übergangslos zum nächsten, und das Andere stünde dann also, in einer mehr oder weniger fernen Zukunft, erst noch bevor: die Organisierung des Friedens. Solange der Mensch noch träumen kann, ist er noch nicht verloren. Nachdem in den letzten Kriegen weder die Welt noch die Kälte besiegt werden konnten, ist zu vermuten, dass auch in diesem neuen Krieg die Wirtschaft nicht besiegt werden kann; angesichts dessen wäre es vielleicht gescheiter, diesen Krieg gar nicht erst zu führen. Dass der Frieden eine wichtige Grundvoraussetzung ist für den internationalen Handel und damit eine florierende Wirtschaft im Allgemeinen, sagte schon der antike griechische Philosoph Xenophon (426-355 v. Chr.), so etwas wie der erste grosse Wirtschaftsweise und ein Zeitgenosse der grossen Klassiker der altgriechischen Philosophie in Athen (Sokrates, Platon und Aristoteles); und das kann jedem einleuchten, wenn er es genau bedenkt. Das würde auch bedeuten, dass die Wirtschaft mit einem Krieg im Grunde nicht allzu viel anfangen kann.
Die Weltgeschichte halte ich für eine sehr wichtige Sache für die Menschheit – nicht nur, weil der aktuelle Mensch von ihr herkommt, sondern auch, weil sie viele wertvolle Lehrstunden beinhaltet. Die Geschichte alleine nützt dem Menschen aber noch nicht allzu viel: es braucht auch viel Vernunft dazu, um die richtigen Schlüsse aus der Geschichte zu ziehen. Denn es kommen nie zwei Dinge genau gleich vor, so dass der Mensch manchmal die Gefahr der Vergangenheit fürchtet und die Gefahr der Zukunft verkennt; und nicht selten brachte auch eine extreme Gegenreaktion nach einem extremen Ereignis ungeahnte neue Probleme. Man sollte also die Weltgeschichte mit Vernunft betrachten (was nicht bedeutet, dass nicht manchmal auch ganz klare Haltungen gefragt sind) – zuvor muss sie aber überhaupt erst einmal betrachtet werden.
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Die Daten.
Geschichte ist nicht dazu da, um Daten auswendig zu lernen,
sondern: sie soll Entwicklungen und Zusammenhänge ersichtlich machen.
Schweizer Geschichte
Prähistorische Zeit, Pfahlbauer (4500-1000 v. Chr.?).
Kelten in Mitteleuropa (La-Tène-Kultur, 5.–1. Jh. v. Chr).
Völkerwanderungszeit in Mitteleuropa (ab 2. Jh. v. Chr.).*
* Der keltische Stamm der Helvetier – eigentlich waren es mehrere Stämme: es ist etwa von vier Stämmen die Rede (aber die Angaben über diese Stämme sind unterschiedlich: der bedeutendste Stamm soll jener der Tiguriner gewesen sein) – war Teil dieser Völkerwanderung; woher die Helvetier genau kamen, ist letztlich unbekannt. Die Völkerwanderung wurde ausgelöst durch germanische Stämme, die vom hohen Norden nach Süden zogen (anfangs v.a. Kimbern und Teutonen), später auch von den Hunnen, die vom Osten her in Europa einfielen. Diese Einfälle von Norden und von Osten zwangen viele Völker, ihr angestammtes Gebiet, aus welchem sie verdrängt wurden, zu verlassen und sich eine neue Heimat zu suchen. Die grösste Zeit der europäischen Völkerwanderung liegt etwa um das Jahr 400: für die Schweiz ist aber dieser frühere, erste Schub bedeutender. Die Geschichte der Helvetier ist nur recht schwierig rekonstruierbar, daher ohne Gewähr – insbesondere ist auch nicht klar, ob der Völkerwanderungszug der (tigurinischen) Helvetier, welcher im Vordergrund der helvetischen Geschichte steht, den Hauptteil des helvetischen Volks repräsentiert, oder ob es sich dabei nicht eher um einen Zug von wagemutigen und vielleicht sogar abenteuerlustigen Auswanderern handelte, was auch möglich ist (und nicht ungewöhnlich war zur Zeit der grossen Völkerwanderung): die unrealistischen Vorstellungen der beiden heldenhaften Figuren Divico und Orgetorix würde eigentlich für diese Theorie sprechen (der Eine wollte Caesar besiegen, der Andere ganz Gallien erobern – sagt man). Wie auch immer: die heldenhaften grossen Figuren von Divico und Orgetorix haben die helvetische Geschichtsauffassung wesentlich geprägt (so dass eigentlich nur von ihnen die Rede ist diesbezüglich: vom Leben und Wirken der anderen Helvetier weiss man wenig bis gar nichts, und es gibt auch keine eigene Geschichtsdarstellung zu jener Zeit, sondern nur Berichte von römischen Geschichtsschreibern); sicher ist nur, dass die Zeit der Völkerwanderung für ganz Europa eine ziemlich wirre Zeit war. Weitere keltische Stämme im Gebiet der Schweiz waren etwa die Allobroger (bei Genf), die Rauriker (Baselbiet/Elsass) sowie die Lepontier (Tessin, nördlich des Monte Ceneri). Die Helvetier sind also keineswegs als die Schweizer Urbevölkerung zu betrachten, sondern: sie sind ein Teil von einer früheren Bevölkerung der Schweiz.
Helvetier schliessen sich Kimbernzug an (107 v. Chr.).
Divicos Sieg gegen römisches Heer bei Agen (107 v. Chr.).
Helvetier ziehen östlich über Brennerpass (103 v. Chr.).
Römer zerschlagen germanische Verbündete (101 v. Chr.).
Helvetier ziehen nach Norden (101 v. Chr.).
Siedlung der Helvetier beim Neuenburgersee (100 v. Chr.).
Helvetier weichen Germanen nach Süden aus (61 v. Chr.).
Divico führt Helvetier nach Genf (58 v. Chr.).
Helvetier weichen Caesar nach Nordwesten (58 v. Chr.).
Divico lehnt Friedensangebot Caesars ab (58 v. Chr.).
Helvetier unterliegen Caesar bei Bibracte (58 v. Chr.).*
Niederlage der Gallier gegen Caesar bei Alesia (52 v. Chr.).
* Diese vernichtende Niederlage war entscheidend für die Besiedlung des heutigen Gebietes der Schweiz durch die Helvetier: Caesar drängte sie zurück in dieses Gebiet und benutzte sie zur Bildung eines Pufferlandes zwischen seinem Reich im Süden und den nördlichen Germanen. Die Kriege mit Caesar sind in dessen Bericht "De Bello Gallico" beschrieben; Cicero erwähnte, dass die Helvetier nach ihrer Niederlage gegen Caesar mit Rom ein Bündnis geschlossen hätten. Die Helvetier siedelten im westlichen Mittelland, während das Alpengebiet mehrheitlich von den Rätern bewohnt wurde (etwa im Gebiet zwischen Lago Maggiore, Como, Verona, Unterinntal und Bodensee – deren Nachbarn waren also nebst den Römern die keltischen Helvetier im Westen, die keltischen Noriker im Osten sowie die keltischen Boier im Norden [vermutlich verantwortlich für heutige Gebietsnamen wie Böhmen oder Bayern]; woher die Räter stammen ist auch nicht klar: Hypothesen, wonach es sich dabei um alte Etrusker handeln soll, sind nicht allgemein anerkannt). Das deutschschweizerische Mittelland gehörte während der Römerzeit teils zuerst zur Provinz Belgica (Hauptstadt: Reims), später zur Provinz Germania Superior (Hauptstadt: Mainz). In ihrer neuen (alten?) Heimat, nördlich der Alpen, waren die Helvetier ungeschützt vor dem drohenden Einfall der germanischen Alemannen.
Karte zur Zeit der römischen Besetzung.
Helvetier siedeln im Gebiet der heutigen Schweiz an.
Römische Herrschaft (Basilea, Genava, Lousonna, Turicum).
Kaiser Augustus erobert Alpengebiet (25-15 v. Chr.).
Einfall der germanischen Alemannen (ab 259/260).
Römer schlagen Alemannen bei Mailand zurück (260).
Rückzug der Alemannen über die Alpen (260).
Römer ziehen Truppen aus Alpenvorland ab (401).
Alemannen unterliegen bei Vorstoss Franken (496).
Langobarden im Tessin und Südbünden (586).
Besiedlung des Gebiets der Waldstätte (7./8. Jh.?).
Hl. Deutsch-Römisches Reich in Mitteleuropa (ab 800).
835 Benediktiner Meinrad von Reichenau als Einsiedler.
853 Uri unter Herrschaft der Reichsvogtei von Zürich.
934 Benediktinerkloster in Einsiedeln.
970 Erste Erwähnung von Schwyz.
1020 Radbot, Graf im Klettgau, gründet die Habsburg.
1108 Otto II. ist erster Graf von Habsburg.
1120 Benediktinerkloster in Engelberg.
1191 Zähringische Gründung der Stadt Bern.
Exkurs: Die Habsburger. Sie spielen eine bedeutende Rolle in der frühen Schweizer Geschichte, daher kann dies hier auch ein Thema sein (zumal Österreich auch später langezeit der grösste und mächtigste Nachbar der Schweiz war [u.a.: die Schweiz hatte im Verlauf ihrer Geschichte verschiedene grossmächtige Nachbarn]). Videos: Habsburg im Aargau, The Rise and Fall of Austria or Habsburg Empire (engl.) (nur europäische Gebiete: die Kolonien sind hier nicht berücksichtigt). Hier noch ein interessantes Video über die grössten Weltreiche der Geschichte (rein nach der Landmasse betrachtet).
13. Jahrhundert: Gründung der Eidgenossenschaft.
Die drei Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden begründen einen ewigen Bund.
Weltgeschichte: 1202 Fibonacci führt in Europa die indisch-arabischen Zahlen ein (vorher: [alt-] römische [ohne die Zahl 0]), 1237-1240/1279-1294 Mongolen herrschen in Russland und China, 1271-1295 Polo auf Weltreise und in China, 1275 Privilegien für Bauhütten durch (habsburgisch-) römisch-deutschen Kaiser Rudolf I. (Vorläufer der [Handwerks-] Zünfte), 1299 Gründung des Osmanischen Reiches (bis 1923).
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1218 Mit Berchtold V. stirbt letzter Zähringerherzog.
1218 Reichsfreiheit von BE, SH, SO, ZH.
1230 Öffnung des Gotthards für den Verkehr.
1231 Reichsfreiheit von Uri.
1240 Reichsfreiheit von Schwyz.
1273 Deutsches Reich unter Habsburgerherrschaft.
1275 Reichsschiedsrichter im Klostersteuerstreit.
1278 Habsburgische Herrschaft in Österreich.
1289 Schwyzer erhalten Kreuzzeichen von Rudolf I. (?)
1291 Tod Rudolf I. von Habsburg.
1291 Gründung der Eidgenossenschaft (UR, SZ, UW).
1291 Vertrag der Eidgenossen mit Zürich.
1291(?)/1315-1848 Tagsatzungsregierung.
1292 Erhebungen gegen die Habsburger (v.a. in Zürich).
1294 Früheste bekannte Landsgemeinde in Schwyz (?).
13./14. Jh. Walser aus dem Wallis wandern nach Osten.
14. Jahrhundert: Verteidigungsschlachten.
Der Begriff der Eidgenossenschaft wird begründet. Neue Orte stossen zur Eidgenossenschaft, und die Eidgenossen verteidigen (v.a. gegen die Habsburger) erfolgreich ihr Territorium.
Weltgeschichte: 1337-1453 Hundertjähriger Krieg, 1346 Erste militärische Verwendung von Schwarzpulver in Europa (?), 1347-1351 Erste Pestwelle in Europa (Niedergang des Bauernstandes), 1356 Goldene Bulle des römisch-deutschen Kaisers Karl IV. schafft Privilegien für den Adel, 1378 Abendländisches Schisma (bis 1417: mehrere Päpste in Rom, Avignon und Pisa).
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1307 Mythischer Apfelschuss und Tyrannenmord Tells.
1308 Ermordung König Albrechts I. bei Windisch.
1309 Reichsfreiheit von Unterwalden.
1314 Schwyzer überfallen Kloster Einsiedeln.
1315 Sieg gegen Habsburger am Morgarten.
1315 Bundesbrief von Brunnen (erstmals Wort 'Eidgenosse').
1332 Beitritt Luzerns zur Eidgenossenschaft.
1336 Ersterwähnung von Leinenfernhandel aus St. Gallen.
1339 Laupenkrieg der Berner (inkl. Eidgenossen).
1339 Schweizerkreuz erstmals als Feldzeichen.
1347-1670 Pest in der Schweiz (Höhepunkt 1350).
1349 Judenverbrennungen (Brunnenvergiftungstheorie).
1351 Beitritt Zürichs zur Eidgenossenschaft.
1352 Beitritt von Glarus und Zug zur Eidgenossenschaft.
1353 Beitritt Berns zur Eidgenossenschaft (8 Orte).
1356 Erdbeben zerstört Basel.
1370 Neue Rechtsordnung mit dem Pfaffenbrief.
1386 Sieg gegen Habsburger bei Sempach.
1393 Kriegsordnung im Sempacherbrief.
15. Jahrhundert: Eroberung neuer Gebiete.
Die Eidgenossenschaft dehnt ihr Gebiet kriegerisch aus und schafft Untertanengebiete. Der Frieden mit den österreichischen Habsburgern beendet einen alten Streit.
Weltgeschichte: 1444 Letzter Kreuzzug (seit 1096: Ritterzeit [etwa 1100-1300]), 1445 Buchdruck mit beweglichen Lettern von Gutenberg, 1488/1492/1498 Seefahrer erreichen Südspitze Afrikas, Amerika und Indien (Diaz, Kolumbus, Da Gama), 1492 Ende der Reconquista bzw. der muslimischen Herrschaft in Spanien (seit 719), 1496 Renaissance-Schrift von Mirandola.
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1403-1408 Sieg gegen Habsburger in Appenzellerkriegen.
1403-1515 Ennetbirgische Feldzüge im Tessin.
1415 Eroberung des Aargaus (Gemeine Herrschaften).
1431–1449 Konzil von Basel.
1440-1450 Sieg gegen Zürcher im Alten Zürichkrieg.
1444 Niederlage gegen Übermacht von Armagnaken.
1460 Eroberung des Thurgaus.
1460 Älteste Schweizer Universität in Basel.
1467 Einsiedler Niklaus von Flüe in Obwalden.
1470 Weisses Buch von Sarnen (Rütlischwur, Tell).
1470 Tschachtlanchronik (alte Bilderchroniken).
1474 Ewige Richtung mit Österreich (Frieden).
1474-1477 Sieg in den Burgunderkriegen.
1477 Saubannerzug gegen die Stadt Genf.
1478 Sieg gegen Mailänder bei Giornico.
1481 Von Flüe rät Eidgenossen zur Neutralität.
1481 Stanser Verkommnis (Einigung).
1481 Freiburg und Solothurn in der Eidgenossenschaft.
1496 Erste Karte der Eidgenossenschaft von Türst.
1499 Sieg gegen Schwaben bei Dornach.
16. Jahrhundert: Reformation und Religionskrieg.
Die erste grosse Niederlage von eidgenössischen Truppen bringt die Wendung zu einer Neutralitätspolitik. Die christliche Reformation erreicht auch die Schweiz: und sie bringt religiöse Auseinandersetzungen und Religionskriege (bis 1847).
Weltgeschichte: 1517 Luthers Thesen, 1519-1521/1532 Spanische Eroberung des Azteken- und des Inkareichs in Mittel- und Südamerika, 1543 Heliozentrisches Weltbild von Kopernikus, 1585-1604 Englisch-Spanischer Krieg, 1590 Bewegungsschrift von Galilei (Neue Physik).
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1501 Basel und Schaffhausen in der Eidgenossenschaft.
1506 Gründung der Schweizer Garde des Papstes.
1512 Erste Aufführung eines Tell-Dramas in Altdorf (?).
1512-1515 Dreijährige Vorherrschaft über Mailand.
1513 Betritt von Appenzell zur Eidgenossenschaft.
1515 Niederlage gegen Franzosen bei Marignano.
1516 Ewige Richtung mit Frankreich (Frieden).
1519 Reformator Zwingli in Zürich.
1523/1525 Wiedertäufer in Zürich.
1528 Reformator Zwingli in Bern.
1529 Bündnis der katholischen Orte mit Österreich.
1529 Kappeler Milchsuppe (Einigung, 1. Kappeler Krieg).
1531 Zweiter Kappeler Krieg (Religionskriege).
1536 Berner erobern Waadt (Romandie).
1536/1541 Reformator Calvin in Genf.
1545 Neutralitätsvereinbarung.
1548 Chronik der Eidgenossenschaft von Stumpf.
1549 Einigung in der Reformation (Bullinger und Calvin).
1550 Erstes internationales Speditionshaus.
1555 Sprachforschung von Gessner.
1565 Fünf-Orte-Bündnis mit dem Papst.
1565-1572 Chronik der Eidgenossenschaft von Tschudi.
1566 Confessio Helvetica (Ref. Glaubensbekenntnis).
1576 Simlers Lehre von der Eidgenossenschaft.
1586 Goldener/Borromäischer Bund der katholischen Orte.
1587 Bündnis der katholischen Orte mit Spanien.
1590 Erste Kartoffelknollen in der Schweiz in Glarus.
1597 Erste periodische Zeitung der Welt in Rorschach (?).
1597 Teilung von Appenzell in Ausser- und Innerrhoden.
1600 (ca.) Bevölkerungszahl rund 1 Mio.
17. Jahrhundert: Unabhängigkeit und Stadtpatriziat.
Die Neutralität wird zur offiziellen Aussenpolitik; nach dem Dreissigjährigen Krieg wird der Schweiz die volle Unabhängigkeit gewährt. In den Städten sichert sich das Patriziat seine Vorherrschaft.
Weltgeschichte: 1618-1648 Dreissigjähriger Krieg, 1620 Englische Pilgerväter übersiedeln nach Nordamerika, 1625 Völkerrechtsschrift von Grotius, 1637 Methodenschrift von Descartes (Rationalismus), 1642 Rechenmaschine von Pascal, 1643-1715 Herrschaft von Louis XIV. ('Sonnenkönig') in Frankreich, 1648 Westfälischer Frieden (gilt als Grundlage des späteren Nationalstaatensystems in Europa: in Deutschland entstanden viele relativ souveräne Kleinstaaten), 1683 Zweite osmanische Belagerung Wiens (erste: 1529), 1687 Principia Mathematica von Newton, 1689 Bill of Rights in England (Parlamentarismus). – Video: Biografie Louis XIV. (19:25).
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1610 Erste Wochenzeitung in der Schweiz in Basel.
1616-1624 Theaterverbote in Luzern, Genf und Zürich.
1618 ff Bündner Pässe umkämpft im 30-jährigen Krieg.
1632 Tagsatzung beschliesst allgemeine Neutralität.
1642 Topographia Helvetiae von Merian.
1643 Städtische Patrizier sichern ihre Vorherrschaft.
1647/1668 Wehrordnung der Eidgenossenschaft.
1648 Unabhängigkeit im Westfälischen Frieden.
1653 Bauernaufstand im Entlebuch und Emmental.
1655 Bundesprojekt gescheitert (auch 1554/55, 1776).
1656 Schlacht bei Villmergen I (Religionskriege).
1674 Erste offizielle Neutralitätserklärung.
1675 Erstes Schweizer Postnetz.
1679 Erste Systematik der Toxikologie von Wepfer.
1685 Asyl für Hugenotten (Uhrenindustrie 16. Jh.).
1696 Reiterpost über den Gotthard nach Mailand.
1699 Erfindung des Fondues (?).
18. Jahrhundert: Ende der alten Ordnung.
Humanistische Ideale bilden sich, die Volksschule wird begründet. Die Wirren der französischen Revolution erreichen unter Napoleon auch die Schweiz: gegen Ende dieses Jahrhunderts ist die Schweiz faktisch ein besetztes Land. – Video: Helvetik, Napoleon, Mediation (14:41).
Weltgeschichte: 1707 Königreich Grossbritannien, 1751-1780 Französische Enzyklopädie, 1756-1763 Siebenjähriger Krieg, 1765 Dampfmaschine von Watt, 1768-1780 Cooks Weltumseglung, 1769 Spinnmaschine von Arkwright, 1776 Wirtschaftsliberalismus von Smith, 1776 Unabhängigkeitserklärung der USA, 1779 Sturm der Bastille (Französische [Bürger-] Revolution), 1781 Vernunftsschrift von Kant. – Video: Sturm der Bastille (6:06).
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1712 Schlacht bei Villmergen II (Religionskriege).
1714 Glarnerinnen erlernen die Baumwollspinnerei.
1723 Waadt-Befreier Davel von Bernern hingerichtet.
1729 Von Hallers Alpen-Gedicht.
1735 Weihung des Neubaus vom Kloster Einsiedeln.
1735 Erste Uhrenmanufaktur (Blancpain).
1747-1765 Leus helv., eidg. oder schweiz. Lexikon.
1748 Funktionsmathematik von Euler.
1758 Gleser findet Bundesbrief in einem Schwyzer Archiv.
1760 Erste Publikation des Bundesbriefs.
1760 Freudenbergers Kritik des Tell-Mythos.
1762 Gründung der Helvetischen Gesellschaft (Einigung).
1762 Verbrennung von Rousseau-Büchern in Genf.
1769 Pestalozzis Erziehungsanstalt Neuhof in Birr.
1770/71 Hungersnot und Kartoffelanbau.
1775 Rebellion im Tessin gegen Urner Herrschaft.
1773 Erster elektrischer Telegraf von Le Sage.
1774 Erste Roboter-Automaten von Jaquet-Droz (?).
1775 Erste Schweizerreise Goethes.
1776 Iselins Träume eines Menschenfreundes.
1776 Tagsatzung beschränkt Wohnrecht für Juden massiv.
1780-1808 Von Müllers Eidgenossenschaftsgeschichten.
1782 Letzter Hexenprozess in der Schweiz.
1783 Erstes kohlesäurehaltiges Mineralwasser (Schweppe).
1786 Erstes grossformatiges Alpenrelief von Pfyffer.
1795/1805 Maschinenbau (Rieter-Escher, Wyss & Cie.).
1797 Bündner verlieren Veltlin an Cisalpinische Republik.
1798 Einmarsch der Franzosen unter Napoleon.
1798 Franzosen stehlen Berner Staatsschatz und Bären.
1798-1802 Helvetischer Einheitsstaat.
1798 Aarau erste Hauptstadt (nur ein halbes Jahr).
1798 Mülhausen wird französisch (Zugewandter Ort).
1798 Koalitionskrieg FRA/OE auf Schweizer Boden.
1798 Schreckenstage von Nidwalden (Aufstand vs. Franzosen).
1799 Russen erobern den Gotthard von Franzosen.
1800 Sturz des Direktoriums der Helvetik.
19. Jahrhundert: Industrialisierung, Demokratisierung.
Grosse Firmengründerzeit in der Schweizer Wirtschaft und Industrie. Der Bundesstaat wird durch den Freisinn begründet. Eine demokratische Bewegung sorgt für die Ausgestaltung des Bundesstaates zur Direkten Demokratie. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gilt Zürich als führende Finanz- und Wirtschaftsstadt. – Video: Sonderbund, Freisinn, Bundesstaat (57:43).
Weltgeschichte: 1792-1815 Napoleonische Kriege, 1800 Batterie von Volta, 1804 Zugmaschine/Dampflokomotive von Trevithik (Eisenbahn), 1806 Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (seit Karl dem Grossen 800), 1815 Wiener Kongress, 1815 Beginn der Aera des Imperialismus (Frühimperialismus), 1833 Telegrafie, 1848 Kommunistisches Manifest von Marx, 1861 Verbrennungsmotor von Lenoir, 1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg. – Video: Wiener Kongress (4:01).
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1801 Erste Spinnmaschine in der Schweiz in St. Gallen.
1802 Stecklikrieg (Föderalisten vs. Unitaristen).
1803 Schweiz wird viersprachig (neue Kantone).
1803 Schokoladengewerbe im Tessin und am Genfersee.
1803-1814 Mediationsverfassung.
1803 Beitritte AG, GR, SG, TG, TI, VD zur Eidgenossenschaft.
1804 Erste chemische Fabrik der Schweiz in Winterthur.
1805 Tell-Drama des deutschen Schriftstellers Schiller.
1805 Erstes Unspunnenfest in Interlaken.
1806 Drama beim Bergsturz von Goldau.
1807 Explosionsmotor von De Rivaz.
1809 Pestalozzis Rede über die Idee der Elementarbildung.
1811 Erstbesteigung der Jungfrau (Alpengipfelwettlauf).
1811 Alte, erste Nationalhymne von J.R. Wyss.
1812 Robinson-Roman von J.D. Wyss (posthum).
1815 Wiener Kongress (Neutralität) sowie Bundesvertrag.
1815 Beitritte GE, NE, VS zur Eidgenossenschaft.
1815 Schweizerkreuz wird gesamteidgenössisches Wappen.
1816 Gründung der ersten Kantonalbank in Genf.
1816/1817 Hungersnot wegen England-Kontinentalsperre.
1818 Beginn einer Auswanderungswelle.
1819 Erste Schokoladenfabrik von Cailler in Vevey.
1820 Erfindung der Glühlampe von De la Rive (?).
1826 Erste grössere Versicherungsgesellschaft.
1827 Erste Comic-Geschichten von Toepffer.
1830 Ausbau der Gotthardstrasse.
1830/1831 Liberale Verfassungen in zehn Kantonen.
1831 Fabriksturm von Uster.
1832 Siebnerkonkordat der liberalen Orte.
1832 Rossi-Plan zur Revision des Bundesvertrages.
1833 Troxlers Schrift über die wahre Eidgenossenschaft.
1833 Teilung von Basel in Basel-Stadt und -Land.
1838 Gründung des Grütli-Vereins.
1839 Straussenhandel und Züriputsch.
1840-1860 Massenarmut.
1843 Erste Schweizer Briefmarken.
1845 Freischarenzüge (Religionskriege).
1845-1865 Herausgabe der Dufour-Karte.
1847 Sonderbundskrieg (Religionskriege).
1847 Erste Schweizer Eisenbahn Zürich-Baden.
1848 Gründung des Bundesstaates, Hauptstadt Bern.
1848 Säbel-Duell nach Streit im Nationalrat.
1848-1928 FDP wählerstärkste Partei.
1850 Erste Börse in der Schweiz in Genf.
1850 Erste Volkszählung.
1852 Schweizer Franken ist Einheitswährung.
1853-1875 Kellers Seldwyla-Geschichten.
1854 Erste Abwahl eines Bundesrates (Ochsenbein).
1855 Eidgenössisches Polytechnikum in Zürich (ETH).
1856 Erste Schweizer Grossbank SKA von Escher.
1856/57 Neuenburger-Handel mit Preussen.
1857 Einweihung des Bundeshauses.
1860 Savoyer-Handel mit Frankreich.
1860 Lausanne Football and Cricket Club.
1864 Genfer Konvention mit Dunant (IKRK 1863/1876).
1864/1865 Beginn des Wintertourismus in St. Moritz.
1865 Erstbesteigung des Matterhorns (Whymper).
1866 Farine Lactée Henri Nestlé S.A.
1866 Erstes grosses CH-Wasserkraftwerk (Schaffhausen).
1869 Demokratische Verfassung in Zürich.
1870 Zürich bevölkerungsreichste Stadt (vorher Genf).
1870-1871 Neutralität im Deutsch-Französischen Krieg.
1871 Internierung der französischen Bourbaki-Armee.
1872 Erstes internationales Schiedsgericht in Genf.
1874 Neue Bundesverfassung mit Referendumsrecht.
1874 Weltpostverein in Bern.
1875 Obligatorium der Zivilehe (Staat/Kirche).
1877 Erstes schweizerisches Fabrikgesetz.
1880 Lokales Telefonnetz in Zürich (zweites in Europa).
1880 Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB.
1880 Suizid des designierten Bundespräsidenten Anderwert.
1881 Johanna Spyris Heidi-Buch.
1881 Banknotengesetz für einheitliche Notenbilder.
1881 Schweizerisches Obligationenrecht OR.
1882 Einweihung der Gotthardbahn.
1883 Erste offizielle Landesausstellung in Zürich.
1888-1894 Entstehung moderner Parteien (SPS, FDP, CVP).
1890 Einführung einer Unfall- und Krankenversicherung.
1890 Aufstand der Radikalen im Tessin.
1891 Einführung des Initiativrechts.
1891 Einführung des Nationalfeiertags am 1.8.
1892 Erster KK-Bundesrat (6 FDP, 1 CVP [bzw. KK]).
1894 Anarchistengesetz.
1894 Forels eugenisch-psychiatrische Theorie.
1894 Eidgenössischer Schwingerverband ESV.
1895 Erstes Eidgenössisches Schwingfest in Biel.
1895 Schweizerischer Fussballverband SFV.
1896 Fusion von Zürcher und Basler Bankverein.
1898 Beginn der Verstaatlichung von Eisenbahnen.
1898 Österreichische Kaiserin Sissi in Genf ermordet.
1898 Eröffnung des Schweizerischen Landesmuseums.
20. Jahrhundert: Wohlstand, Humanität und Diplomatie.
Die Schweizer Politik wird bestimmt durch die Links-/Rechts-Polarität, in welcher sich eine Soziale Marktwirtschaft entwickelt. Die alte Neutralitätspolitik schützt die Schweiz in beiden Weltkriegen, was aber auch kritische Fragen nach sich zieht.
Weltgeschichte: 1905/1916 Relativitätstheorie von Einstein, 1914-1918 Erster Weltkrieg, 1920 Völkerbund (später UNO/UN), 1929-1932 Weltwirtschaftskrise, 1939-1945 Zweiter Weltkrieg, 1969 Mondlandung, 1972 Meadows-Bericht, 1975 Personal Computer, 1991 Ende der Sowjetunion (seit 1922), 1991 Internet. – Video: Zweiter Weltkrieg (5:47).
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1905 Spezielle Relativitätstheorie von Einstein in Bern.
1906 Gründung der Schweizerischen Nationalbank SNB.
1908 Bleuler prägt Schizophrenie-Begriff.
1910 Erster offizieller Staatsbesuch im Bundeshaus.
1910 Dufaux' Weltrekordflug über offenes Gewässer.
1912 Schweizerisches Zivilgesetzbuch ZGB.
1912-1919 Intellektuelle in Bern: Hesse, Bloch, Lenin, u.a.
1914/1924 Autofirmen stellen Betrieb ein (Turicum, Pic-Pic).
1914-1918 Erster Weltkrieg (Neutralität).
1915 IOK-Sitz in Lausanne.
1918 Generalstreik, Einführung des Proporzwahlrechts.
1918 Gründung BGB Bern (1936 BGB CH, heute SVP).
1919 Ende der freisinnigen Majorität.
1919 Bundesrat lehnt Beitritt des Vorarlbergs ab.
1919 Literatur-Nobelpreis für Spitteler.
1920 Völkerbund in Genf, Beitritt zum Völkerbund.
1922 Erster Schweizer Flughafen in Genf.
1923 Zollunion mit Liechtenstein.
1924 Inoffizieller Fussball-Vize-EM-Titel.
1924 Zauberberg-Roman macht CH-Kurhäuser weltbekannt.
1925 Demonstrationsverbot auf dem Bundesplatz.
1925 Friedensverträge von Locarno.
1925 Gründung der Migros durch Duttweiler.
1926 Verfolgung Jenischer (Kinder der Landstrasse).
1928 Olympische Winterspiele in St. Moritz.
1929 Verbot von Söldnerdiensten für fremde Armeen.
1929 Getreideordnung (Landwirtschaftsprotektionismus).
1930 Erster BGB-Bundesrat.
1930 Ohrfeige während einer Parlamentsdebatte.
1931 Schweizerische Rundspruchgesellschaft SRG.
1931 SPS wählerstärkste Partei.
1932 Revolverattacke auf Bundesrat Musy.
1932 Ballonhöhenflug-Weltrekord von Auguste Piccard.
1933 ff Intellektuelle in Zürich: Brecht, Mann, u.a.
1934 Bankengesetz und Eidg. Bankenkommission EBK.
1934-1951 Cabaret Cornichon.
1935 Volk lehnt SPS-Kriseninitiative ab.
1935 Volk lehnt Fronteninitiative für BV-Revision ab.
1935 LdU stärkste Oppositionspartei (bis 1987).
1937/38 Einführung des Strafgesetzbuchs StGB.
1938 Erstbesteigung der Eigernordwand (Drama 1936).
1938 Rätoromanisch als vierte Landessprache anerkannt.
1939 Zehn Millionen an der Landesausstellung Landi.
1939-1945 Zweiter Weltkrieg (Neutralität).
1940 Verbot extremer Parteien (KPS, NF).
1940 Rütli-Rapport mit General Guisan.
1941 Entdeckung von DDT als Insektizid durch Müller.
1942 Von Steigers Boot-ist-voll-Rede.
1942 Plan Wahlen (Anbauschlacht).
1944 US-Bomben auf Schaffhausen.
1944 Erster SPS-Bundesrat.
1945 Planung von Schweizer Atombomben (bis 1969).
1946 Literatur-Nobelpreis für Hesse.
1947 Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV.
1948 Olympische Winterspiele in St. Moritz.
1948 Duttweilers Steinwurf im Bundeshaus.
1950-1970 Ausländeranteil steigt von 6% auf 17%.
1952 Chaplin zieht an den Genfersee.
1954 Fussball-WM in der Schweiz.
1954 CERN in Genf.
1954 Erste Eurovisionssendung in Montreux.
1954-1964 Gotthelf-Filme von Schnyder.
1955 Gipfelkonferenz der Siegermächte in Genf.
1956 Erster Eurovision Song Contest in Lugano.
1956 Bevölkerungszahl über 5 Mio.
1957 Homo-Faber-Roman von Frisch.
1957 Suizid von Bundesanwalt Dubois.
1957/1967 Inbetriebnahme der Grande Dixence.
1958 Erste Fernsehsendungen der SRG.
1959 Boulevardzeitung Blick.
1959-2003 Zauberformel im Bundesrat.
1960-1972 Chansons von Matter.
1960 Tiefseetauch-Weltrekord von Jacques Piccard.
1960 Freihandelszone EFTA (Gründungsmitglied).
1960 Einführung des Nationalstrassennetzes.
1960-1971 Erster Bundesrat aus der Urschweiz.
1961 Gründung des WWF in Zürich.
1962 Beitritt zum Europarat.
1962 Physiker-Drama von Dürrenmatt.
1964 Zwölf Millionen an Landesausstellung EXPO.
1965 'Schweizerpsalm' wird Nationalhymne.
1967-1976/1995 Kasperlitheater von Schneider.
1968 Jugendunruhen in Zürich.
1968 Tumult im Nationalratssaal wegen Béliers.
1969 Erstes KKW in der Schweiz in Beznau.
1970 Schwarzenbach-Initiative knapp verworfen.
1971 Einführung des Frauenstimmrechts.
1971 Fusion von BGB und DP zur SVP.
1971 World Economic Forum WEF in Davos.
1972 Goldene Tage von Sapporo (Ol. Winterspiele).
1972 Volk beschliesst Drei-Säulen-Prinzip.
1972-1974 ff Subversivenjäger Cincera.
1973 Turbulente Bundesratswahl.
1975 Gewalt im Jura: Seperatisten vs. Pro-Berner.
1977 Jeanmaire wegen Landesverrats verurteilt.
1979 Privates Radio 24 von Schawinski.
1979 Wahlbeteiligung fällt unter 50%.
1979 Jura wird eigenständiger Kanton.
1980-1982 Jugendunruhen in Schweizer Städten.
1982 Mann stürmt mit Pistole ins Bundeshaus.
1981 Computermaus der Firma Logitech in Morges.
1983 Lancierung der Swatch-Uhr von Hayek.
1983 Systemkritisches Buch von Tschäni.
1983 Absetzung von Hohlers Denkpause im SF.
1984 Affäre Kopp (erste Frau im Bundesrat).
1985 Konferenz zum Ende des Kalten Krieges in Genf.
1987 GPS stärkste Oppositionspartei (bis dato).
1989 Armeeabschaffungsinitative verworfen.
1989 Fichenaffäre (mehr als 10% der Bürger fichiert).
1989-1991 World Wide Web am CERN in Genf.
1990/1991 Dichtersterben (Dürrenmatt und Frisch).
1991 700-Jahre-Bundesfeier.
1991 Meienbergs patriotisches Pamphlet.
1992 Beitritt zum EWR knapp verworfen.
1992 Schweiz wird IWF-Mitglied (Sitz im Exekutivrat).
1993 Erste Arena-Sendung im Schweizer Fernsehen.
1993/1998 Grossfusionen im Bankensektor.
1995 SWX/SIX Swiss Exchange (Börsenzusammenfassung).
1995 Neoliberalistisches Weissbuch von De Pury.
1995 Bodenmanns Eklat in der TV-Sendung "Arena".
1996 Grossfusion in der Chemie (Novartis).
1996-1999 Taskforce Schweiz–Zweiter Weltkrieg.
1997 Wohlstandsmüllbegriff von Maucher.
1998 Blatter wird FIFA-Präsident.
1998 PTT-Reform (Privatisierung Telekommunikation).
1998 Geldwäschereigesetz.
1999 Eklat beim Erstbesuch eines Präsidenten Chinas.
1999 Beginn der bilateralen Abkommen mit der EU.
1999 Erste Gratiszeitung in der Schweiz (20 Minuten).
1999 Ausländerquote über 20%.
2000 Ausländerquotierungsinitiative verworfen.
2000 Kurdische Aktivisten besetzen Bundeshaus.
2000 Fusion von Gewerbeverbänden zu Economiesuisse.
2000 Demonstranten blockieren Zugang zum WEF.
21. Jahrhundert: ?.
2001
Poststellen Abbau (Abbau des Service Public).
Amoklauf von Leibacher im Zuger Kantonsparlament.
Swissair-Grounding (Liquidation SAir-Group 2002).
Verkehrsunglücke (Crossair, Gotthard).
EU-Beitrittsverhandlungsinitiative massiv verworfen.
2002
Bilaterale Abkommen zwischen Schweiz und EU in Kraft.
Expo.02 in Biel, Murten, Neuenburg und Yverdon.
Bergier-Bericht zur Schweiz im 2. Weltkrieg.
UN-Beitritt angenommen, Schweiz ist UN-Mitglied (als 190. Land).
NZZ steigt bei Luzerner Zeitung ein (NZZ in der Innerschweiz).
2003
Konkurs Erb-Gruppe (bis dahin zweitgrösste Firmenpleite).
Alinghi gewinnt America's Cup im Yachting.
SVP ist erstmals wählerstärkste Partei.
Bildung der Grossgewerkschaft Unia (Fusion GBI/SMUV).
Wahl Blochers in den Bundesrat (Abwahl 2007).
2004
Volk nimmt Verwahrungsinitiative an.
Europäisches Google-Forschungszentrum in Zürich.
20 Minuten meistgelesenste Zeitung (vorher Blick).
Goldabkommen und Goldverkäufe der SNB (2004-2008).
Start von Bahn 2000 (Beschleunigung und Verdichtung).
2005
Glencore umsatzstärkster Schweizer Konzern (vorher Nestlé).
Volk stimmt Beitritt zum EU-Schengen/Dublin-Abkommen zu.
Rechtsextreme stören Bundesfeier auf dem Rütli.
Volk nimmt Gentech-Moratorium in der Landwirtschaft an.
Federer Weltsportler des Jahres (4x in Folge: 2005-2008).
2006
Minder lanciert Abzockerinitiative.
Bundesbrief wird an einer Ausstellung in den USA gezeigt.
Vogelgrippe erreicht die Schweiz (2009 Schweinegrippe).
Anklage gegen Verantwortliche im Swissair Debakel (2001).
Verschärfung des Asylgesetzes.
2007
Wiedervergoldung Bundeshauskuppel (wie vor 105 J.).
SVP-Schäfchenplakat (umstrittene Plakate der SVP).
Affären in der Bundesanwaltschaft (2007/2011).
Linksextreme stören SVP-Kundgebung auf dem Bundesplatz.
Tamedia-Übernahmen (Espace Media, Edipresse [2007/2011]).
2008
Bund stützt UBS bei internationaler Bankenkrise.
Fussball-EM in Österreich und der Schweiz (Euro 08).
Rücktritt des Armeechefs nach Medienkampagne.
Zürcher Obergericht pro Schäfchenplakat.
Club of Rome verlegt Sitz nach Winterthur.
2009
HarmoS-Konkordat im Schulbereich tritt in Kraft.
Volk nimmt Initiative gegen Bau von Minaretten an.
Hayek-Aktion gegen Boni-Wildwuchs.
Schweiz wird U17-Fussballweltmeister.
Steuerstreit mit OECD/Deutschland (ff: USA/EU).
2010
Erstmals Frauenmehrheit im Bundesrat (nur bis 2011).
Zweiter Doppelolympiasieg von Ammann (bereits 2002).
Affäre um den ersten dunkelhäutigen Nationalrat.
Deiss Präsident der UN-Generalversammlung.
Ja zur Initiative für Ausschaffung krimineller Ausländer.
2011
Parlament will Reduzierung der Zuwanderung.
SVP-Wahlkampf ('Vertrag mit dem Volk', 'Rütli-Rapport').
Memorandum of Understanding Schweiz-China.
Bundesrat beschliesst Atomkraftausstieg.
Affäre um einen Bundesratskandidaten.
2012
Rücktritt des SNB-Präsidenten nach Insidervorwürfen.
Nestlé-Attac-Prozess.
SVP lanciert Initiative zur Volkswahl des Bundesrats.
Älteste CH-Privatbank in den USA angeklagt.
Fusion Glencore/Xstrata im Rohstoffhandel?

Wachstum der Europäischen Union zwischen 1957 und 2007 (und aussenpolitische Situation der Schweiz).
Europakarte 1300 (detaillierter).
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* Die Demokratie ist natürlich keine Schweizer Erfindung (ebenso wenig übrigens auch der moderne Parlamentarismus, natürlich, dafür vielleicht die 'Direkte Demokratie', welche aber leider bisher kaum Nachahmer gefunden hat); auch das 'Recht auf pursuit of happiness' ist keine Schweizer Erfindung (schon Aristoteles behauptete in seiner Moralphilosophie, das Glück sei das höchste Gut des Menschen, und seither, oder sogar schon vorher, hat dies manch Anderer sicher auch noch behauptet). Also: mit den Erfindungen ist das so eine Sache, aber wer kennt schon die ganze Geschichte?
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