Die Erklärung meiner Philosophie




Die Seite ist neu konzipiert worden. Ich habe zuerst hier eine ausführlichere Darstellung meiner Philosophie gegeben, aber vielleicht war/ist das zu viel für all diejenigen, die sich nur kurz über meine Philosophie orientieren möchten. Daher gibt es jetzt eine kürzere, klarere und prägnantere Fassung.



Wozu überhaupt Philosophie? Viele Leute scheitern in der Einschätzung von dem, was ich mache, (verständlicherweise?) schon bei dieser Frage. Ernsthafte Philosophie hat relativ wenig zu tun mit dem, was sich die Leute vorstellen darunter - so etwa: ein bisschen in die Wolken schauen, unnötige Gedanken vorüberschweifen lassen und am nächsten Pfosten den Kopf anschlagen. Sondern: es war die Philosophie, welche immer wieder die Menschheit gerettet hat, sei es in der Antike (mit der Begründung der Philosophie, aus dem religiösen Polytheismus heraus), sei es im Mittelalter (auch im Christus Jesus, notabene!), sei es in der Neuzeit und deren Moderne. Die Philosophie hat u.v.a. die neuzeitliche Wissenschaft, die (Soziale) Marktwirtschaft oder den Völkerbund begründet. Die ganze heutige Zeit und das ganze heutige Paradigma bestehen zu einem sehr grossen Anteil aus... Philosophie. Die heutigen Leute sollten endlich ihre Vorurteile gegenüber der Philosophie ablegen und die Augen auftun.

Ich habe vor 30 Jahren damit begonnen, mich bedeutender für Philosophie zu interessieren. Ich habe dann sehr viele Bücher in den Bereichen der Philosophie, Wissenschaft und Religion, inkl. Mystik und Esoterik, gelesen und auch ein eigenes philosophisches System begründet, welches ich als umfassendes und vollkommenes* Weltbild betrachte. Das ist natürlich schon sehr speziell, wenn ein autodidaktischer Mensch ohne universitäre Ausbildung in Philosophie ein eigenes philosophisches System und Weltbild begründet und ausarbeitet. Wie kommt man dazu? Die zeitgenössische (kritizistische und analytizistische) Philosophie konnte mir keinen Sinn und Halt vermitteln, und daher habe ich beschlossen, meine eigenen Philosophie zu machen (das war nicht wirklich ein konkreter Entschluss, sondern eine Entwicklung, die sich aus verschiedenen Gründen so ergeben hat). Und warum macht das sonst niemand? Weil es sehr aufwendig (sprich: arbeitsintensiv) und sehr komplex (sprich: denklastig) ist.

* Der Begriff der Vollkommenheit bedeutet hier nicht irgendeine Unfehlbarkeit, natürlich, sondern die Abgeschlossenheit. Das heisst: ich betrachte mein philosophisches System als in sich selber abgeschlossen und stimmig. Mein Anspruch ist es nicht, eine absolute Wahrheit anzustreben, sondern das bestmögliche philosophische System zu dieser heutigen Zeit anzubieten. Man muss das sagen, um gewissen Unterstellungen bzw. Vorurteilen der Leute schon im Voraus zu begegnen.

Die Aufarbeitung und Neubearbeitung der Philosophie ist eine ewige Menschheitsaufgabe geworden, und ich denke, man ist verpflichtet, das zu tun, wenn man das tun kann und niemand sonst das machen kann/will. Eigentlich wäre das ja die Aufgabe der Universität(en). Aber wie sagte Mulla Nasrudin einmal so schön? Die kleine Moschee schafft das, was die grosse Moschee nicht schafft.

Das eigentliche heutige gesellschaftliche Weltbild und Paradigma hat uns in grosse Probleme geführt (Ökoproblem, Superwaffen, Kulturverlust). Mir scheint es, dass wir in der langen Frist auf diesem Weg nicht mehr weitermachen können - das zeigt diese heutige Zeit sehr deutlich, inkl. den teils etwas unbeholfen anmutenden politischen Rettungsversuchen (im alten und veralteten Weltbild [inkl. Philosophie - die heutige Universitätsphilosophie hat ihre Wurzeln im 18./19. Jahrhundert]). Meine Philosophie will jedoch nichts abreissen, sondern nur gewisse Dinge (er-) klären und einen (besseren) Gesamtzusammenhang herstellen. Entscheiden über alles soll (weiterhin) die Demokratie. Ich will ihr nur neue (bessere) Grundlagen geben für ihre Entscheide. Ich behaupte, dass wir ein neues Weltbild benötigen, und dass nur die Philosophie in der Lage ist, dies zu liefern.

Was ist denn nun aber meine Philosophie? Der Kernpunkt meiner Philosophie liegt in der Systematik vom (Da-) Sein, wie ich das bezeichne, einem philosophischen Schichtenmodell mit fünf Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (sowie Gut- Handeln und Nicht-Handeln). Ein Schichtenmodell bildet eine evolutionäre Entwicklung ab. Ich sage damit, dass das Sein der Urgrund der Welt ist, und dass das (menschliche) Handeln (aus einer menschlichen Perspektive heraus) die letzte Instanz in dieser Welt ist (inkl. dem göttlichen Gericht, wenn wir daran glauben wollen - Jesus Christus sagte aber: «Ihr seid das Licht!»). Das Glauben steht für mich im Zentrum, und damit meine ich nicht bloss ein religiöses Glauben bzw. ein religiöser Glauben, sondern das Glauben als reiner Faktor des Menschlichen an sich* (welcher dem Denken und dem Handeln vorausgeht, um es danach aber auch wieder zu integrieren**).

* Man kann mein System in einer religiösen wie auch in einer unreligiösen Art und Weise auffassen, je nachdem, wo man selber in diesen Fragen steht - ich bin ein religiöser Mensch (d.h. ich glaube an Gott, den Christus und die Religion).

** Glauben hat ja zwei Bedeutungen: es bedeutet nicht nur Nicht-Wissen, sondern auch Gewissheit. Wir können etwas glauben, weil wir es nicht besser wissen, aber auch, weil etwas für uns gewiss ist (so gesehen wird auch die Wissenschaft teilweise oder sogar grösstenteils wiederum zu einem Glauben).

Zu einem (sehr) groben Verständnis meiner Philosophie sind zwei weitere Dinge wichtig und bedeutend. Erstens die ewigen Menschheitsziele, welche ich in der Sozialgerechtigkeit und in der Umweltverträglichkeit sehe - (wenn immer möglich) auf der Basis einer guten Wirtschaftsproduktivität. Diese ewigen Menschheitsziele kommen bereits in der ersten Fassung meiner Systematik vom (Da-) Sein in meinem ersten Buch vor (in der fünften Ebene der fünften Dimension dieser Systematik), ohne dass ich sie damals schon als solche spezifiziert habe. Die Spezifizierung bedeutet für mich, dass die Wissenschaften an diesen Zielen auszurichten sind: die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften nach der Sozialgerechtigkeit, die Natur-, Technik- und Ökowissenschaften nach der Umweltverträglichkeit. Beide Begriffe deute und werte ich nicht politisch als links- oder rechtslastig, sondern das sind für mich neutrale philosophische Begriffe (über die man durchaus auch diskutieren kann und soll - Soziale Gerechtigkeit liegt für mich irgendwo zwischen Sozialdemokratie und Truth Social, und Umweltverträglichkeit ist ebenso eine spätmoderne grüne Forderung wie das konservativste Anliegen, was überhaupt denkbar ist [der Schutz von Natur und Umwelt]).

Zweitens habe ich im Bereich des Seins weitere bedeutende Überlegungen gemacht, was den Anfang der Welt betrifft. Das gehört ja zu den relativ vielen Fragen, welche die Wissenschaft bis heute nicht beantworten kann. Sie scheitert noch immer v.a. an den ersten und letzten Fragen, wie eben auch am Gesamtzusammenhang. Die Ziele schätze ich letztlich höher ein als den Anfang, aber trotzdem ist das im Gesamtzusammenhang auch eine sehr bedeutende Frage. Ich sehe am Anfang der Welt einen Urprozess* von Sein, Gott, Schöpfung, Natur und Welt (in der unreligiösen Variante kann man die Begriffe Gottes und der Schöpfung weglassen - ich empfehle das nicht, aber man kann es tun). Ferner habe ich ein weiteres Modell bezüglich des Weltaufbaus gemacht, mit dem (Da-) Sein als philosophischer Stufe, der Raum-Zeit als wissenschaftstheoretischer Stufe sowie Materie-Feld-Energie als physikalischer Stufe. Davon ausgehend beschreibe ich eine neue Physik, in welcher die Feldtheorie im Vordergrund steht.

* Der Clou an diesem Urprozess ist, dass wir uns das alles gleichzeitig bzw. vorzeitlich vorstellen müssen, wobei die Begriffe synonym sind. Das ist ein schwieriger Gedanke, aber Spinoza setzte die Begriffe Gott und Natur gleich, Thomas von Aquino die Begriffe Sein und Gott. Davon kann das abgeleitet werden. Mit 'Schöpfung' ist hier nicht die gesamte Schöpfung gemeint, sondern bloss die Initiation der Schöpfung - das sind Initiationsbegriffe. Gott ist in diesem Verständnis eine Kraft, welche im Urprozess die Schöpfung initiiert (diese Kraft bzw. diese ganze Kraft im Urprozess ist bei Johannes, in der Bibel, als '[Ur-] Geist' bezeichnet).

Das mag nun für viele schon viel zu viel zu sein, weil sie sich z.B. (u.a.) nicht vorstellen können, dass wir die heutige Physik (sogar) verändern müssen. Wer allerdings den heutigen Physikern und Physikerinnen zuhört, merkt rasch, dass sie sich ihren Sachen (zurecht!) überhaupt gar nicht so sicher sind, wie das manchmal in den Medien erscheint. Ich behaupte, dass wir in der langen Frist letztlich alles ändern müssen, auch unser physikalisches Verständnis. Auch hier wird jedoch nichts abgerissen, sondern bloss etwas dazugegeben. Mein Verständnis der Welt ist emergent und integral (man verzeihe mir die Fremdwörter - ohne geht es nicht).

Meine Welterklärung zeigt - meiner Meinung nach - deutlich, dass die Wissenschaft bzw. die Naturwissenschaft bzw. die Physik (und insbesondere die heutige Physik) die Welt eben nicht hinreichend erklären kann, sondern wir brauchen die Philosophie dazu. Oder anders gesagt: ohne philosophischen Zusammenhang kann man die Welt nicht erklären und erkennen (selbstverständlich auch nicht mit einer rein politischen bzw. parteiischen Ideologie).

Damit ist meine Philosophie kurz, knapp und grob umrissen, erklärt und deklariert (natürlich gibt es zu all diesen Faktoren in einer tieferen Analyse weitere Überlegungen und Erklärungen - das findet sich in meinen Büchern). Es gibt ein paar weitere Sachen in meiner Philosophie, welche teils für manche Leute noch anstössiger sein könnten, dazu gehören etwa eine recht ausfürliche christliche und weltreligiöse Esoterik, ein bedeutendes Interesse an der Spielphilosophie sowie auch die Forderung nach einer Weltregierung. Besonders dieser Punkt ist für viele schwierig zu verstehen. Ich kann hier nicht im Detail ausführen, was ich genau darunter verstehe. Sicher aber nicht ein reines Top-Down-Prinzip, wie es in den schlimmsten Verschwörungstheorien vorkommt (ich bin überzeugt, dass eine Regierung oben, wenn sie nach gerechten Prinzipien aufgestellt wird, unten neue Möglichkeiten eröffnen kann, und das soll sie auch tun [aber jede Ebene ist letztlich politisch für sich selber verantwortlich (das Globale, das Kontinentale, das Nationale, das Regionale, das Lokale)]). Manche betrachten eine solche Forderung als idealistisch und weltfremd. Dazu kann man nur ein Zitat von Albert Einstein anführen: «Wenn der Gedanke der Weltregierung nicht realistisch ist, gibt es nur eine realistische Sicht unserer Zukunft: die allgemeine Zerstörung der Menschen durch Menschen.» Einstein ging zu jener Zeit übrigens noch bloss von der Atombombe aus, ohne zu wissen, was für globale Problem sonst noch hinzukommen würden (das jüngste besteht im Umgang mit den KI-Robotern, und es wird nicht das letzte sein...). Ich stimme mit ihm überein, auch wenn ich es nicht ganz so pessimistisch sehe. Aber ich denke auch, dass wir die Welt nicht untergehen lassen dürfen, ohne es vorher mit einer Regierung der Welt versucht zu haben. Ich sehe derzeit (auch) keine andere Lösung, wie man denn auf eine andere Art und Weise die heutigen und zukünftigen, zunehmenden (globalen) Weltprobleme in den Griff bekommen will.


Haile Selassie, United Nations Address (1963), Lyndon B. Johnson, State of the Union (1965), Haile Selassie in the White House (1967).

Warum hier diese alten Reden? Weil mich das immer noch berührt, denn ich komme ja genau aus dieser Zeit (mein Geburtsjahr ist 1965). Und es ist doch immer noch berührend zu hören, wie nahe man damals - zumindest rhetorisch - an der Begründung von einer neuen, besseren Welt dran war. Und man muss sich die Frage stellen, was denn in der Zwischenzeit passiert ist, dass so wenig davon auch wirklich umgesetzt werden konnte bis dato. Dem vorausgegangen ist weltpolitisch übrigens die Kubakrise (1962), welche als grösste Krise im Kalten Krieg gilt (in welcher die Welt stärker als je sonst von einem Dritten Weltkrieg bedroht gewesen sein soll). Gary Davis, einer der bedeutendsten Vertreter einer Weltregierung, listet in seinem Buch 'World government, ready or not!' (1984) zahlreiche Reden von Staatschefs auf, welche in der Zeit zwischen 1963 und 1965 vom internationalen Frieden und von einer Weltregierung gesprochen haben. Ich bin übrigens nicht allzu verbissen für eine Weltregierungsinstitution, wenn die Nationen das auch sonst hinkriegen würden, mit einer besseren Weltregierung, doch leider ist gerade in der heutigen Zeit noch viel weniger davon zu sehen als sonst schon immer. Das letzte Argument für eine Weltregierung liegt für mich in der logischen Konsequenz von Weltkriegen und Weltorganisationen: Erster Weltkrieg -> Völkerbund, Zweiter Weltkrieg -> UN[O], Dritter Weltkrieg -> ?. Wenn man das sieht, muss man sich doch fragen, ob man nicht vorausgreifend eine globale Institution einrichten sollte, welche einen Dritten Weltkrieg eventuell verhindern kann, statt diese dann nach einem Dritten Weltkrieg einzusetzen zur Verhinderung eines Vierten Weltkriegs. Mit Weltfremdheit - wie das manche gerne hätten - hat diese Überlegung wohl am allerwenigsten etwas zu tun. Die Menschen rüsten waffentechnisch weiter auf, während sie immer bedeutendere menschlich-moralische Rückschritte machen derzeit - doch lasst es uns klar und deutlich formulieren: es ist kein einziger Weg denkbar, mit welchem so etwas irgendwie funktionieren könnte in der langen Frist.


Kann es eine andere Philosophie geben zu dieser Zeit? Ich sehe keine. Die nicht vorhandenen Resultate der heutigen Universitätsphilosophie sprechen vielleicht Bände. Die heutige Philosophie versinkt in jenem Nichts, welches sie selber fälschlicherweise behauptet hat (Parmenides: Es gibt nur Seiendes, kein Nichtseiendes - Jeanne Hersch schreibt in ihrem Werk über die Philosophiegeschichte: «Es ist, als wäre für unsere Zeit das Nichts 'natürlicher', ursprünglicher als das Sein» [1981]; hier ist die negativistische Problematik* dieser heutigen Zeit sehr schön formuliert). Heidegger sprach sogar vom Ende der Philosophie und feierte sich selber damit quasi als den Letzten der Unwissenden und Unweisen. Es ist Zeit für eine unabhängige Stimme. Hier ist sie. Heidegger sagte aber auch, dass das Ende der Philosophie kein wirkliches sei, sondern: die Versammlung des Ganzen und die Bestimmung der äussersten Möglichkeiten. Dem bin ich unbewusst nachgekommen - das heisst: ich bin nicht ursprünglich von dem ausgegangen, aber das ist meine Philosophie.

* Sehr schön ist das auch in einem Video mit Jacques Derrida in den Sozialen Medien zu sehen (aus dem Film 'Derrida', 2002). Eine Reporterin fragt ihn da, ob er nicht etwas über die Liebe (l'amour) sagen könnte. Derrida fragt entgeistert zurück: «L'amour ou le mort?» Die Liebe, meint die Reporterin, vom Tod (le mort) habe man nun schon genug gehört (von der heutigen Philosophie). Derrida überlegt dann und meint schliesslich, dass er absolut nichts dazu sagen könne, dass er einen leeren Kopf zu diesem Thema in einem philosophischen Kontext habe (bevor er sich dann doch noch irgendetwas aus den Fingern saugt, nachdem die Reporterin ihn darauf aufmerksam machte, dass die Liebe ein Thema der klassischen Philosophie sei, z.B. bei Platon). Typischerweise treffen wir heute im Internet denn auch am Meisten etwa auf Nietzsche, den Poststrukturalismus (von Derrida und anderen) oder die hellenistischen Untergangsphilosophien (Skeptizismus, Stoizismus, Epikureismus), wenn wir uns in den Sozialen Medien für Philosophie interessieren. Die Rede ist heute auch etwa von der Negativen Moderne (Hillenkamp, 2016) oder von der Flüchtigen Moderne (Bauman, 2000). Auf dieser Note (der kritizistischen Philosophie) möchte ich nicht weiterphilosophieren (auch wenn in der heutigen Spätmoderne intellektuelles und philosophisches Denken einer gewissen Negativität gleichgesetzt wird; die analytizistische Philosophie ihrerseits fischt in einem trüben Teich, in welchem brauchbare Resultate gar nicht mehr erwartet werden). Ich möchte positiv bleiben, ohne positivistisch zu werden (von einer Wendung in ein transhumanistisches und/oder singularistisches Denken bin ich sehr weit entfernt). Wenn Heidegger - was ich ganz nüchtern sage, ohne ihm irgendeine Huldigung zu geben - von der Weltnacht, welche deren Finsternis ausbreitet, und von der möglichen Wende gesprochen hat, falls die Sterblichen doch noch in ihr Wesen finden, dann ist es Zeit für diejenigen, die trotz allem reinen Gewissens geblieben sind, dafür, die Wende herbeizurufen.


Und dies: Interessantes und Provokantes - von Dichtern und Denkern. Jetzt habe ich den Aufgang, das Wesen und den Untergang der (deutschen) Philosophie verstanden (eine andere gibt es ja schon länger eben eigentlich nicht mehr - die Überwindung der Struktur ist den Franzosen ebenso wenig gelungen, wie den Amerikanern die Analyse der Sprache, des Geistes und des Bewusstseins). Die (deutsche) Philosophie ist schon vor Heidegger untergegangen. Nämlich in der Poesie von Rilke. Nach Kant, welcher die Ontologie heruntergemacht hatte (die eigentlich erste grosse Philosophie der Deutschen - im Leibniz-Wolffschen System), und Hegel, mit seinem dialektischen Abgesang, blühte die (dunkle) Poesie auf, in die sich Nietzsche dann nur noch irgendwie einmischen konnte - etwa mit Goethe, Hölderlin, Novalis, Heine und Rilke. Bis zu ihrem Höhepunkt und dem Untergang (der Philosophie). Kafka hat diesen beschrieben, ebenso wie Spengler, der Pseudophilosoph, ihn verfehlt hat. Heidegger machte sich nur noch ein (Sprach-) Spiel aus der Philosophie, von welcher er wusste, dass sie längst bereits untergegangen war. Der Anfang der deutschen Philosophie - bei Magnus, Kues, Böhme, Leibniz, Thomasius oder Wolff - gehört zum Vergessensten in der deutschen Geisteskultur (der bekannteste von ihnen, Leibniz, hatte nicht einmal in Deutsch publiziert, sondern in Französisch [! - von so weit her kam die deutsche Philosophie, so nahe ist sie allem gekommen und daran vorbeigeschrammt, und so ist sie von uns gegangen; und seither gibt es keine Philosophie mehr]). Ich mache also Philosophie, in einer Zeit, in der es so etwas gar nicht mehr gibt. Und die Leute können auch nichts mehr damit anfangen. Sie haben keine Zeit mehr für so etwas (sie hängen mit ihrem Smartphone ab, und neuerdings sogar mit der Künstlichen Intelligenz). Die Zukunft ist aber (wie immer) offen, glaube ich (und von dem her gesehen, ist noch nicht ganz aller Tage Abend [für die Philosophie - und ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich die Leute unterschätze, das tue ich nicht]).

Ein Anliegen habe ich hier noch. Ich möchte ein paar wenige Dinge zum Glauben sagen. Die ganze Bibel auslegen, kann ich hier (noch) nicht. Viele Dinge, die man zuerst nicht zu verstehen glaubt, können sich einem jedoch erschliessen durch das richtige Nachdenken darüber. Das geht nur, indem man die Vorurteile fallenlässt, und sich fragt, wie es wirklich gewesen sein könnte/ist. Es bleiben letztlich viel weniger Fragen offen, als man denkt. Zum Beispiel sagen sie, dass man Gott immer und überall gehorchen muss, dies hat jedoch Jakob/Israel eindeutig widerlegt (ebenso hat Abraham gezeigt, dass man unter Umständen mit Gott verhandeln kann). Ebenfalls ist es nicht so, dass Gott immer nur die reine Wahrheit sagt. Dies zeigt (auch) die Geschichte von Abraham, welcher zuerst eine Anweisung von Gott erhalten hat, die dieser aber wieder zurückgenommen hat. Man kann also nicht immer alles von Gott 1:1 zu nehmen, weil man (meist) nicht weiss, was dessen Absicht denn nun eigentlich ist. Dies bedenke man bis und mit der Johannesoffenbarung, notabene. Die Vorurteile der Kultur sind gross, und die Wahrheit zu sehen, ist schwierig. Seid also vorsichtig damit, wie ihr mit dem Glauben genau umgeht. Amen, om und sela.

P.S. Auf die herausfordernde Frage, warum Gott oft als Mensch/Mann dargestellt wird ('Herr', 'Vater'), gibt es (neben der reinen Theologie) eine überraschend einfache Antwort, welche indirekt Heidegger gegeben hat. «Wodurch aber und woher, ist der Künstler das, was er ist? Durch das Werk» (aus dem Text: 'Der Ursprung des Kunstwerks', 1935/36). Auf die Religion übertragen bedeutet dies: Gott - für mich eine bedeutende Kraft im Urprozess - ist durch die Schöpfung ebenso wie die Schöpfung durch Gott ist. (Die Genderfrage bzw. Geschlechterfrage, also die Frage nach Menschen und Menschinnen [engl. people (Google-KI-Übersetzung)], bliebe dann aber immer noch bestehen - diese Antwort hat eigentlich der Christus gegeben [als er sagte, dass er v.a. für diejenigen gekommen ist, die es mehr brauchen; dies wiederum bedeutet nicht, dass es nicht auch gewisse und/oder bestimmte Argumente dafür gibt, den Christus als Pantokrator zu sehen, und dies wiederum bedeutet nicht, dass man irgendwie gezwungen ist, diese Argumente anzunehmen oder zu unterstützen - das nämlich ist jedem/jeder unbelassen bzw. unbenommen].)




Meine Bücher:


-> Postmoderne Ontologie (2003 - das erste Buch). Mein Erstwerk ist sozusagen mein philosophisches Grundbuch, in welchem meine gesamte, auch spätere Philosophie bereits vorangelegt ist. Die Systematik vom (Da-) Sein - mit den Dimensionen vom (Da-) Sein, vom Leben, vom Glauben, vom (Nach-) Denken und vom Handeln* - ist hier ausführlich dargelegt. Sie bildet das Grundgerüst meiner Philosophie. Dazu gibt es in diesem Buch die breiteste Gedankenübersicht zu anderen Themen, wenngleich einiges später noch etwas besser und reifer ausgearbeitet wurde**. Die bearbeiteten Themen umfassen u.a. die Bereiche der Philosophie, Theologie, Psychologie, Physik, Mathematik, Biologie, Soziologie, Ökonomie, Esoterik, Astrologie. [612 Seiten.]

* Später kam der bedeutende Zusatz dazu: '(sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln)' - das heisst: die Handlungen sollten auf das Gute ausgerichtet sein, und ein bewusstes Nicht-Handeln entspricht ebenfalls einem Handeln.

** Meine Philosophie entspricht ja nicht - wie es in der heutigen spezialisierten Philosophie üblich ist - einer Bücherreihe zu verschiedenen Spezialthemen, sondern einer fortwährenden Weiterentwicklung einer generalistischen und univeralistischen Philosophie (und daher habe ich auch in jedem Buch eine übersichtsmässige Zusammenfassung gegeben vom aufdatierten aktuellen Stand meiner [Gesamt-] Philosophie [so wie ich das auch auf dieser Webseite hier tue - ich finde es erstaunlich, dass die ganzen Klassiker dies nicht gemacht haben: sie erwarten von ihren Lesern und Leserinnen quasi, dass diese jedes ihrer (vielen bis sehr vielen) Bücher lesen müssen, um zu wissen, worum es in ihrer Philosophie genau geht - ich habe das eben immer wieder zusammengefasst, um in jedem Buch auch eine Gesamtdarstellung zu liefern]).

-> Politika 2000+ (2016 - das zweite Buch). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber - aus gewissen und/oder bestimmten Gründen - nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft - evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung - oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]

-> Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017 - das dritte Buch). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]

-> Geschichte der Philosophie (2018 - das vierte Buch). In diesem Buch liefere ich eine Darstellung der Philosophiegeschichte - quasi von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideengeschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte als solche (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine ausführliche Einordnung der Philosophen und Philosophinnen nach Richtungen. [288 Seiten.]

-> Endzeiten und Zwischenwelten (2024 - das fünfte Buch). Dieses Buch habe ich als mein Meisterwerk deklariert - es bildet sozusagen den Abschluss meines philosophischen Projekts. Ich gehe dabei von einer grossen Zeitenwende aus, in welcher wir uns heute befinden, und von einer bedeutenden Ambivalenz, die in dieser heutigen Zeit liegt. In der Bedeutung von verschiedenen Weltzugängen behandle ich Themenbereiche wie Philosophie, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Schule, Spiel, Kunst und andere, inkl. einer Zeit- und Zukunftsanalyse. Am Ende gehe ich zur Konsolidierung des Christus und Konkretisierung der Bedeutung des Maitreya- und Alpha-Phänomens auch noch einmal in die Bereiche Religion, Esoterik und Magie hinein. [260 Seiten.]

Das erste Buch (Postmoderne Ontologie) enthält mein Grundsystem sowie vielerlei Gedanken, die mir in dieser frühen Zeit meiner Philosophie durch den Kopf gegangen sind. Das zweite Buch (Politika 2000+) habe ich geschrieben nach einer sozial schwierigen Zeit, in welcher ich versuchen wollte, politisch tätig zu werden (die Idee der Gründung einer eigenen Partei haben sich jedoch zerschlagen, aber meine politischen Gedanken habe ich dann in diesem Buch verewigt). Das dritte Buch (Vom Sein, vom Wahren und vom Guten) bringt eine Zusammenfassung meiner Philosophie bis dahin, eingeteilt in Philosophie, Wissenschaft und Religion. Das vierte Buch (Geschichte der Philosophie) ist - wie der Titel es sagt - ein Buch zur Philosophiegeschichte. Das fünfte Buch ist wiederum eine aktuelle Zusammenfassung, diesmal mit noch mehr neuem Material, aufgeteilt in verschiedene Gebiete. Meine Philosophie entspricht einer ständigen Weiterentwicklung, bei welchem es immer um das Ganze geht - im Gegensatz zu den Themenschriften in der heutigen Philosophie sonst. Ich bin der Meinung, dass ich die gesamte Philosophie in einer Art und Weise aufgearbeitet hat, wie das eigentlich niemand gemacht hat seit Aristoteles.

[Weitere Informationen zu meinen Büchern, inkl. Inhaltsangaben: siehe Verlagsseite.]





(Weitere) Offizielle Webtexte:

Brief / Offener Brief an den Bundesrat bezüglich der negativen Wahlbeteiligung seit den späteren 1970-er Jahren. Eine positive Wahlbeteiligung ist für mich eine der Grundlagen und Stützpfeiler einer realexistierenden (Direkten) Demokratie.

Manifest / Philosophisches Manifest - Das Manifest der wahren Philosophie. Das ist eine konzentrierte Zusammenfassung meiner Philosophie in Form eines (Web-) Manifests (aus dem Jahr 2021).

Appell / Appell an die Welt und die Schweiz (oder einfach ein paar Worte zur Güte). Die weltpolitische Lösung und die weiteren Hauptanliegen.











Allgemeine Lektüre-Empfehlungen. Ich empfehle hier nicht einzelne Werke von einzelnen Philosophen, sondern - v.a. für Einsteiger - Bücher zur Philosophiegeschichte: 1. dtv-Atlas zur Philosophie (kurz, übersichtlich), 2. Weischedel und/oder Spierling (biografisch, kurz), 3. Hirt, Höffe und/oder Russell (je relativ kurz und bündig) oder auch Helferich oder Störig (ein kleines bisschen ausführlicher). Auch ich habe so angefangen - zuerst mit einem Überblick über dieses komplexe und weite Thema der Philosophie, und zwar habe ich - was ich auch empfehle - anfangs gleich mehrere Bücher zur Philosophiegeschichte gelesen (und ich lese auch weiterhin solche Sachen bis heute, immer wieder).

Was es bedauerlicherweise nicht gibt, sind adäquate gute Überblickswerke zur zeitgenössischen Philosophie, d.h. etwa zu den letzten 25-50 Jahren. Wenn man sich allerdings die zeitgenössische Philosophie heute anschaut, ist das auch wiederum gar nicht so bedauerlich, aber trotzdem wäre so etwas sehr nützlich. Man könnte sich vorstellen, dass ein Verlag oder eine Universität das einmal macht und dann sporadisch erneuert. Das heisst: wir haben viele gute Sachen zur Tiefe der Philosophiegeschichte, aber wenig bis gar keine Sachen zur aktuellen Breite.




[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]









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